Das neue Apple-Motto: Es funktioniert nicht einfach

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Einige Leute zahlen bereitwillig für unausgegore Funktionen obskurer Gadgets. Sie sind Early Adopters und wissen ganz genau, dass die Dinge, die sie kaufen, nicht perfekt funktionieren. Fehler und Pannen sind nicht ungewöhnlich, doch das wissen sie und haben dafür die Technik als erstes in Händen. Werden sie künftig bei Apple einkaufen?

Apples Kunden sind keine Early Adopters. iPhones sind der Inbegriff des Massenmarktes. Warum also hat Cupertino mit zwei unausgegorenen und hochgelobten Funktionen begonnen, seine Millionenkundschaft wie der weltweit größte Debugging-Einheit zu behandeln?

Es funktioniert einfach

Apples Mantra heißt “Denke anders” aber wer das Unternehmen viele Jahre lang begleitet hat, der weiß, dass ein nicht minder wichtiges Erfolgsgeheimnis “es funktioniert einfach” ist. Es mag nicht Apples Slogan sein, aber es ist sicherlich der größte Pluspunkt des Unternehmens.

Das Bemerkenswerte daran ist, dass der Spruch in den meisten Fällen wahr ist. Apples Kritiker haben viele gute Argumente, aber das Unternehmen konnte man nie beschuldigen, unfertige oder übermäßig komplizierte Produkte anzubieten. Kleinkinder können iPads bedienen, noch bevor sie stehen können. Auch eure Omas und Opas kapieren Facetime. Die Leute kaufen Apple auch aus Modegründen, aber auch, weil die Sachen funktionieren.

Das mag nicht wie ein Kompliment klingen, ist es aber. Es ist vielleicht das größte Kompliment, dass man einem Unterhaltungselektronik-Unternehmen machen kann. Genau wie gutes Design unsichtbar ist, sollte die Bedienung funktional sein und intuitiv gelingen. Man sollte nicht ständig Zweifel haben, ob dies oder jenes funktioniert.

Das alles galt für Apple-Produkte. Bis zum vergangenen Jahr. Bis Apple beschloss, seine Kunden zu Beta-Testern zu machen.

Beta Siri, kaputte Karten

Das am stärksten beworbene Feature des iPhone 4S war der persönliche Assistent. Siri dominierte Apples Werbung. Aber ganz ehrlich? Sie war Schrott. Die Spracherkennung konnte Sprache nicht ordentlich erkennen und ihre interpretatorischen Fähigkeiten waren auf dem Niveau eines gelehrigen Labradors.

Der Grund dafür ist einfach. Siri ist ein Beta-Produkt. Das schrieb Apple auch ganz offen auf seiner Homepage. Damit ist es der Definition nach noch nicht fertig. Zum ersten Mal brachte Apple absichtlich ein unfertiges Produkt in den Handel. Wenn Apple normalerweise Betasoftware verteilt, dann hält man die breite Öffentlichkeit davon ab, die Software überhaupt in die Finger zu bekommen. Mac OS X- und iOS-Betas gehören zu dieser Kategorie. Für die meisten Leute, die Apples iPhone kaufen, bedeutet Beta schlichtweg gar nichts.

Siri als einzelne Episode hätte man problemlos abhaken können. Kein Problem. Aber dann passierte Apple das Desaster mit seinen iOS-Karten.

Die Mapsapocalypse wurde gut dokumentiert. Apple hatte Google Maps aus iOS 6 herausgeschmissen und durch seine eigene Kartenanwendung ersetzt. Mittlerweile musste sogar Apple selbst zugeben, dass seine Karten einfach Murks sind (auch wenn sie es nicht so schrieben). Und auch die Kartenanwendung ist ein Betaprodukt. Unvollständig, unausgereift und meiner Meinung nach praktisch ungetestet. Auch in absehbarer Zeit wird das Produkt nicht besser werden.

Also – spinnt Apple? Verspielt das Unternehmen leichtfertig seinen Ruf und missbraucht seine Nutzer als Betatester? Eigentlich ist die Antwort ziemlich einfach. Und vielleicht sogar verständlich.

