Androids Pattern Lock lässt sich auf einfachste Weise umgehen

Androids eigene Sperrmethode birgt ungeahnte Risiken: Mit Hilfe des USB-Debug Modus und der Android Debug Bridge lässt sich der Mechanismus auf einfachstem Wege aushebeln.

Offenbar scheinen Entwickler es nicht gerade ernst zu nehmen, wenn es um die Sperrung des eigenen Smartphones vor Zugriffen von Fremden geht. Apples iOS hat dahingehend in der Vergangenheit bereits mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt, doch auch der kleine Grüne birgt Schattenseiten hinter seinem unschuldigem Blick. Abgesehen davon, dass es ausreicht, den Bildschirm mit schmierigen Fingern zu entsperren um potenziellen Eindringlingen fast schon eine Anleitung auf dem Gerät zu hinterlassen wird diese nämlich noch nicht mal benötigt.

Ein Mitglied der XDA-Developers hat gleich zwei erstaunlich einfache Wege aufgetan, das Hindernis des Sperrbildschirms hinter sich zu lassen. Die erste Methode basiert auf einer Manipulation der Datenbank, durch die dem System mitgeteilt wird, die automatische Sperrung zu unterlassen, Methode zwei macht es dem Angreifer noch leichter und löscht kurzerhand den gespeicherten Schlüssel, was das System für frei gewählte Eingaben empfänglich macht. Die Lösung des Problems ist aber mindestens genauso einfach: Es reicht aus, USB-Debugging unter “Einstellungen” -> “Sicherheit” zu deaktivieren.

 

[Redmond Pie]

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8 Antworten auf Androids Pattern Lock lässt sich auf einfachste Weise umgehen

  1. Behemoth 17 Aug 2012, 14:48

    Um ins Einstellungsmenü zu kommen, muss man aber erstmal den Lockscreen aufbekommen ^^

  2. ... 17 Aug 2012, 15:30

    fremdschäm für den ersten kommentar

    Wer lesen kann ist im vorteil…

  3. DerKäpt'n 17 Aug 2012, 16:38

    Beim iPad hab ich das nie verstanden wie das gehn soll.
    Display ist sauber, dann entsperrem und Code eingeben.
    Jetzt hat man die Abdrücke die man nur noch nachzeichnen muss, so ist das iPad entsperrt.
    aber im Normalfall benutzt man das iPad doch nach dem entsperrem und je nach dem sind dann zig tausend Abdrücke drauf, woher soll man jetzt wissen welche vom Code herkommen?

  4. Deichi 17 Aug 2012, 17:17

    Ja sieh mal an. Das ist ja erstaunlich, dass ein Debugmodus tatsächlich Zugriff auf das Gerät zulässt! Womöglich erzählt mir noch einer, damit könne man sogar debuggen!

    Scherz beiseite, aber wo ist hier die Sensation?
    Das ist ja genau wie bei dem “Einbruch” in Steve Jobs Haus… Das hatte auch eine total unsichere Tür… Der Schlüssel war wohl in der unverschlossenen Garage…

    • Johannes Geissler 17 Aug 2012, 17:41

      Wer hat denn von einer Sensation geredet? Ich bin mir sicher es gibt genug Android-Benutzer, bei denen der Debug-Modus unwissentlich aktiv ist und die sich über eine Aufklärung über die Risiken dessen freuen.

  5. Fufu 18 Aug 2012, 11:03

    Tja, wenn der Debug-Modus unwissentlich aktiviert ist, dann haben die Hersteller und die Programmierer meines erachtens eindeutig was falsch gemacht. Welcher normale Nutzer, der sein Android-Phone fürs Surfen, telefonieren und SMS schreiben nutzt, weiß was man mit diesem Modus anfangen soll? Wenn ich 10 Leute aus meinem Bekanntenkreis fragen würde, die hätten keine Antwort und wüssten gar nicht was ich von denen wollte! Also sind bei Android die Hintertüren ins System doch geöffnet für jedermann, der sich mit der Materie auskennt. Das wiederum bestätgt mir, dass Android mehr was für Bastler und Friemler ist, die lieber mehrere Umwege gehen um ihr System zu nutzen

    • Schussel 20 Aug 2012, 8:40

      Das stimmt nur bedingt. Wenn deine Bekannten nicht wissen, was der Debugmodus ist, ist er in der Regel auch aus, von selber schaltet er sich nicht ein. Aber unter anderem braucht man ihn für bestimmte Basteleien (Rooten etc.) und das machen (auf allen Systemen) nicht ausschliesslich “Freaks”, die sollten nun ab sofort noch mehr darauf achten, den Modus wieder umzustellen.

  6. Makos 19 Aug 2012, 6:37

    Was will man mit den Daten, ein geklautes Handy wird normalerweise sauber geflasht und alle Probleme sind passé. Nein, ich habe keins und würde mir auch nie eins besorgen, aber wer sich mit Android auskennt der sollte da keine Probleme haben