Amerikanische Studie: Filesharer kaufen 30 Prozent mehr Musik

Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass Filesharer im Durchschnitt 30 Prozent mehr Musik kaufen als Personen, die kein Filesharing betreiben. Den Ergebnissen zufolge wären die größten Feinde der Plattenlabels ihre eigentlich besten Kunden.

Die Studie mit dem Titel Copy Culture Survey wurde per Telefoninterview durchgeführt. Sicherlich anzweifelbar, wie Aussagen in einem Telefongespräch einzuschätzen sind, dennoch scheinen die Ergebnisse die wiederholten Äußerungen von Plattenfirmen zu widerlegen. Für die wenigen deutschen Teilnehmer sind die Zahlen noch deutlicher. Zwar wurden diese Ergebnisse als nicht repräsentativ deklariert, hier kaufen die Filesharer aber dreimal so viel Musik wie Nicht-Filesharer. Interessanterweise sind der Studie zufolge offline vorgenommene Kopien weitverbreiteter als solche im Internet.

Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist es vor allem, dass P2P Filesharer generell größere Musiksammlungen haben. Musikliebhaber mit größeren Sammlungen scheinen also auch öfters Musik zu kaufen: Der Drang zum Medienkonsum führt so wohl zum Filesharing, aber besonders auch zum legalen Kauf. [American Assembly via Torrent Freak]

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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9 Antworten auf Amerikanische Studie: Filesharer kaufen 30 Prozent mehr Musik

  1. mike
    16.Okt. 2012 15:17

    is ja klar. jemand der aktiv versucht seine musik zu besitzen ist froh, wenn es einfachen mechanismus gibt um musik zu kaufen. wenn dies nicht geht, sind andere alternativen dran.

  2. 16.Okt. 2012 15:29

    Interessante Studie. Wenn man das Filesharing nutzt, braucht man doch gar keine Musik mehr zu kaufen? Anscheinend doch…

  3. awado
    16.Okt. 2012 16:13

    Der Weg ist umgekehrt: Der Appetit kommt beim Essen. Deswegen kaufen P2P-User auch mehr. Aber die Plattenindustrie besitzt nicht genug Weitsicht, um das zu realisieren. Sie bekommen ihren Hals nicht voll genug.

    • stimmt
      16.Okt. 2012 18:13

      kann ich nur bestätigen! die plattenindustrie stochert seit jahren nur im nebel. da sitzen die totalen blindbirnen-experten, die kommen gleich nach der gema und der gez! das muss alles geregelt werden, aber anders!

      • Schussel
        17.Okt. 2012 09:44

        Ich kann mich nur anschliessen, allerdings sind meiner Meinung nach nicht zuletzt die Rechtsabteilungen der Medienindustrie an der Misere Schuld. Denn genau DIE wollen mit aller Macht gern verhindern, dass sich was ändert, weil genau DIE hervorragend an allen Seiten verdienen.

  4. blub
    16.Okt. 2012 17:12

    Meiner Erfahrung nach trifft das aber nur auf die Leute mit wirklich großen illegal bezogenen Sammlungen zu. Die meisten die ich kenne laden sich eher wenig aus dem Internet, haben dafür aber auchso gut wie keine CD / Mp3 gekauft. Die wenigen, die wirklich Musiksammlungen im 4 bis 5-stelligen Bereich auf der Platte haben besitzen dagegen auch gerne mal mehrere hundert Alben in CD-Form. Die sind aber echt die Ausnahme.
    Obwohl natürlich selbst durch einen illegalen Download kein Schaden im eigentlichen Sinne bei den Rechteverwertern entsteht: Sollte man die Strafe demnach vielleicht nach der Anzahl legal erworbener Musikstücke beurteilen und nicht der illegalen ?

  5. 16.Okt. 2012 18:48

    Die meisten die ich kenne laden sich eher wenig aus dem Internet, haben dafür aber auchso gut wie keine CD / Mp3 gekauft.

  6. Blaubierhund
    16.Okt. 2012 21:05

    Piraten sind die neuen Filesharer…

  7. Robert
    17.Okt. 2012 12:26

    Ist nix Neues, eine andere von der Unterhaltungsindustrie in Auftrag und nach Abschluß unter Verschluss gehaltene Studie hat ja auch belegt, dass die Personen welche sich Filme auf Plattformen wie dem damaligen kino.to ansehen deutlich öfter ins Kino gehen als Personen die dies nicht tun. Link gibts hier…

    http://www.heise.de/tp/blogs/6/150152

    Die alten fetten Major Label Säcke sollten sich hinter ihren Mahagonieschreibtischen so langsam aber sicher des Umstandes bewußt werden das sie sich das eigene Wasser abgraben, bevor Künstler anfangen zu hauf ihre eigenen Labels zu gründen und mit Crowdfunding zu arbeiten… was ich aber sehr begrüßen würde :-)

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