Die Zeit ist auf Apples Seite

Siri ist nicht perfekt, aber man hat in iOS 6 einige praktische Funktionen aufgenommen, die sich durchaus sehen lassen können: Die Reservierungen oder die Sportergebnisse und Filmbeschreibungen. Leider funktioniert das hierzulande noch nicht alles. Dennoch: Auch die Grundfunktionen von Siri sind etwas verbessert worden und deutlich besser als das, was noch vor einem Jahr da war.

Das Programm versteht besser, was man sagt. Es gibt bessere Suchergebnisse. Das ist auch ganz natürlich – schließlich hat Apple daran gearbeitet. Und nicht nur die. Jedes Mal, wenn man Siri benutzt, entsteht neues Testmaterial für Apple. Erfolg oder Misserfolg werden protokolliert und für Verbesserungen verwendet. Üblicherweise geschieht so etwas während einer Developer-Preview-Phase oder in Zusammenarbeit mit einigen wenigen Betatestern, die Feedback geben und dafür einen Vorgeschmack auf die Software erhalten. Aber damit Siri besser wird, müssen Hunderttausende, ja Millionen von realen Versuchen damit durchgeführt werden.

Hätte Apple wie sonst üblich Siri im Geheimen entwickelt, hätte das nicht geklappt.

Diese Argumentation ist bei den Apple Maps allerdings nur begrenzt stichhaltig. Zwar ist auch die Kartenanwendung eine Datensau, die erst nach Jahren eine ordentliche Qualität erreichen wird, aber hier hat Apple in den Augen der Anwender richtig Mist gebaut. Es gab nämlich vorher schon eine Anwendung, die gut funktionierte und die durch eine schlechtere ersetzt wurde. Bei Siri war das nicht so.

Apple hätte noch ein volles Jahr lang Google Maps verwenden können – so lange lief der Vertrag noch. In dieser Zeit hätte man versuchen können, das eigene Produkt zu perfektionieren. Apple nutzte diese Chance nicht. Zu groß war die Gier nach den Gewinnen durch lokalisierte Werbung und den Nutzerdaten.

Irgendwann wird Apple genügend Daten haben, damit Anwendungen wie Siri und Maps gut dastehen.

Fallout

Das ist also das neue Apple: Ein Unternehmen, dass bereit ist, auf Perfektion zu verzichten und lieber auf langfristigen Gewinn schielt. Und das sind die neuen Apple-Kunden: Early Adopter, Beta-Tester, die wahrscheinlich nicht wissen, was dieser Begriff bedeutet.

Hier ist die gute Nachricht: Wenn es ein Unternehmen gibt, dass die Kosten schultern kann, die für die Weiterentwicklung von Siri und Maps erforderlich sind, dann ist es Apple. Das Unternehmen hat eine Bar-Reserve von 100 Milliarden US-Dollar. Es wirbt aggressiv Google-Maps-Mitarbeiter ab. Und außerdem sind bereits mehr als fünf Millionen iPhone 5 und unzählige iOS-6-Installationen auf älterer Hardware auf den Markt. Sie alle senden Korrekturdaten zurück zum Mutterschiff.

Aber vielleicht endet es hier. Siri und Maps sind hoch spezialisierte Produkte mit besonderen Anforderungen, die nicht in einem isolierten Prüfraum erfüllt werden können. Sie müssen verwendet und breit eingesetzt werden, um korrekt zu funktionieren.

Aber wenn das nun wirklich Apples neue Strategie sein sollte, die Ware beim Kunden reifen zu lassen, dann ist unser Tipp: Kauft die Vorgängerversionen der aktuellen Geräte, aktualisiert nicht auf iOS 6 sondern wartet, bis die Karten zufriedenstellend funktionieren. Das nächste iPhone kommt mit einem neuen Beta-Feature? Lest vorher Testberichte und bestellt es nicht einfach. Das macht man bei Autos und anderen Dingen schließlich auch nicht.

