Notebooks – Unsere Reinigungskur macht sie wieder hübsch

Egal wie schön schnell und hübsch euer Notebook einmal war – mit der Zeit sehen die allermeisten Geräte bei genauerer Betrachtung ziemlich schäbig aus. Fingerabdrücke haben sich angesammelt, Staub sitzt in den unmöglichsten Ecken und auch im Inneren ist der Teufel los. Wir zeigen euch, wie ihr euer Notebook wieder ansehnlich macht.

Außenputz leicht gemacht

Das einfachste ist immer noch die Reinigung des Rechners von Außen. Hier kann praktisch nichts kaputt gehen – es sei denn man geht mit scharfen Putzmitteln oder gar Instrumenten vor, die die teils sehr empfindlichen Oberflächen zerkratzen.

Um hässliche Schlieren und andere eklige Beläge wie Handcreme und Schweißreste (baaaaaaaaaah!) von der Außenseite des Notebooks und den Tasten abzubekommen, hat sich bei uns der Schmutzradierer bewährt. Das sind recht dichte Schwämme, die auch unter den Namen Zauberschwamm zu haben sind. Sie dürfen ausschließlich mit einem Hauch von Wasser benutzt werden. Vorher an einer unauffälligen Stelle ausprobieren und nicht aggressiv schrubben. Das gilt vor allem für aufgedruckte Beschriftungen.

Tastatur mit Druckluft reinigen

Wenn man sich eine Dose Druckluft zum Reinigen besorgt, kommt man auch an die Stellen, die mit einem Schwamm oder einem Q-Tipp nicht erreichbar sind.

Damit kann man viel Schmutz und Staub, der sich unter den Tasten unweigerlich im Laufe der Zeit ansammelt, wieder wegpusten. Es hilft sehr, diese Reinigungsaktion dort auszuführen, wo man den herausgeblasenen Dreck auch wieder leicht einsammeln kann – er fliegt nämlich im hohen Bogen umher.

Mikrofasertuch für Bildschirmreinigung

Es geht nichts über eine Reinigung ohne Flüssigkeiten oder andere Reinigungsmittel, die nur mit einem Mikrofasertuch durchgeführt wird. Beim Aufpressdruck sollte man es nicht übertreiben, weil so ein Bildschirm schnell kaputt geht. Bei ganz brutalen Verschmutzungen soll ein Tropfen Essig helfen – natürlich kein Rotweinessig sondern die durchsichtige Variante.

Die Innenreinigung

Durch die zur Kühlung erforderlichen Öffnungen strömt nicht nur Luft nach außen und innen sondern es kommt auch jede Menge Staub mit in den Rechner. Meist merkt und sieht man das nicht – es sei denn der Lüfter wird blockiert und das Notebook verwandelt sich fast in flüssige Lava.

Jedes Notebook ist anders gebaut und es zu öffnen erfordert nicht nur das richtige Werkzeug sondern auch viel Geduld und Überlegung. Am besten fahrt ihr, wenn ihr eine Reparaturanleitung für eure Gerät im Netz findet, bei der Schritt für Schritt erklärt wird, wie man wann welche Schraube, welches Scharnier und welches Plastikteil abbauen müsst. Mac-Besitzer werden zum Beispiel bei iFixit fündig. Mit dem Notebook Namen und “repair guide” wird man mit Google oft auch bei anderen Herstellern fündig.

Natürlich sollte die Anleitung auch den Weg zurück zeigen. Wer erfolglos sucht, sollte zumindest alle Schritte fotografisch dokumentieren, die schrauben in viele kleine Behältnisse sortiert nach diesen Schritten ablegen und natürlich schon etwas Erfahrung beim Öffnen von Hardware mitbringen.

Zunächst einmal muss man die Lüftungsschächte für das Notebook finden. Sie sind meistens an der Rückseite des Geräts – oder auch am Boden. Mit der Druckluftdose kann man bei ausgeschaltetem Gerät versuchen, Dreck herauszubladen. Doch das reicht meist nicht aus.

Wer sich traut das Notebook zu öffnen, kann auch Innen richtig saubermachen. Logisch, dass man während der Garantiezeit besser die Finger von diesem Gedanken lässt. Dennoch: Schwer ist das bei den meisten Geräten nicht. Oft müssen nur ein paar Schrauben gelöst werden, um eine Bodenplatte zu öffnen. Da kommt dann das Reparaturhandbuch ins Spiel, dass wir oben erwähnten.

Wir empfehlen einen leicht magnetisierten Schraubendreher – damit holt man die Schrauben sicher aus den Schächten und befördert sie beim Zusammenbau auch gefahrlos wieder hinein. Keine Sorge wegen der Festplatte – die geringe Magnetisierung eines Schraubendrehers schadet ihr nicht.

Mit dem erwähnten Druckluft kann man nun vorsichtig versuchen, Staub zu entfernen. Bitte nicht mit aller Gewalt in die Lüfterräder pusten – damit kann man sie kaputt machen. Mit Q-Tipps kommt man auch an etwas schwerer zugängliche Stellen – aber vorsicht: Hier kann man wirklich etwas kaputt machen. Also keine wilden Kräfte sinnlos walten lassen. Und ganz klar: Keine Reinigungsflüssigkeiten verwenden.

Reparaturen von defekten Bauteilen

Vor der Reparatur von Trackpads, Gehäuseteilen oder den Scharnieren raten wir aber ab, auch wenn man sich seinem Ziel schon sehr nahe sieht. WIr haben einmal versucht ein altes Thinkpad von IBM, dessen Tastatureinfassung zerbrochen war, mit dem passenden Ersatzteil wieder zu reparieren: Nun quietscht das Notebook, weil der Kunstststoff etwas verbogen ist. Für solche Arbeiten gibt es Fachwerkstätten, die meist für recht wenig Geld Reparaturen wie abgefallene Tasten, Trackpads oder eben Gehäusedefekte reparieren. Meist kann man über eBay die Ersatzteile auch besorgen und mitbringen. Das sollte man aber vorher abklären. [Whitson Gordon / Andreas Donath]

[Via Lifehacker]

Bilder: Iwan Gabovitch, Magic Madzik, Alan Levine (CC BY 2.0)

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6 Antworten auf Notebooks – Unsere Reinigungskur macht sie wieder hübsch

  1. MaxR 29 Sep 2012, 10:01

    ohje, was sind denn ecklige Beläge?

  2. Mapindo 29 Sep 2012, 10:04

    ……. naja das auf den Zähnen…. ;-)

  3. jesse 29 Sep 2012, 13:55

    wenn ihr ein defektes laptop habt kann ich die notebook lounge berlin empfehlen
    http://www.notebook-lounge-berlin.de die haben mein macbook pro mit flüssigkeitsschaden repariert! und das für 150 euro! einfach super!

  4. Hausverwaltung Essen 29 Sep 2012, 22:38

    Es ist unglaublich, was sich an Dreck auf Tastaruren bildet.
    Daher doller Beitrag!

    • egal 01 Okt 2012, 9:28

      LOL,

      lebst Du auf dem Ponyhof oder wie?

      Unglaublich, man kann es kaum fassen, Tastaturen werden tatsächlich dreckig, wenn man die benutzt ^^