Fünf Möglichkeiten zur Verbesserung eures WLANs

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Manchmal will einfach ein WLAN nicht so, wie der Nutzer. Wechselnde Empfangsstärke, Abbrüche und andere Performanceeinbußen nerven auf Dauer doch sehr. Aber man muss nicht unbedingt einen neuen, besseren WLAN-AP/Router kaufen, um sein Signal zu verbessern. Wir haben fünf kostenlose Lösungen für euch, die ihr zuerst versuchen solltet.

Das Signal zentrieren

Wlan-Router arbeiten als omni-direktionale Sender und Empfänger. Das muss man sich ungefähr wie eine riesige Blase vorstellen, die die Antennen umgibt. Die perfekte Form dieses Sende- und Empfangsbereichs wird jedoch durch allerlei Hindernisse gestört. Wände, Böden, Möbel, Spiegel und Metallobjekte sorgen für alle möglichen Interferenzen und Signalabschwächungen. Wenn man zum Beispiel einen Router nahe an einer Außenwand positioniert, verliert man praktisch die Hälfte des möglichen Nutzungsbereichs – weil der dann nun einmal außerhalb des Hauses liegt. Das mag die Nachbarn freuen oder Sinn machen, wenn ihr im Garten online gehen wollt, aber sonst ist es kontraproduktiv. Der Router sollte möglichst zentral aufgestellt werden – sowohl in der Mitte des Hauses oder der Wohnung aber auch in einer entsprechenden Höhe.

Fokussieren mit Bier

Man kann die Leistung des Routers in aller Regel nicht erhöhen, aber man kann sie effizienter nutzen. Einige Metalle reflektieren WLAN-Signale und sorgen so dafür, dass die eigentlich omnidirektionale Ausbreitung verändert wird. Das lässt sich auch zu euren Gunsten nutzen, indem man das Signal dahin lenkt, wo ihr euch am meisten aufhaltet und online gehen wollt – also zum Beispiel zur Couch. Damit verliert man zwar Abstrahlbreite aber das Verfahren ist ja reversibel: Man braucht eine leere Bierdose – und schneidet sie so auf wie auf dem Bild zu sehen: Der Dosendeckel bleibt unten als Ständer stehen und die Metallfolie wird halbmondförmig aufgeklappt.

Bitte verwendet dazu schnittfeste Handschuhe und eine Blechschere oder ein anderes geeignetes Werkzeug.

Die Konstruktion wird nun umgedreht über die Antenne(n) des Routers gestülpt und mit Tesaband fixiert. Vorsicht mit den scharfen Kanten.

Kanalwechsel

Alle WLAN-Router arbeiten innerhalb des 802.11-Standards und übertragen auf einer Frequenz von rund 2,4 GHz – wobei neuere 802.11n-Modelle auch das 5 GHz-Band benutzen können. Das Problem dabei ist: In diesem Frequenzbereich arbeiten auch zahlreiche andere Geräte – unter anderem Bluetooth, Babyphones und vor allem auch die anderen WLANs in eurer Nachbarschaft. Oft kommt es dabei zu Interferenzen und damit zu einer reduzierten Bandbreite. Das 2,4 GHz-Band ist in 13 Kanäle unterteilt – was man sich so wie Radiosender vorstellen kann. Wenn nun alle _einen Kanal verwenden, dann wird es eng. Wenn es möglich ist, sollte man sich mit seinen Nachbarn koordinieren und jeder einen Kanal auswählen. Klar – das funktioniert aus den verschiedensten Gründen nicht immer, aber es kommt auf einen Versuch an.

Natürlich hilft es auch, auf den noch weniger genutzten 5GHz-Bereich auszuweichen, wenn eure Geräte das können.

Repeat, Repeat

Selbst wenn man einen sehr leistungsfähigen Router oder gar eine (nicht immer legale) leistungsverstärkende Antenne verwendet – manchmal schafft es ein Router nicht allein, das ganze Haus oder Grundstück abzudecken. Wer noch einen zweiten Router hat, kann versuchen, ihn als Repeater einzusetzen. Es gibt auch separate Repeater, doch letztlich tuen die nichts anderes. Schaut in der Bedienungsanleitung oder im Netz, wie man eurer Routermodell dazu konfigurieren muss.

Firmware-Update

Der vielleicht einfachste Weg, seine Router-Leistung zu verbessern liegt oftmals in einem Firmwareupdate. Manche Router ermöglichen es, sie über ihre Konfigurationsoberfläche direkt zu aktualisieren, bei anderen muss mit dem Webbrowser eine Datei von der Seite des Herstellers erst herunter- und dann in den Router über dessen Webinterface geladen werden. Näheres verrät euch die Bedienungsanleitung.
[Via Cnet - Wikihow - Microsoft - Lifehacker - PC Mag - Wikipedia]

[Andrew Tarantola / Andreas Donath]

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  1. Noch eine Möglichkeit wäre eine Custom-Firmware wie z.B. dd-wrt aufzuspielen (läuft bei mir zu Hause auf allen WLAN-Routern). Dort hat man viel mehr Einstellungsmöglichkeiten, u.a. auch eine, um die Sendeleistung zu erhöhen.

  2. Schaut ob ihr eine Englische Firmware bekommt. Diese sind meist international. Stellt dann die Region auf Canada. Bei meinem NETGEAR WPN824 hat es die Sendeleistung massiv erhöht, da in Kanada die Gesetze für Sendestärken anders sind als bei uns. Legal ist das natürlich nicht so ganz, aber das bleibt euch überlassen.

  3. also mist custom firmware die leistung hochzudrehen ist eine schöne sache, wie es mit der gesundheit aussieht ist fraglich. ich selbst habe dies schon auf vielen geräten gemacht, ist eine super tolle sache. hat aber einen hintergrund warum man standardmäßig die leistung nicht erhöhen kann ;-)

  4. Was viele vergessen: wenn ich am Router die Sendeleistung hochdrehe bringt das oftmals nix, weil ich selbiges meist am Laptop nicht machen kann. Der Laptop “hört” zwar den Router mit hoher Leistung – aber nicht umgekehrt.

    Wenn man verwinkelte Wohnungen mit Repeatern verstärkt, muss man, wenn man viele Überlappungsgebiete beider Access Points hat, die Sendeleistung des schlechter empfangbaren Geraets sogar zuruecksetzen.

  5. Ein Wlan Repeater hilft da ganz klar weiter. Hatte vor einigen Monaten auch das Problem mit schlechtem Empfang im obersten Stockwerk im Haus. Dann habe ich mir einen Wlan Repeater zulegt und jetzt empfange ich sogar in meinem Garten super Wlan. Hatte mir damals den hier gekauft http://www.wlanrepeater-test.com/avm-fritz-310/. Bin bis heute sehr zufrieden mit dem Kauf und funktioniert top. Auch für Frauen geeignet, da die Bedienung super einfach ist.

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