Anonym im Internet: Pisces setzt auf Facebook

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In Zukunft könnte Facebook das Grundgerüst für mehr Anonymität im Internet darstellen: arXiv will die durch Freundschaften angelegten Verbindungen nutzen, um eure Spuren im Internet zu verwischen.

Das Pisces getaufte System orientiert sich an gängigen Tools wie TOR, die Anfragen an das Internet über eine Anzahl zufällig gewählter Rechenknechte – einem sogenannten Circuit – leitet, um so die Quelle der Anfrage geheim zu halten. Das Problem solcher Tools liegt auf der Hand: Der Nutzer hat keinerlei Einfluss darauf, welche Computer sich im Circuit befinden respektive welchen Weg seine Daten tatsächlich nehmen – eine Schwachstelle, die sich leider allzu leicht ausnutzen lässt. Um die tatsächliche Identität eines Nutzers festzustellen kann es bereits ausreichen, eine möglichst hohe Anzahl eigener Rechner in den Circuit einzuschleusen.

Dieses Problem will arXiv mit Pisces umgehen, indem der erwähnte Circuit aus den innerhalb sozialer Netzwerke aufgebauten und daher als vertrauenswürdig einzustufenden Verbindungen generiert wird. Das mag zwar die Anonymität halbwegs sicherstellen, birgt aber auch Nachteile: Allen voran braucht es einen Facebook-Account mit Freunden. Vielen Freunden, die selbstverständlich einwilligen müssen. Wie es sich dann aber in Sachen Geschwindigkeit und Stabilität verhält, vermag nur ein Test zu zeigen. [Had Hodson / Johannes Geissler]

[NewScientist]

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  1. Ich verstehe nur nicht so ganz was es mit dem Bild auf sich hat und unter Berücksichtigung der – vorhersehbaren – aktuellen Entwicklung in der islamischen Welt halte ich es ehrlich gesagt auch nicht für angebracht…

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