Hackerbrause – 8 Cocktails mit Club Mate

clubmate

Wenn es ein Hackergetränk gibt, dann dürfte das Club-Mate sein. Die dunkelgelbe Limo ist eigentlich schon seit den 50er Jahren unter diesem Namen bekannt - aber aus noch zu erläuternden Gründen ist das stark koffeinhaltige Getränk in Hackerkreisen sehr beliebt. Damit der Geschmack auf Dauer nicht langweilig wird, haben wir acht Cocktails zusammengestellt, bei denen die Brause eine wichtige Rolle spielt.

Club Mate hieß in den 20er Jahren allen Ernstes Sekt-Bronte und basierte schon damals auf Mate, einer Pflanze aus Südamerika, die auch zu Tee verarbeitet wird und wegen ihrer belebenden Wirkung sehr beliebt ist. Grund ist das in den Blättern enthaltene Koffein. Für den leicht herben Geschmack sind vor allem Gerbstoffe verantwortlich.

In den 50er Jahren wurde der Name Club Mate eingeführt – blieb aber regional in Franken verwurzelt. Erst seit 1994 ist das Getränk, dass nun von der Firma Loscher hergestellt wird, außerhalb seiner eigentlichen Heimat bekannt geworden. Ungefähr zu Beginn des neuen Jahrtausends wurden dann Club-Mate Flaschen in Hackerkreisen herumgereicht. Aber erst seit ungefähr 4 oder 5 Jahren ist die Hackerbrause im größeren Maßstab verbreitet und hat seinen Weg auch in Kioske und Supermärkte gefunden. Auch in der Clubszene ist “Club-Mate” (deren Name rein gar nichts mit “Clubs” zu tun hat) mittlerweile sehr beliebt. Wir haben es sogar schon in Krankenhäusern gesehen. Vielleicht versuchen sich übermüdetes Personal damit wachzuhalten.

Denn Club Mate ist recht koffeinhaltig. Pro 100 Milliliter sind 20 Milligramm des Wachmachers enthalten. Es gibt mit der Club-Mate Winter-Edition sogar eine Variante die ein wenig nach Gewürztee schmeckt, die 22 Milligramm Koffein enthält. SIe ist aber jeweils nur kurze Zeit im Jahr erhältlich.

Nun aber zu unseren Cocktail-Rezepte. Club Mate wird zwar vor allem pur getrunken, aber sie macht sich sehr gut auch in vielen Mixgetränken. Wer einen kühlen Kopf bewahren will, sollte unsere alkoholfreien Alternativen ausprobieren.

1. Tschunk

Dieser Drink hat es je nach Barmann oder Barfrau ziemlich in sich. Auf 4 cl (Centiliter = 40 Milliliter) Club-Mate kommen 2 cl weißer Rum, Crushed Ice, ein Löffel Rohrzucker und aufgeschnittene Limetten.

2. Turbomate

Ein deutlich verträglicherer Longdrink ist Turbomate – das auch unter dem Namen Power-Mate bekannt ist. Zu gleichen Teilen werden hier Sekt und Club Mate vermischt und mit Crushed Ice in einem Longdrink-Glas serviert. Speziell in der Bundeshauptstadt erhält man es auch unter dem Namen Kir Berlin.

3. Hacker Sunrise

4 cl Club Mate, 2 cl weißer Tequila, 2 cl Blue Curacao, 2 cl Limettensaft und ein Spritzer Bitterlikör wie Angostura werden im Shaker vermischt und in ein eiskaltes Glas gegossen.

4. Oase

Hier spielt Club Mate ein gefährliches Spiel mit Gin und Sekt. Man mixt dazu 2 cl Club Mate, 2 cl Gin und 3 cl Sekt und gießt das ganze mit etwas Sodawasser auf – mit etwas Eis ab in ein eisgekühltes Glas.