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Geek-Test: Wie gut kennst du das iPhone? Überprüfe dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

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  1. Gut gebrüllt Löwe!
    Ich Stimme dem geschriebenen größtenteils zu, wobei ich ehrlich sagen muss, dass Siri für mich nur im Auto nützlich ist und sonst eher weniger zu gebrauchen ist.
    Bei Apple Maps sehe ich das allerdings etwas anders.
    Ich bin sehr überzeugt von der Anwendung! Ganz ehrlich, 3D Ansichtem braucht niemand wirklich. Spielerei! Netzes Frature aber Fehler sind mir da ehrlich gesagt egal. Und bei der Gesamtperformance des Programms zu verzeihen. Die 2D Ansicht taugt jedoch um einiges mehr als die von google! Durch die Vektorbasierung lädt es um einiges schneller und sieht weniger überfüllt aus. Das Navi hat bei mit auch immer gut funktioniert, so lange man nicht angerufen wird. Das sollte vielleicht geändert werden. Aber sonst ist die Anwendung doch Top oder? Ich mein, wenn man sich mal in einer fremden Stadt verlaufen hat, kommt man immer schnell nach Hause und bekommt sogar noch Verkehrsinfos. Was will man denn mehr?

  2. Ich denke ebenfalls, dass einiges aus dem Bericht nachvollziehbar ist. Jedoch ist zu Siri zu sagen, dass es ohne so viele ‘Tester’ einfach nicht zu dem Produkt werden würde, was es jetzt schon ist und noch werden wird. Ich finde es sogar erstaunlich mutig von Apple, sich als erstes Unternehmen zu trauen, sowas an die Öffentlichkeit zu bringen um in absehbarer Zeit die Art und Weise, wie wir mit unseren Handys und sonstigen Geräten umgehen zu verändern.
    Bei der Maps-App ist mir persönlich noch NICHTS negatives aufgefallen. Eher positives in Form von kürzeren Ladezeiten (wie mein Vorredner schon beschrieben hat). Ich kann das 3D-Feature nichr testen, da ich ein iPhone 4 besitze, aber ich brauche es auch nicht ;) . Ist halt ne nette Spielerei.

    Insgesamt finde ich es gut, solche Berichte nicht von Apple-Fanboys schreiben zu lassen, allerdings sollte man wegen ein paar überschaubaren Defiziten nicht die Flinte ins Korn werfen und versuchen Apple an den Pranger zu stellen. Sowas ist einfach nicht fair. Noch weniger fair, als Käufer zu Testern zu machen (wobei das echt einfach kein Kritikpunkt in meinen Augen ist).

    Meinung ist rein subjektiv! Bitte beachtet das.

    1. Andere Geräte kosten auch viel Geld, ohne Mehrwert zu bieten und setzen im Gegenzug auf weniger wertige Materialien und sind dabei z.B. weniger ergonomisch. Ich finde den Preis daher nicht unbedingt günstig, aber dennoch verhältnismäßig.

