Test: Dream Cheeky iLaunch Thunder Bluetooth Raketenwerfer für iOS

Bürokrieg-Gadgets haben eine lange Tradition. Vom Stromschlagkuli über Tüten mit Schimmeloptik bis hin zum Annoy-a-Tron. Aber der richtige Bürokrieger greift zum Mini-Raketenwerfer. Das Luxusmodell der nerdigen Kriegsführung will jetzt Dream Cheeky mit dem iLaunch Thunder anbieten. Wir haben den freundlicherweise von GetDigital zur Verfügung gestellten Bluetooth-Missile-Launcher für iOS-Geräte im Feldeinsatz auf seine Kriegstauglichkeit getestet.

Worum gehts?

Freunde, Familie, Kollegen und Haustiere zur Weißglut zu bringen.

Wen interessiert‘s?

Bürokrieger, Besitzer eines iOS-Geräts, Nachwuchs-Nerds, Vollzeit-Nerds, Großverdiener

Das Design

Hier hat sich Dream Cheeky nicht lumpen lassen. Hat man den iLaunch Thunder aus der umständlichen Verpackung gequält liegt das Gerät wertig und schwer in der Hand. Unten am Standfuß sorgen vier Gummifüße für rutschfesten Halt. Außerdem ist hier die Klappe für den integrierten Akku sowie ein On/Off-Schalter. Der Akku kann via dem Mini-USB-Port an der Rückseite aufgeladen werden. Der Launcher an sich sieht wuchtig und gefährlich aus.

Das Design in schwarz/weiß ist dem einer “Weapon of Mini Destruction” angemessen. Die Raketen selbst sind dunkelgrau und schwarz. Das sieht zwar gut aus, erschwert aber auch die Suche nach den kleinen Teufelchen. Vor allem weil sie unangenehme Eigenschaft haben, sich nach dem Abschuss besonders gut zu verstecken.

Im Einsatz

Die Installation geht schnell von der Hand. Einfach entsprechende App runterladen, Bluetooth am iPad, iPod touch oder iPhone anschalten, den iLaunch Thunder auf „On“ stellen und schon verknüpfen sich die Geräte. Die Vorfreude ist in diesem Moment auf dem Höhepunkt und wird durch die knallharte Realität zurück auf den Boden der Tatsachen gehämmert. Denn gerade was bei einem Raketenwerfen besonders wichtig ist, klappt hier kaum: das Zielen.

Mit einem Fingerwisch nach links, rechts, oben und unten bewegt sich der iLaunch Thunder brav in die jeweilige Richtung. Das allerdings derart schwammig und verzögert, dass vernünftiges Zielen zum Glücksspiel ausartet. Optional kann der iLaunch Thunder auch per Neigungssensor gesteuert werden, wodurch das Fun-Gadget jedoch kein bisschen genauer wird.

Nach dem Drücken des Auslösers im iOS-Gerät braucht das Gerät etwa fünf Sekunden, um genug Luftdruck aufzubauen und die Schaumstoffrakete abzufeuern. Das kann auf Wunsch mit einer kriegerischen Geräuschkulisse aus iPhone, iPod touch oder iPad begleitet werden, wobei der iLaunch Thunder selbst auch schon relativ laut ist und sich dadurch zumindest für Stealth-Missionen disqualifiziert.

Eine nette Funktion bietet die App noch. Nachdem der iLaunch Thunder entsprechend ausgerichtet wurde kann die Kamera des iOS-Geräts als Bewegungsmelder funktionieren. Sobald sich etwas in das Kamerablickfeld schiebt löst der iLaunch Thunder aus – eine durchaus effektive Selbstschussanlage!

Das ist toll!

- Hoher Bewegungsradius
- Ordentliche Reichweite (etwa sieben Meter)
- Lange Akkulaufzeit
- Vier Schuss ohne Nachladen

Hier gibts Probleme

- Sehr schwammige Steuerung
- Mit 90 Euro sehr teuer für ein Fun-Gadget
- Schwarze Raketen sind schwer wiederzufinden
- Lautes Geräusch beim Feuern warnt potenzielle Büroopfer
- Keine Android-Unterstützung
- Der Langzeitspaß hält sich in Grenzen

Herstellerangaben

- 270 Grad horizontaler Radius
- 40 Grad vertikaler Radius
- Reichweite sechs bis acht Meter
- 12,5 Zentimeter hoch
- Bluetooth-Verbindung ab iOS 5.0.1 (iPad, iPhone ab 3GS, iPod Touch ab 3. Generation)
- Schießt per Luftdruck
- Lithium-Akku (1000mAH, 3.7V)
- Mini-USB-Kabel und vier Schaumstoff-Raketen im Lieferumfang enthalten
- Kostenlose iOS-App im App Store
- Einziger von Apple lizensierter Raketenwerfer

Soll ich mir das Teil kaufen?

Liebes Dream-Cheeky-Team, an sich ist die Idee ja wirklich nett. Feilt aber unbedingt an der Genauigkeit. Vielleicht lässt sich das ja schon mit einem Update der App bewerkstelligen. So richtig klasse und den 90 Euro angemessen wäre eine integrierte Kamera zum besseren Zielen. Die könnte dann auch gleich kurz nach dem Abschuss Fotos vom Opfer knipsen. Uhhh… Das perfekte Bürokriegs-Gadget ist der iLaunch Thunder nicht, Spaß macht er dennoch. Bürokrieger mit dickem Geldbeutel können sich den Cheeky Dreams iLaunch Thunder für knapp 90 Euro bei GetDigital bestellen.

GIZRANK 2,5 / 5

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  1. Puh… also die Launcher gibts ja inzwischen in rauhen Mengen, neu ist lediglich die iPhonesteuerung, sonst gehts meist über den PC. Warum das Ding aber deshalb 90€ kostet, während andere bereits für 25$ zu haben sind liegt wohl an… < soll sich lieber jeder selber denken (der Bluetoothdongle ist jedenfalls nicht soviel wert…).

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