Smartphones: Ladekabel und Netzteil bei Neukauf überflüssig?

Trotz umfangreicher Bemühungen scheinen wir nach wie vor weit entfernt von einer standardisierten Ladetechnik für Smartphones. O2 UK geht daher andere Wege und liefert demnächst ein HTC-Gerät ganz ohne Netzteil aus – eine sinnvolle Sparmaßnahme oder Raub am Kunden?

In Anbetracht der zum Entschluss führenden Statistiken, nach denen nahezu jeder im Vereinigten Königreich lebende Besitzer eines Smartphones bereits über ein kompatibles Ladegerät verfügt und daher etwa 100 Millionen Stück im Umlauf sind, kann man die Entscheidung zwar fast nur begrüßen, fragwürdig bleibt allerdings, warum das Kabel weiterhin Teil des Lieferumfangs bleibt.

Während die Aktion der Umwelt zweifelsfrei dienlich ist, stellt sich dennoch auch die Frage, ob ein Unternehmen bzw. eine Statistik festlegen soll und darf, ob wir nun ein weiteres Netzteil benötigen oder nicht – im Fall O2 halte ich es zumindest für möglich, dass der ein oder andere Käufer eine unangenehme Überraschung erlebt. Wie denkt ihr darüber? Könntet oder wolltet ihr auf ein Netzteil oder sogar das Kabel – eventuell in Kombination mit einer Vergünstigung – verzichten?
[Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[Pocket-lint]

 

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8 Antworten auf Smartphones: Ladekabel und Netzteil bei Neukauf überflüssig?

  1. Moguul 27 Sep 2012, 8:25

    Oh oh. Das erinnert mich an ein unboxing Video von einem Kindle Fire. Amazon verzichtet ja bei den Kindle Readern und Tablets auf Netzteile und legen nur ein Kabel (dafür extralang) bei. Der besagte Unboxer aber durchsuchte die gesamte Pappverpackung nach dem Netzteil – vergeblich, und schon gabs wieder nen Kritikpunkt mehr.
    Also Amazon hat’s vorgemacht… Und alle so yeah! Oder doch nicht?!

    • El Gordo 27 Sep 2012, 9:05

      Ich meine mich zu erinnern, dass beim iPod touch meines Sohnes auch kein Netzteil beilag. Und das war noch vor dem Kindle. Also Apple hat’s vorgemacht… Und alle so yeah!

  2. El Gordo 27 Sep 2012, 9:03

    Also ich habe mittlerweile ausreichend Netzteile und Kabel. Wenn der Verkaufspreis entsprechend günstiger ausfällt, verzichte ich gerne auf überflüssiges Zubehör. Auch auf ein gedrucktes Handbuch und (veraltete) Treiber-CDs kann ich bei vielen Produkten verzichten. Schön wäre es, wenn der Kunde entsprechende Varianten des Produkts aus einem Baukasten zusammenstellen könnte, so kann dann jeder genau das bekommen (und bezahlen), was er wirklich benötigt. Gut für die Umwelt ist es nebenbei auch und die Hersteller können sicherlich auch was dabei sparen. Ich finde diesen Weg richtig.

  3. Radel 27 Sep 2012, 9:59

    Ok ich bin anscheind noch etwas an der morgentlichen dummheit befallen. Wie versteht man das jetzt ? Ohne Netzteil soll heißen ich kaufe ein Galaxy S III und es liegt nur ein Kabel bei das auf USB endet ? Netzteil soll demnach das ding sein das in die Steckdose kommt ? Ich bin da halt noch vom altem schlag wo ich ein netzteil damit verbinde das ich ein riesen klotz zusätzlich am Kable habe ( z.b. am Laptop oder Drucker) wovon vonmal ein kabel zur steckdose geht. Oder mein Alteshändy hatte so ein ding und für die PC syncronisation brauchte ich nochmal ein extra kabel.

    Wenn dem so ist , geht der trend doch längst in diese Richtung. Komische studie ….

  4. ReeBo 27 Sep 2012, 10:47

    Also ich habe von alten Smartphones, Kameras und Co. Bestimmt 8 Mini-USB- und 3 Micro-USB-Netzteile zuhause. Zusätzlich habe ich noch min. 4 Netzteile mit USB-Buchse.
    Die Teile stapeln sich so sehr, dass ich bereits einige für Basteleien missbraucht habe.
    Und im Falle des Falles, dass mal gerade kein Netzteil da ist, bieten sich noch ca. 20 USB-Ports an ;-)

    Ich muss also beim besten Willen kein weiteres Netzteil zum Handy bekommen, solange dort wenigstens ein USB-Kabel beiliegt.
    Schöner wäre ehr ein 2. längeres USB-Kabel. z.B. fürs Auto.

  5. Richard 27 Sep 2012, 10:56

    Das ist dann wie beim Drucker, dass kein USB-Kabel beiliegt und zB bei Saturn für 9,99€ verkauft wird. Insgesamt unter dem Strich sinnvoll, aber nervig für denjenigen, der kein Ladegerät hat. Und noch eine Sache wurde nicht beachtet: Bei vielen Herstellern ist das Ladegerät auch mittlerweile ein Design-Element. Es wird sicher Kunden geben, die ein Original-HTC Ladegerät haben wollen und keins von Amazon oder Tchibo-Shop.

  6. Fu Man Shu 27 Sep 2012, 11:05

    Geht doch… ich brauch den Klumpen nicht. Hab das ding in zwei Jahren etwa 3 mal genutzt.

  7. marCH1LLL 27 Sep 2012, 11:38

    Wenn sich einer der standadisierten Ladetechnik entzieht ist es Apple. Jeder Hersteller verwendet Micro USB, außer Apple, obwohl es in Europa vorschrift ist, Apple nutzt einfach ein Schlupfloch aus und entzieht sich so der Vorschrift.
    Da erscheint es mir sehr komisch, dass O² angeprangert wird, weil sie keine Netzteil liefern.
    Beim Galaxy S3 ist auch kein Netzteil mehr dabei, dafür ein Adapter für das USB-Kabel um das Handy über das Stromnetz zu laden. Seit Jahren werden keine Netzteile bei MP3-Playern geliefert, warum?, weil sie (fast) ausschließlich über USB geladen werden und Smartphone heutzutage auch, einfach aus dem Grund weil es geht und komfortabel ist.