  3. An den Autor: ich finde es sehr gewagt einige seiner Leser als gehirngewaschene und bereitwillige Käufer von Betaware darzustellen und am Ende sogar dazu aufzurufen die neuen Produkte zu boykottieren um maximal mit den alten Produkten und alter Software zu arbeiten. Zum einen gebe ich zu bedenken, dass es sicherlich Leser und Käufer gibt, welche sich nach einem aktuellen Smartphone umgeschaut haben und nicht lediglich das neuste stück Hardware in Händen halten wollten. Dann kommt hinzu, dass in absehbarer Zeit die ausgelieferten iPhone 4S sicherlich schon ab Werk iOS 6 vorinstalliert haben werden. Dieser vermeintlich gut gemeinte Ratschlag ist also nicht praktikabel. Wobei ich diesen Vorschlag nicht als sehr positiv empfinde, da hierdurch auch die Schließung von möglichen Sicherheitslücken verhindert wird und der Nutzer dann zwar nicht zum Betatester wird, dafür aber zum Opfer von Cyberkrimminalität. Empfinden Sie dies als Verbesserung? Und neben all diesen Argumenten, sollten Sie bitte auch beachten, dass die Grundfunktionen weiterhin einwandfrei funktionieren und sogar weiter verbessert oder ausgebaut wurden. Ich sehe also keinen Grund, weshalb ich auf iOS 6 verzichten sollte, nur weil Siri z.B. noch nicht so weit entwickelt ist, wie man sich das Endprodukt vorstellt. Es ist für mich ein zusätzliches Feature. Nach diesem Prinzip könnte man sonst auch geschätzte 90% der Apps (aller mobilen Plattformen) getrost aus den Stores streichen. Davon abgesehen gibt es auf Androidsystemen ebenso integrierte Features, welche nicht ausgegoren sind. Hierüber spricht man natürlich nicht, denn dies zieht nicht genügend Interessenten an. Fakt ist aber, dass man aber auch hier sich ebenso fragen muss, ob zu diesem Produkt gegriffen werden sollte. Vielleicht sollte man den Leser dies selbst entscheiden lassen? Wir sind immerhin soweit selbst entscheidungsfähig – zum Glück! Und noch abschließend anzumerken ist, dass Sie den Lesern aus meiner Sicht keine guten Investitionstips geben. Ein Smartphone aktueller Baureihe wird sicherlich länger seinen Wert erhalten und naturgemäß auch länger mit aktuellen Betriebssystemupdates und neuen Funktionen ausgestattet werden. Es ist somit also zukunftssicherer und am Ende möglicherweise – ich würde sogar wahrscheinlich sagen – die bessere Wahl. Der vorzeitige Kauf eines neuen Gerätes wegen fehlender Unterstützung neuer Funktionen kann also damit wegfallen. Auf solche Aspekte dürften Sie mindestens eingehen. Mit freundlichen Grüßen

    1. Wow! Danke für die ausführliche Rückmeldung. Natürlich hast du in einigen Punkten recht, aber sollten denn wirklich die iPhones beim Kunden reifen? Sollte man nicht lieber erst mal etwas Abwarten mit einem (Neu)kauf und sich nicht vorher informieren, ob die gewünschten Funktionen so laufen wie versprochen? Ich sehe das wie bei einem neuen Betriebssystem auch. Das sollte man m.E. auch erst einmal – wie du es ausdrückst – boykottieren bis es auch richtig funktioniert. Zumindest wenn man damit arbeiten will und es nicht nur ausprobieren möchte. In diesem Falle vielleicht das erste Servicepaket abwarten. Bei einem Handy ist das mit dem Ausprobieren nicht machbar – auch nicht mit dessen OS.

      1. Vielen Dank für Ihre zügige Rückmeldung Herr Donath. Sicherlich haben Sie recht, dass man solche Unsicherheiten durch Abwarten von Erfahrungsberichten überwinden kann. Dies ist sicherlich für viele der Nutzer auch empfehlenswert. Aber ebenso lässt sich sagen, dass die Hauptfunktionen eines Smartphones mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin bei einem neuen Modell funktionieren werden. Dies ist für diejenigen, die durch Verlust oder Hardwareschäden sich aktuell ein neues Smartphone kaufen müssen, sicherlich ausreichende Sicherheit für den Kauf. Sollten vereinzelt Anwendungen noch Fehler aufweisen, so kann man hiermit in der Übergangszeit bestimmt noch leben. Bis zum Kauf des nächsten Smartphones vergeht sicherlich einiges mehr an Zeit, da hier die Anschaffungs- bzw. Upgradekosten doch denen eines Betriebssystems überwiegen. Ein neues Betriebssystem lässt sich für gewöhnlich ja mit der bestehenden Hardware betreiben und das (Upgrade-)Produkt macht daher nur einen geringen Gesamtkostenanteil aus. Käufer, welche regelmäßig viele unterschiedliche Apps nutzen – und da gebe ich Ihnen Recht – sollten allerdings erst mal die Kompatibilität selbiger abwarten. Ich selbst kann hierzu bisher nur positives berichten, jedoch sollte dies natürlich selbst im Vorfeld geprüft werden. Ansonsten kann ich nur sagen, dass es inzwischen ja genügend Erfahrungsberichte gibt, wenngleich diese aufgrund der Marktposition Apples eine spezielle Färbung bekommen haben. Die Probleme sind jedoch hinlänglich bekannt und ich kann damit bisher sehr gut leben. Parallel zu der Karten-App habe ich z.B. noch mein TomTom installiert. Aber bisher habe ich mit der Karten-App noch jedes Ziel gefunden. Was ich als größtes Problem ansehe, welches sich die Käufer auch nicht gefallen lassen sollten und wohl auch die meisten nicht tun, sind die bereits ab Werk beschädigten Gehäuse des schwarzen iPhone 5. So etwas sollte nicht in einer solchen Größenordnung vorkommen.

