Apple zwingt Besucher ihrer Website zum kollektiven Gedenken an Steve Jobs

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Wer heute die Website von Apple besucht sieht statt der üblichen Produkte ein emotionales Video in Gedenken an den verstorbenen Steve Jobs - und erinnert damit schmerzhalft daran, was Apple einmal war und wohl nie wieder sein wird: Die One-Man-Show eines starrsinnigen Egozentrikers.

Apple erinnert in dem Video auf ihrer Website an den Personenkult um ihren selbsternannten Visionär Steve Jobs, der vor genau einem Jahr verstarb. “I skate to where the puck is going to be, not where it has been.” Mit diesen Worten der Eishockey-Legende Wayne Gretzky beginnt das knapp zwei Minuten lange Schwarz/Weiß-Filmchen.

Wie schmerzlich der charismatische Apple-Chef vermisst wird, brachte ein Kommentar in dem US-Magazin Forbes auf den Punkt: „Wenn Steve Jobs noch leben würde, würde er Tim Cook feuern.“ Dabei muss sich Apple weniger um die Gegenwart, dafür umso mehr um seine Zukunft sorgen. Noch schwebt über Apple der von Jobs so sorgsam aufgebaute Mythos des Perfekten. Doch unter Cook verblasst der Schein. Und das liegt nicht nur an Peinlichkeiten wie Mapocalypse. Das liegt vor allem an dem fleischgewordenen Managerstereotypen Cook, der kaum weiter davon entfernt sein könnte Visionär genannt zu werden. Cooks Fehler ist es, nach den Regeln zu spielen, denn wer nach den Regeln spielt, kann auch verlieren. Personen wie Jobs haben die Regeln schlicht verändert wenn sie in die Ecke gedrängt wurden. Ein Cook entschuldigt sich für die schlechte Karten-App und verweist auf die Konkurrenz. Ein Jobs dagegen empfiehlt seinen Jüngern fast schon Arrogant, sie müssten das iPhone nur anders halten um dem Antennagate zu entgehen und verteilt billige Hüllen. Das Video erinnert schmerzhalft daran, was Apple einmal war: Die One-Man-Show eines starrsinnigen Egozentrikers.

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