Medizinethiker plädiert für genetische Manipulation von Embryos

Baby

Julian Savulescu, Direktor des Oxford Centre for Neuroethic, hat eine provokative These aufgestellt. Ihm zufolge sollte nämlich nicht die Natur sondern „rationales Design“ bei der Reproduktion entscheidend sein. Was nicht passt, wird passend gemacht oder eben ausgemezt. Oh, schöne neue Welt!

Durch genetische Selektion will der Forscher Designerbabys züchten, bei denen unerwünschte genetischen Eigenschaften, wie Anlagen zu Geisteskrankheit, Alkoholismus oder Gewaltbereitschaft, wegfallen. „Wenn durch PID und Selektion bei der künstlichen Befruchtung bereits Embryonen ausselektiert werden dürfen, die ein hohes Risiko für schwere Erbkrankheiten haben, dann sei das weitere genetische Design nur eine „natürliche” Folge“, argumentiert der Wissenschaftler.

Durch die qualitative „Aufwertung“ des Nachwuchses hofft Savulescu den Weg zu einer besseren Gesellschaft zu ebnen. Eltern hätten dem Wissenschaftler zufolge, die „moralische Verpflichtung“ befruchtete Eizellen mit unerwünschten genetischen Eigenschaften nicht in den Uterus einzusetzen bzw. Embryonen mit solchen Eigenschaften abzutreiben. “Wenn wir die Möglichkeit haben, in das Wesen unserer Kinder einzugreifen, anstatt sie der natürlichen Lotterie zu überlassen, dann sollten wir dies tun”, so Savulescu.

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