      2. Ich kann den ganzen ärger noch immer nicht nachvollziehen. Ich habe mir das iPhone 5 auf den ersten Tag bestellt da es mein altes 3GS ablösen sollte. Ich wusste nicht was mich mit dem neuen gerät erwartet außer das ich 2 tage zuvor iOS6 auf dem 3GS testen konnte.
        Ich benutze das Smartphone jeden Tag und kann so überhaupt garkeinen Fehler finden der mein alltägliches Leben beeinträchtigt. Natürlich sind Mängel vorhanden aber eben die Frage wie schwer fällt das ins Gewicht? Apple Maps hat mich bisher immer sicher und ohne Probleme ans Ziel gebracht. Der einzigste Fehler den ich hatte war das bekannte WLAN Probleme wobei es bei mir nicht Hardwareseitig gewesen sein konnte. Vor dem Einspielen des iTunes-Backups hatte ich Problemlos WLAN zur Verfügung, und dann ging es eine Woche lang nicht und urplötzlich konnte ich wieder verbinden. Sowas ist ärgerlich keine Frage aber für mich nichts gewesen ohne das ich jetzt nicht mein normales alltägliches leben weiterführen konnte außer das ich halt weniger am Smartphone tippen war und dafür mal was sinnvolleres gemacht habe.
        Ich weiß ja nicht ob viele Menschen gerne in Ihrer perfekten Traumwelt leben und überhaupt eine Ahnung von Entwicklung von technischen Geräten sowie Marktwirtschaft haben. Ein Prototyp eines Geräts zu testen und es dann als Massenproduktion bauen zu lassen sind 2 Welten. Da können Fehler auftreten die bei der Einzelanfertigung nicht da waren. Das ist auf gut deutsch Scheiße aber es ist so, das kann jeder Firma passiern, das ist vielen Firmen schon passiert und es wird auch sicher wieder irgendwo mal passieren. Es wird KEINE Firma ernsthaft offen für die Presse solche Fehler detailiert erklären und sich gar entschuldigen etc. das wäre strategisch einfach nur blödsinn.
        Großes Beispiel die Maps Applikation, es sind Fehler drin die eben bei 2 Millionen Benutzer genügend Leute findet die den Fehler findena ber eben bei den Betatests von den vielleicht 10 Leuten die getestet haben nicht vorkam bzw. bemerkt wurden.
        Das Ganze Applegebashe ist doch nur darum überall zu lesen weils am meisten Leser bringt.
        Nicht Falsch verstehen ich finds auch scheiße wenn andere Herrsteller für solcher Lappalien solche Schlagzeilen reingedrückt bekommen.

  4. Toll mal kommentare zu lesen bei denen es um fundierte meinungsbildung und um erfahrungswerte geht denn konstruktive kritik ist immer positiv – alles in allem bin ich sehr happy mit dem neuen iphone und by the way siri find ich ein schönes feature bei dem ruhig den gemeinsamen entwicklungsfortschritt spüren darf – hat was community mässiges ☺

    1. Vielen Dank. Siri finde ich auch sehr praktisch, gerade die Assistenzfunktionalitäten im Auto empfinde ich als sehr angenehm und hilfreich. Das einzig unpraktische ist, dass man hierzu auf eine bestehende Internetverbindung angewiesen ist. Vielleicht wird es irgendwann ja eine abgespeckte offline-Variante geben, welche dann lediglich Dinge wie die aktuellen Fußballergebnisse außen vorlässt?

      1. Eben genau das ist der Punkt bei den Fehler mit der Maps Applikation wird meist aus Lappalien der größte Wind drum gemacht. Diese Fehler sind zwar da aber dennoch können die meisten mit der App problemlos navigieren.
        Dazu kommt das zur Autonavigation von den meisten Leuten doch so oder so eine Offline Navigationsapp verwendet wird und für die 10 Meter in der Fußgängerzone von A nach B reicht die Map bei mir bisslang aus.

