Test zu Guild Wars 2: Angriff auf den MMO-Thron

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Betrachtet man die vergangenen Jahre, schien sich die MMO-Welt mit der Herrschaft von World of Warcraft abgefunden zu haben. Daran etwas ändern konnten weder Entwürfe aus Asien vom Schlag eines Aion, noch das mit einer starken Lizenz ausgestattete Star Wars: The Old Republic. Nach etlichen gescheiterten Versuchen wagt nun also Guild Wars 2 den Griff nach der Krone.

Der auf den ersten Blick auffälligste Unterschied ist das von NCsoft gewählte Bezahlmodell: Das Spiel kommt als Vollpreistitel in den Handel, verzichtet allerdings auf eine monatliche Gebühr. Umsatz soll vor allem der angeschlossene Itemshop bringen, der allerlei kaufbare Zusätze birgt. Bisher halten sich die kaufbaren Vorteile in Grenzen, meist geht es um diverse Buffs, die Spielern mit wenig Zeit das Leveln oder den Fortschritt beim Crafting erleichtern.

Ein ganz normales MMO…

Auf den ersten Blick bietet Guild Wars 2 beim Basteln des ersten Charakters gewohnte Fantasy-Hausmannskost. Zur Wahl stehen insgesamt fünf Rassen, die sich untereinander nicht immer wohl gesonnen sind. Einen offenen Konflikt wie zwischen Allianz und Horde in World of Warcraft gibt es aber nicht. Dafür sind die verschiedenen Züge der Völker gut ausgearbeitet. Wie eine Mischung aus Gnom und haarlosem Gremlin wirken beispielsweise die hochintelligenten Asura, während es bei den katzenähnlichen Charr deutlich handfester zugeht. Vor dem Sprung in die Spielwelt steht allerdings zunächst noch die Wahl der passenden Klasse an.

Acht Klassen stehen zur Auswahl, darunter die üblichen Verdächtigen wie Krieger, Elementarmagier, Dieb und Waldläufer. Was fehlt, sind feste Rollenzuteilungen. Praktisch unabhängig von der Wahl hat jeder Spieler diverse Fähigkeiten, mit denen sich Mitstreiter buffen oder heilen lassen. Auch verlangen die aktuellen Dungeons eher nach geschickten Ausweichmanövern und guter Kooperation, als nach einem gut ausgerüsteten Tank. Im Rahmen der Klassenwahl lässt sich das Aussehen des eigenen Charakters recht fein justieren, dazu wird aus verschiedenen Optionen eine eigene Hintergrundgeschichte generiert.

Nach der mit einer Mischung als 3D-Grafik und animierten Zeichnungen inszenierten Einführung in die Hintergrundgeschichte des eigenen Volks landet man nahtlos in einem instanzierten Startgebiet. Dort gibt es nach einigen Checkpoints einen ersten Kampf gegen einen recht stattlichen Endgegner zu gewinnen, der dank anderer Neuankömmlinge und starken NPC-Helfern natürlich kein Hindernis ist. Im Anschluss geht es in die Spielwelt. Diese ist in Zonen unterteilt, innerhalb derer man sich mit seinen Mitstreitern frei bewegen kann. Ladebildschirme lauern stets beim Zonenwechsel oder innerhalb der großen Hauptstädte. Reittiere gibt es keine, dafür befinden sich auf jeder Karte etliche Checkpoints, zu denen man sich gegen eine von der Entfernung abhängige Gebühr teleportieren kann.

…mit einigen neuen Ideen

Ein wesentlicher Faktor bei Guild Wars 2 ist die Erkundung der Spielwelt. Zunächst erscheint jede Zone auf der Karte wie mit einem groben Pinsel gemalt. Die Ansicht verbessert sich aber automatisch, sobald man in das jeweilige Gebiet vordringt. In jeder Zone haben besondere Orte eine eigene Markierung auf der Karte. Die Reise in alle Winkel lohnt sich auch für die so genannten Vistas. Dabei handelt es sich um spezielle Aussichtspunkte, die in der Regel nur über mehr oder weniger waghalsige Sprungeinlagen zu erreichen sind. Sobald die Karte komplett erkundet ist, gibt es eine Beutekiste und das passende Achievement.

Natürlich gibt es in jeder Zone auch verschiedene Aufgaben zu erledigen. NCsoft verzichtet hier auf die bekannten Questgeber. Auf der Karte sind dafür einige NPCs platziert, die Hilfe brauchen. Sobald man in deren Einzugsbereich kommt, erscheint ein kurzer Hinweis darüber, was in dem Gebiet zu erledigen ist. Die Aufgaben wechseln hier zwischen durchaus kreativ und Standardkost. Dafür gibt es kaum Konkurrenz zu anderen Spielern: Wer sich beim Töten eines Monsters beteiligt, kriegt den „Kill“ auch angerechnet. Sind alle Arbeiten erledigt, erlaubt der NPC Zugriff auf einen kleinen Shop, in dem es zum Level der Zone passende Ausrüstung zu kaufen gibt.

Seite 2: Karmapunkte, PVP und Crafting

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