E-Save: Kommunizierende Fahrzeuge sollen Verkehrssicherheit erhöhen

radar

Wissenschaftler der Information and Communications Technology Security Group an der Universität Carlos 3 zu Madrid (UC3M) entwickeln derzeit ein System, das auf Basis miteinander kommunizierender Technik die Sicherheit im Straßenverkehr durch die Verkehrsteilnehmer selbst erhöhen soll.

Das System soll allen voran dazu dienen, durch eine mit Sensoren realisierte, vollständig automatisierte Verkehrsüberwachung für mehr Sicherheit zu sorgen, bindet dazu aber auch den Verkehrsteilnehmer selbst mit ein und überlässt ihm nicht nur die Möglichkeit, sich gegen fälschlicherweise erhaltene Strafen zu wehren, sondern befähigt ihn zudem, auffällige Teilnehmer an eine Zentrale zu melden – vollkommen anonym versteht sich.

Wer durch andere Teilnehmer oder das System selbst als Verkehrssünder erkannt wird, sich aber selbst für unschuldig hält, der kann sich zur Wehr setzen, indem er Fahrzeugführer, die den Vorfall beobachten konnten, um eine Zeugenaussage bittet – eine verlässliche Verteidigung sieht zwar sicher anders aus, für die ein oder andere Situation ist die Funktion aber sicher hilfreich.

Abseits der automatischen Ahndung von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung soll das System außerdem nicht nur die Anonymität einzelner Teilnehmer gegenüber anderen gewährleisten, sondern Fahrzeugführer außerdem kontinuierlich mit aktuellen Informationen zur Verkehrslage versorgen, für die es auf die Daten anderer Teilnehmer zurückgreift. Ein erster Testlauf ist bereits für die kommenden Monate geplant.

[DailyTech]

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  1. “sondern befähigt ihn zudem, auffällige Teilnehmer an eine Zentrale zu melden”

    hmm…
    bei aktueller rechtslage muss mir alllerdings erstmal nachgewiesen werden, dass ich tatsächlich das fahrzeug gefahren bin.
    das heisst, dass der jenige, welcher meinen verstoß angeblich beobachtet haben will, eine zeugenaussage leisten muss. und es heisst, dass er mich zweifelsfrei identifizieren können muss.
    und selbst dann bin ich mir nicht sicher wie das ausgehen wird. immerhin steht dann aussage gegen aussage sofern er nicht weitere zeugen benennen kann die mich ebenfalls zweifelsfrei identifizieren können.

  2. Ich seh da jetzt schon eine Flut von kleinkarierten Rechtsstreitigkeiten in Deutschland daher rollen, wo sich die Deutschen doch schon wegen jeder Lichthupe persönlich angegriffen fühlen und ein Kapitalverbrechen darin sehen, das unbedingt geahndet werden muss – Rechtsschutz sei Dank. Solange im Straßenverkehr (Über-)Vorsicht statt Ein-/Rücksicht regiert und jeder nur sein “Recht” sieht, geht der Schuss nach hinten los.

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