        Solches sinnlose Breittreten von Themen die nun schon 5000 mal durchgekaut wurde ist einfach sowas von bescheuert ob das nun Apple betricht oder Samsung, HTC, Nokia und co ist völlig egal.

        Und davon abzuraten neue Produkte zu kaufen ist auch der falsche weg. Wenns keiner kauft wirds acuh keine Updates geben. Außerdem bin ich da mit Apple für mich persönlich ganz zufrieden weil ich weiß das ich mit meinem 5er iPhone mindestens die nächstes 3 Jahre mit allen aktuellsten Updates rechnen kann.

  5. Ich finde den Artikel Mist. Sorry Herr Donath, aber wie sah die erste Version von Google Maps aus? Es gibt Software die kann man testen und es gibt Software die mit dem Input der User wachsen muss. Wenn Apple ein Jahr gewartet hätte, dann wäre Apple Maps vielleicht etwas besser geworden. Aber viele Fehler die jetzt durch die User entdeckt wurden wären immer noch drin. Außerdem hat Apple nun die Gelegenheit Zusatzinformationen zu den Kartenorten zu bekommen. Das geht erst wenn man mal eine erste Version rausgebracht hat und deshalb war es vernünftig dass Apple das Jahr nicht wartet.

    Dann noch zu Siri. Erinnern sie sich mal an die Einführung der ersten Handys. Die meisten Leute meinten damals “brauch ich nicht, ich muss nicht überall erreichbar sein”. Leute die man auf der Strasse mit Handy sah wurden ausgelacht oder man hat ihnen “Kaufen! Kaufen! Kaufen! zugerufen, um sie lächerlich zu machen. Handyuser galten als Yuppies die nur ihre Aktiengeschäfte erledigen müssen oder so tun als ob sie wichtig sind.
    Siri ist jetzt das selbe. Wir alle kennen die Star Treck Folgen wo man mit seinem Computer spricht und alles bedient. Unsere Kinder und wir werden genauso diese Technik benutzen. Über Siri lacht man jetzt wie über die ersten Handyuser, aber in ein paar Jahren stehen die Leute auf der Strasse und sprechen mit ihren Handys. Die Akzeptanzschwelle ist zugegebener Maße erstmal sehr hoch.

    Ich selbst benutze Siri jetzt ziemlich häufig und fand das damals auch nur überflüssigen Mist. Man muss Sprachsteuerung erstmal öfters probieren und die nicht nur nach dem Wetter fragen. Mit iOS6 ist Siri sehr gut geworden. Hätte Apple das aber nicht als Beta rausgebracht, dann hätte man die Spracherkennung und die vielen unterschiedlichen Sprachen nur im Labor testen können.

    Apple Maps und Siri werden bestimmt die Gründe sein warum viele später zu Apple überwechseln werden. Da steckt enormes Potential drin. Tut mir leid dass sie das nicht sehen. Ich bin gespannt welchen Artikel sie in einem Jahr schreiben, wenn Apples neue Zugpferde den Ponyhof verlassen haben, weil Apple von den Erfahrungen der User die Verbesserungen einbauen konnte. Das hat nichts mit Apple Fanboy zu tun, Apple verkauft nämlich Betriebsystem und Hardware zusammen. Und das ist ein enormer Vorteil zur Konkurrenz. Überlegen Sie mal was passiert wenn Apple seine Karten in die bestehende Software wir Adressbuch, iPhoto, iMovie und Aperture integriert oder neuen Content über die Apps bekommt. Oder wenn die erste API für Siri im iOS SDK erscheint…

  6. Ich kann und will nicht verstehen wie Millionen lemminge kaputte Produkte vorbestellen, obwohl sie funktionierende Vorgänger haben und dafür auch noch ein drittel mehr bezahlen als bei anderen Anbietern, diese neue hipster Generation braucht es einfach und schön designt, was das Produkt kann ist egal, die ganzen Fehler wie mit den Maos dürfte bei einem unternehmen wie Apple nich passieren

    1. 14 brauchbare kommentare mit informationsgehalt und meinungsaustausch bis der erste basher/hater es nicht länger ertragen konnte. war doch mal sehr erfrischend, wenn auch kurz.

