Die kleine Öko-Sensation – AirPod fährt mit komprimierter Luft

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Die Daten klingen fast zu schön, um wahr zu sein: Mit einer Ladung komprimierter Luft, die gerade einmal einen Euro kosten soll, fährt das kleine Konzeptauto AirPod ganze 200 Kilometer. Der AirPod soll etwa 7.000 Euro kosten und aus dem Auspuff kommt -na, wer errät’s? – nichts als Luft.

Alternative Antriebskonzepte werden händeringend gesucht. In Industriestaaten wie Deutschland steigt der Benzinpreis scheinbar unaufhörlich in astronomische Sphären während in Ballungsgebieten von Schwellenländern die von Abgasen gespeiste Smogglocke oft zum Schneiden dick ist. Der AirPod will den Teufelskreis durchbrechen, denn er benötigt zum Fahren lediglich komprimierte Luft. Der 175 Liter umfassende Tank für die komprimierte Luft soll während der Fahrt mit einem Elektromotor gefüllt werden können. Alternativ geht auch eine externe Pumpe, die dafür 2 Minuten braucht. In dem Wagen finden drei Erwachsene und ein kleines Kind Platz. Statt Lenker wird ganz Geek-like mit einem Joystick gesteuert. Das „Luftauto“ soll immerhin auf 70 bis 80 KM/H beschleunigen können.

Der Luftdruckmotor wurde bereits in den Neunzigern von dem luxemburgischen Unternehmen MDI entwickelt, die jetzt zusammen mit der indischen Firma Tata Motors auch den 220 Kilogramm leichten AirPod bauen wollen. Noch existieren jedoch nur Prototypen des AirPod. Allerdings sei geplant den Wagen schon bald für etwa 7.000 Euro auf den Markt zu bringen. Bleibt allerdings zu befürchten, dass bei steigender Beliebtheit des AirPods Apple kommt und die Namensgeber des kleinen Gefährt auf Copyright-Verletzungen verklagt.

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[mehr Informationen: MDI.lu]

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  1. Richtig und die Energiebilanz von dem Teil ist im vergleich zum Elektroauto richtig mies, weil so nen Kompressor leider auch Strom frisst. also lieber gleich den Strom an den Elektromotor im Auto verfüttern.

    1. Ja, die Energiebilanz im Vergleich zum Elektroauto schon, aber wie sieht es mit der weit aus wichtigeren Ökobilanz aus? Da dürfte es für ein “Luft-Auto” ein Leichtes sein, die umweltverpestenden Elektroautos zu schlagen..

      1. Fabian, nochmal zurück auf Start!
        Wenn du mit Strom erst mal einen Kompressor antreibst, damit dieser dann die Luft komprimiert, geht dein Wirkungsgrad in die Knie – alleine schon, weil du einen guten Teil der Energie in bei der Kompression entstehende Wärme pulverst. Wieso du die Begriffe der Energie- und Ökobilanz hier trennst, ist nicht nachvollziehbar und sinnlos. Umweltverpester sind dann aufgrund des schlechtere Wirkungsgrades eher die “AirPods”, soweit sich dahinter mehr als eine Geschichte verbirgt.

      2. Hallo Johannes,
        Ja, wenn man mit einem Kompressor Luft komprimiert geht eine Menge Energie verloren, deshalb stimme ich “a” dort auch zu, der sagt, die Energiebilanz von Luft-Autos sei im Vergleich zu Elektroautos “richtig mies”. Du sagt im Grunde nichts anderes, also verstehe ich nicht, wo dein Problem liegt. Das Trennen der Begriffe ist nicht sinnlos. Energie- und Ökobilanz sind nämlich einfach nicht das Gleiche, hier muss differenziert werden. Mal ehrlich, “Umweltverpester sind dann aufgrund des schlechteren Wirkungsgrades eher die “AirPods””, wie peinlich ist diese Argumentation? Natürlich, wenn man Energie- und Ökobilanz gleichsetzt, kann man durchaus auf einen solchen Rückschluss kommen, aber der ist einfach falsch. Das fängt schon damit an, dass ein Elektroauto einen riesen Akku benötigt. Dieser Akku besteht aus speziellen Metallen, welche dann irgendwo auf der Welt abgebaut und mit riesigen Frachtschiffen nach China gebracht werden. Dort werden die Akkus dann – bestimmt eher weniger umweltfreundlich – hergestellt und wieder mit einem riesigen Frachtschiff nach Europa oder sonst wo hin Transportiert. Außerdem enthält der Akku Säure die bei Unfällen austreten kann, das tut der Umwelt bestimmt auch weniger gut. Oh, ganz vergessen, der Akku ist nach 5 Jahren Müll und man muss ihn ersetzen, das ganze Spiel geht von vorne los. Außerdem benötigen Elektroautos wie der Name schon sagt Strom, welcher derzeit zum großen Teil aus Öl und Kohle gewonnen wird (wobei das, zugegebenermaßen, kein wirkliches Argument ist, da der Kompressor des AirPod ja auch Strom benötigt). Du siehst also, dass es naiv ist, die Umweltverträglichkeit nur vom Wirkungsgrad abhängig zu machen. LG

