Old School: Liegt die Zukunft der Datenspeicherung in Magnetbändern?

kassettenband

Bei Notebook-Festplatten werden künftig mit großer Sicherheit SSDs die Oberhand gewinnen. Aber wohin Server ihre Daten speichern, ist nicht so sicher. Die Renaissance eines sehr altmodischen Speichermediums steht zur Diskussion. Neuartige Bandspeicher sind Festplatten bei weitem überlegen.

Der New Scientists berichtet von einer Reihe von Speicherbändern mit einer extrem hohen Datendichte. Die könnten als Speicher in Serverfarmen verwendet werden, um alles mögliche zu sichern – angefangen von Facebookprofilen bis hin zu HD-Filmen für Streams.

Die neuen Bänder wurden von Fuji Film in Japan und IBM in Zürich entwickelt. Der erste Prototyp speichert 35 TByte Daten. Die hohe Speicherdichte wurde durch ein Magnetband erreicht, das mit Barium-Eisenpartikeln versehen wurde. Herkömmliche Festplatten haben erheblich geringere Speicherdichten.

Die Speicherlösung wurde für einen speziellen Zweck entwickelt. Sie soll die Daten eines riesigen Teleskop-Arrays sichern, das 2024 fertig gestellt sein soll. Es wird vermutlich 1 Million GByte Daten pro Tag erzeugen. Das bedarf einer Menge Bänder. Mit Festplatten ist das schlicht nicht leistbar.

Die Forscher von Fuji und IBM wollen das Kassettensystem noch viel kleiner machen, damit in eine Kassette 100 TByte passen. Einen Nachteil haben Bänder allerdings – sie sind beim Zugriff langsamer als Festplatten. Aber für Archive wie das des Quadratkilometer-Teleskops sind sie eventuell genau das richtige. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via New Scientist]

[Bild: Arild Andersen /Creative Commons Lizenz]

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