  7. Ich kann dem Autor nur voll zustimmen.
    Die Kommentare unter dem Artikel sind zum Teil unglaublich: Einfach herrlich, wie Applejünger die Bananenphilosophie, die sie seit Jahren Microsoft vorwerfen, jetzt auf einmal als sympathisch und erstrebenswert betrachten.
    Es gibt seit langer Zeit verläßliche Karten und daran – nur daran – muss sich eine neue Kartensoftware messen lassen.
    Über meine Blödheit, auf Version 6 upgedatet zu haben, ärgere ich mich unglaublich. Das Kartenmaterial ist absolut unbrauchbar. Ok, wenn ich wissen wollte, welche Geschäfte es vor 10 Jahren in meiner Gegend gab, ist es ganz interessant.
    Wenn man aber dieses Kartenmaterial nutzen wollte, um Strassen zu finden, die es seit acht Jahren gibt, ist man komplett aufgeschmissen.
    Das man für so einen Abfall gute Worte finden kann, ist mir absolut unverständlich.
    Aber das geht mir bei anderen Religionen genauso, vielleicht liegt es ja doch an mir.

    1. Wenn die Karten-App der einzige Grund ist, weswegen ein solches Gerät gekauft wird, dann mag die Empfehlung es nicht zu kaufen vielleicht stimmen. Aber selbst das ist nicht mehr ganz richtig. Es gibt ja inzwischen die Classic Maps App. Wieso installierst Du Dir diese nicht, anstatt Dich zu ärgern? Ich selbst habe die Google-Variante von Maps eh nicht oft genutzt, vielleicht stört mich es auch deshalb nicht so. Für Navigation habe ich schon immer eine Offline-Lösung gewählt und selbst Online war Googles Variante ja kein Navi, sondern lediglich ein Stadtplan. Nur so nebenbei: Ich bin bei einem Microsoft-Partner angestellt und Nutze als Diensthandy ein Windowsphone, über welches ich nicht klagen würde. Die dort eingesetzte Nokia-Navi-Lösung ist ebenfalls sehr gut und bietet inzwischen einige nette Komfortfunktionen zu Fuß oder mit dem Auto. Diese Lösung würde ich der iOS-Variante von Google-Maps immer vorziehen. Und nein, nur weil ich Apple-User bin – ich besitze ebenfalls ein MacBook Pro – kaufe ich nicht blind alles von Apple. Ich besitze ebenfalls eine komplette MS-Ausstattungslinie (Desktoprechner, Laptops und wie bereits angesprochen Windows Phone). Dagegen habe ich es nie für nötig gehalten mir ein iPad zuzulegen. Ich bin da eher auf die MS-Tablets gespannt, welche mit vollwertigem OS, also Windows 8, auf den Markt kommen werden. Traurig, dass man als überzeugter Apple-User immer gleich in eine Ecke gestellt wird.

  8. Das klingt ganz nach einem enttäuschten Apple-Jünger.
    In meinen Augen ist das kein Journalismus sondern allenfalls Jammern auf hohem Niveau.

  9. Was?
    Wie ihr habt nicht gewusst das iOS Beta ist? Die Aktuelle Versionsnummer lautet doch iOS 0.6.
    Mac OSX ist als einzigstes Final auf Version 1.06.8 . Habt ihr nicht bemerkt das viele Features fehlen? Die Statusbar Kam erst in Version 0.5 hinzu. Multitasking ist bis heute noch nicht Voll integriert. Bei Android war es ja auch bis Ice Cream Sandwich nicht anders. Wobei es damals bei Gingerbread schon eine wesentlich bessere Integration der Features gab.