  2. “dass bei steigender Beliebtheit”

    Wenn das Ding mal steigende Beliebtheit in unserer Welt erfährt bring ich mich sofort um.

    So lange weiter Benzin fahren bis man anständige Autos mit Elektromotor Marktreif hat. Lieber erst in 5 Jahren Elektro fahren als mit so nem Ü-Ei.

    Aber die Crashwerte von dem Teil würd ich gerne mal sehen :D :D :D Mein Kind würde da nie drin mitfahren.

    1. Die werden garnicht mal so schlecht sein, wenn das Ding nur 220kg auf die Waage bringt. Da hat man als Konstruktör doch vollkommen andere Möglichkeiten. Fas Teil wird weit sicherer sein als ein Motorrad. Und das Rad fahren bringst du deinem Kind doch sicher auch bei. Also bitte, genau solche Vorurteile sind es die den Fortschritt ständig und in alle Richtungen aufhalten. Nein, da muss man erst nach Indien gehen um Investoren zu finden. Na wenigstens setzen Die sich mit Unseren Problemen auseinander.

      Es ist zwar nichts wirklich neues, aber vielleicht gelingt ja dieser Anlauf. Ich würd’s ihnen gönnen.

      1. Achso stimmt es fahren auf einen Schlag ja nur noch diese Bällchen durch die Gegend und es wird niemals passieren das ein anderes schwereres Fahrzeug in einen reinkracht. LKW´s schaffen wir auch sofort ab.

        Bei einem Motorrad fliegt man evtl. noch über das Hinternis drüber und überlebt. Bei diesem Teil hier aber wird man eingequetscht weil sich das Ding zusammenschieben wird wie nen Pappkarton.

        Nein das ist keine Vermutung bei 220kg schlicht Fakt

    1. Und welchen Teil von “…wurde bereits in den Neunzigern von dem luxemburgischen Unternehmen MDI entwickelt,…hast du nicht verstanden?

  3. Schöner artikel, ich frag mich nur wie das bei der fahrt geladen werden soll, dann wäre doch wieder ein akku oder ein benzinmotor notwendig. Oder geht es dabei nur um die Bremsenergierückgewinnung?

  4. Ein geniales Konzept.
    Meiner Ansicht nach viel Erfolgversprechender als diese teuren Elektroautos mit den teuren Akkus und so.
    Interessant wäre ja mal wieviel Druck auf der Flasche sein muss, damit das ganze Funktioniert.

    Mal kein Geld für eine Tankfüllung? Dann nimm die Fußpumpe ;-)

  5. Ich verstehe nicht, warum das Prinzip Druckluftmotor immer wieder so hochgekocht wird.
    Der Druckluftmotor hat seine Daseinsberechtigung in Bereichen, wo es auf Explosionsschutz ankommt, aber doch nicht im normalen Straßenfahrzeug.

    Die Kompression von Luft ist mit enormen Verlusten verbunden (man Thermodynamik). Mittels Elektromotor Luft in einem fahrenden Fahrzeug zu komprimieren ist Energieverschwendung, egal ob in Arabien oder am Südpol.

    Davon abgesehen bezweifle ich, daß sich ein 175 Liter Tank innerhalb 2 min füllen läßt.
    Eine Taucherflasche hat weniger Inhalt und braucht länger zum Befüllen.

  6. Die Stromerzeugung für den Kompressor lassen wir bitte komplett außen vor und betrachten nur die Luft in den Innenstädten Die Kraftwerke stehen ja auf der grünen Wiese.
    Ganz viel früher war die Luft feinstaubfrei, hat aber von den ganzen Pferdekötteln ziemlich gerochen.

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