FinSpy: Smartphone-Trojaner für iOS, Blackberry und Windows Mobile

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Eigentlich will man ja meinen, das iPhone wäre, zumindest im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus dem Hause Google, ein relativ sicheres Smartphone - weit gefehlt. Zwar gab es hier und da schon vereinzelte Meldungen über potenzielle Infektionen, nie aber waren die Auswirkungen derer mit denen des FinSpy-Trojaners vergleichbar.

Der Trojaner, der auch ohne Jailbreak unbemerkt seinen Dienst verrichtet, stammt aus dem Hause Gamma Group und wurde ursprünglich für Desktop-Computer konzipiert, in der Vergangenheit dann aber still und heimlich auf mobile Geräte portiert. Das fiese Stück Software fährt dabei alles auf, was man von bisherigen Smartphone-Trojanern so gewohnt ist: Das Mikrofon kann aus der Ferne aktiviert werden, E-Mails, SMS und Anrufe aufzeichnen und die aktuelle Position des Smartphones übermitteln.

Infiziert wird das angepeilte System ebenfalls auf gewohntem und erschreckend einfachem Weg: Der Besuch einer Website gepaart mit einem Download, dessen tatsächlicher Inhalt verschleiert wird, reicht aus um Zugriff auf das Gerät zu erhalten. Grund zur Sorge? Das muss jeder selbst wissen. Auf der einen Seite steht die Tatsache, dass die Software ausschließlich für Strafverfolgungsbehörden entwickelt wurde, man kann also glauben, dem Trojaner kaum in freier Wildbahn zu begegnen. Auf der anderen Seite ist es aber schon beunruhigend zu wissen, dass die Möglichkeit besteht, den Rest des Weges in die falschen Hände übernimmt leider nicht selten das Internet.

Microsoft lässt zwar verlauten, dass aktuellste Version von Windows Phone den Trojaner außer Kraft setzt, schweigt aber über die Anfälligkeit der Vorgängerversionen – ganz wie Apple und RIM.

 

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