5. Matiroschka

Man nehme 4 cl Wodka, eine Limette, etwas braunen Zucker und fülle das Ganze mit Club Mate auf. Mit Crushed Ice in den Shaker und vermixen.

6. Mate Sunrise

Eine alkoholfreie Abwandlung des Hacker Sunrise, die man unbedingt probieren sollte, wenn man auf saftige Cocktails steht.

Dazu werden 2 cl Birnennektar, 1 EL brauner Zucker und Club Mate verrührt (bis das Glas voll ist) – nicht gemixt und in ein breites Glas mit einer Babybirne gegossen, die eisgekühlt sein sollte. Der Zucker sollte zuerst eingefüllt werden und dann die Club Mate. Sonst kann es passieren, dass die ganze Herrlichkeit aus dem Glas schäumt. Natürlich wäre es nett, den Gästen einen langen Löffel zu reichen, damit sie die Babybirne zerlegen können, wenn die ihre Kühlfunktion erledigt hat. Sieht aber auch lustig aus, wenn die Gäste versuchen auf alternativem Wege an die Birne zu kommen.

7. Sport-Mate

Ein etwas gewöhnungsbedürftiges aber gutes isotonisches Getränk entsteht, wenn man vorsichtig ein alkoholfreies Weizen und Club-Mate vermischt – am besten sind dazu beide eisgekühlt und werden zu gleichen Teilen in ein Weizenglas gefüllt. Vorsicht deshalb, weil das ganze sehr stark schäumen kann.

8. Hoch 10

Für die absolute Wachbleibe-Fraktion haben wird noch ein ganz spezielles Rezept. Koffeintabletten schmecken bekanntlicherweise ziemlich unangenehm, aber man kann sie (eine!) auflösen und mit etwas Zucker vermengen mit Club-Mate zu einem Drink vermischen, der euch sehr lange Zeit keine süßen Träume mehr bescheren wird. Wie immer gilt: Kinder, nicht nachmachen. Das ist nur etwas für koffeinerprobte, gesunde Erwachsene.

Das waren unsere Rezepte – und nun seid ihr dran. Was habt ihr schon mit Club Mate gemixt? Was geht super – und natürlich auch: Welche Experimente sind so richtig in die Hose gegangen? Schreibt es einfach in die Kommentare.

[Bild: acht&siebzig, CC BY 2.0]

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  1. Das Zeug schmeckt wie Aschenbecher und ist das ekeligste zeug was ich kenne. Pseydo-Hipp-getränk. Kenne nichts ekeligeres.

  2. Hab das noch nie getrunken (hab es auch eher für ne Modeerscheinung in den Regalen gehalten), aber woher jetzt ein Bezug zu Hackern kommt hätte mich schon sehr interessiert.
    Nur durch den Zusammenhang von viel Koffein und lange wach bleiben?

    1. günstig
      +nicht süß
      +viel Koffein
      =Hackerbrause

      konventionelle Energydrinks sind schlicht zu teuer und zu süß, als dass man sie in Massen konsumieren könnte

  3. 1125 Gramm Club Mate
    2 Limeten
    1 Packung Dr. Oetker Gelierzucker 3:1(!)

    Alles für 4 Minuten aufkochen, in Gläser verpacken und fertig ist die MateLade :-D

    Wer ClubMate für ein Modegetränk hält… in US&A kostet eine Flasche auch gerne mal 10 Dollar.

  4. bei uns in den Clubs im Angebot und auch sehr beliebt ist der “Club Club” man bekommt die Flasche Club-Mate, trinkt ein paar Schlucke ab dann wird mit Havana CLub aufgefüllt.

  5. Mate²

    Man nimmt eine Flasche Club Mate und füllt sie in den Wasserkocher oder Kochtopf. Das ganze bringt man auf 70-80 Grad und kocht damit dann einen Mate Tee nach traditioneller Art in der Bombilla. Schmeckt geil und macht extrem wach

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