    Die Leser hier sind “am Puls der Zeit” ist klar XD

  10. Ich habe iOS 6 nicht installiert. Bei mir gab es beim letzten Update auf iOS 5 viele Probleme. Deshalb wollte ich auf denn ersten Patch warten. Wenn ich das hier lese werde ich auf keinem Fall auf iOS 6 updaten. Ich nutze google Maps sehr häufig. Ich brauche eine zuverlässige und funktionierende App. Wie lange soll man warten bis die neue App. richtig funktioniert? Aus meiner Sicht hätte von Apple mindestens was gleichwertiges installiert werden müssen und nicht was schlechteres.

    Ich hätte auch empfohlen bei Apple nicht sofort zu kaufen. Lieber erst mal ein bis zwei Monate warten und dann erst kaufen. Ich schreibe hier aus Erfahrung. Ich habe seit 2008 sehr viele Apple Produkte gekauft. Das hat sich beim iPad 3 und leider auch beim iPhone 5 bewahrheitet. Das iPad drei wird aus meiner Sicht viel zu warm und braucht zu lange zum aufladen. Ich wollte die neue Version kaufen da mir mein iPad 1 zu langsam wurde. Am iPhone fünf hatte ich auch Interesse, leider stören mich hier Verarbeitungsmängel und der Rückschritt in der Karten App. Mal sehen was das nächste iPad/iPhone bringt. Ansonsten schaue ich mich mal bei der Konkurrenz um. Schade das ich sowas mal schreiben muß aber vieles war unter Steve Jobs besser. Von Apple war man bisher anderes gewohnt.

    1. Wozu benutzt Du es denn so häufig? Zur Navigation ja wohl nicht, da es ja lediglich die Route anzeigt, jedoch nicht einmal mit gezoomten Kartenausschnitt folgt. Ich wüsste aber nicht, wo aktuell noch ein Problem vorliegen sollte iOS 6 zu nutzen. Google Maps kann doch nachinstalliert werden. Vielleicht wird Google auch dazu inspiriert mal die iOS-App weiterzuentwickeln, dann würde das Ganze für manchen Nutzer noch etwas Gutes mit sich bringen.

  11. komisch. warum immer dieser Hass auf Applenutzer. Warum immer gleich diese Abstemplung zum”Jünger” etc. Das ist doch nur der Neid. Ich weiss, wovon ich spreche, denn ich nutze Android und ipad bzw iphone. Ich habe das Galaxy S 3 und das Nexus 7. Aber an die Verarbeitung und das Handling von Apple kommt Android noch lange nicht ran. Und meine Macs würde ich um nichts in der Welt hergeben, da kann Steve Ballmer noch so brüllen.

  12. @ Legomio: also ich nutze das ipad 3 den ganzen Tg nonstopp und was du über das ipad 3 schreibst klingt ganz einfach nach fake. es wird weder besonders warm noch hat es irgendwelche technischen Probleme. Es ist ein Top-Gerät, das Retinadisplay ist klasse. Ich glaube nicht, dass du ein ipad 3 hast.

  13. Also das gejammer über die Karten-App find ich doch etwas überzogen – und sicher kein Grund ein Gerät zu kaufen oder nicht zu kaufen. Mal ehrlich, wer hat die googlemaps wirklich als Navi genutzt? Zu 90% doch sicher nur um mal kurz ne Entfernung abzufragen oder nen Laden zu suchen.
    Ich habe die Bosch-Navigation mit Inrix als Verkehrsdienst. Habe auf bekannten Strecken immer mal wieder die AppleMaps ausprobiert, bisher ohne jede Beanstandung. Auf dem Weg zur Buchmesse gestern haben wir mal Bosch und Apple nebeneinander laufen lassen: Mit der Bosch wären wir in eine Sperrung gefahren, trotz kostenpflichtigem Verkehrsdienst. Die Apple Maps hat uns drumherumgefahren ( wir hatten online nachgesehen wer recht hat ). soviel mal dazu. Was nicht wichtig ist, aber Apple gut macht: die ETA. Egal welches andere Navi, die Prognosen waren immer 20% kürzer als der reale weg – Apple stimmt ziemlich genau. Sicher, wegpunkte und sonstige spielereien vollwertiger Navi-Apps fehlen, kostet aber auch nichts. In Kombination mit Siri ganz witztig: Route zum nächsten McDonalds…. funktioniert bestens :)

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