So beseitigt man die nervigen Probleme von Mountain Lion

Apples neues Betriebssystem Mountain Lion ist genauso wenig perfekt wie jedes andere. Es hat Fehler. Insgesamt gesehen ist es zwar eine solide Plattform, aber einige kleine Probleme gibt es und die können mit Drittanwendungen beseitigt werden.

Wir haben eine Reihe von Programmen zusammen gestellt, mit denen man die auffälligsten Probleme von Mac OS X Mountain Lion (Mac OS X 10.8) beheben kann.

Benachrichtigungsprobleme beseitigen

Die Benachrichtigungsfunktionen von Mountain Lion gefällt uns zwar sehr, aber bei ein etwas erfahrener Macanwender ist, der verwendete bislang Growl. Das Problem? Die beiden arbeiten nicht besonders gut zusammen. Growl zeigt seine Fenster ausgerechnet an der gleichen Stelle an wie Mountain Lion. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Growl abschaffen, seine Fenster woanders anzeigen lassen, oder die Anwendung Hiss verwenden. Hiss schnappt sich alle Growl-Benachrichtigungen und verwandelt sie in Mountain-Lion-Benachrichtigungen.

Eine bessere GateKeeper-Lösung

Mit GateKeeper versucht Apple zu verhindern, dass der Anwender fehlerhafte oder schädliche Applikation installiert. Selbst in den mittleren Einstellungen schlägt das Programm manchmal über die Stränge. Nicht einmal Steam lässt es dann einfach so zu. Als Alternative bietet sich an, GateKeeper abzuschalten und stattdessen Little Snitch (30 Euro) zu installieren. Das Programm verhindert zwar nicht die Installation schädlicher Software, aber es überwacht den gesamten ein- und ausgehenden Netzwerkverkehr der Anwendungen fragt bei Bedarf erst einmal nach bevor es die Verbindung hergestellt. Am Anfang ist das etwas nervig. Nach einiger Übung kommen aber kaum noch unnötige Nachfragen.

AirPlay Mirroring ohne aktuelle Hardware

Wer einen Mac besitzt, der vor 2012 gebaut wurde, der braucht jetzt gar nicht weiterzulesen, denn diese Rechner beherrschen AirPlay Mirroring. Das entscheidende Ausstattungsmerkmal sind Intels Sandy Bridge Prozessoren. Es gibt jedoch auch hier eine Zusatzsoftware, mit der man dieses Manko beheben kann. Airparrot kostet zwar Geld (10 US-Dollar), aber damit kann man ebenfalls 1080p Mirroring betreiben, selbst wenn man keinen aktuellen Mac besitzt.

Weg mit der Cowboylederhaut

Die optischen Überarbeitungen des Kalenders und des Adressbuchs dürften viele Anwender stören. MacNix bietet eine Lösung an, mit der man die hässlichen Leder-Imitat-Oberflächen ein für allemal entfernen kann. Dazu muss man einfach zwei DMG-Dateien herunterladen und ausführen. Danach sehen Kalender und Adressbuch mit poliertem Alu-Look wieder nach Mac aus.

Gesten bis ins kleinste Detail anpassen

Apples Lösungen zur Anpassung der Gesten waren noch nie besonders gut. Mit dem BetterTouchTool lässt sich das ändern. Damit kann man praktisch jeder Funktion eine Geste zuordnen. Mission Control mit einer Kneifgeste starten? Kein Problem. Den Schreibtisch mit einem Zwei-Finger-Wisch einblenden? Unproblematisch. Allerdings kann man es mit den Anpassungen auch übertreiben.

Nachrichten-Suche optimieren

Die neue Nachrichten-App ist ein relativ guter Desktop-Chat-Client. Das Problem ist die Suche im Chat-Log. Wenn das Log sehr groß ist, friert die App beim Suchen förmlich ein. Wer das ändern will, hat zwei Möglichkeiten: Entweder man verwendet Loghorrea um die iChat/Nachrichten-Logs zu durchsuchen oder steigt auf Adium um. Diese App hatte schon immer die beste Suche aller Chat-Clients auf dem Mac.

Der bessere Browser

Trotz aller Fortschritte und Verbesserungen, die Safari 6.0 aufweist, ist das nicht der beste Browser für MacOS X. Wer es noch nicht gemacht hat, sollte einmal Google Chrome versuchen. Die allermeisten Safarifunktionen kann man zudem mit Chrome-Erweiterungen nachrüsten. Bookmarks und Tabs, die in der Cloud gespeichert werden, gibt es auch bei Chrome. Dank der Flash-Integration in Chrome kann man sich die systemweite Flashinstallation sparen, was Leistungsproblemen vorbeugt und oftmals eine längere Akkulaufzeit ermöglicht.

Weitere Tricks und Kniffe

Die App Lion Tweaks wird es bald auch in Form von Mountain Tweaks für Apples neues Betriebssystem geben. Damit lassen sich einige kleine, aber nervige Eigenheiten abschalten, die sonst nur mit heftigen Kommandozeilenoperationen zu beseitigen wären. Das wäre zum Beispiel das Scrolling in die “verkehrte” Richtung oder die abgeschaltete Buchstabenwiederholung. Die Version für Mountain Lion ist noch nicht draußen, soll aber bald erscheinen.

Wenn Ihr noch weitere Probleme und ihre Lösungen habt – schreibt sie in die Kommentare.

[Kyle Wagner / Andreas Donath]

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22 Antworten auf So beseitigt man die nervigen Probleme von Mountain Lion

  1. Basti
    29.Jul. 2012 09:31

    Einer der Hauptgründe für mich, auf Apple-Produkte zurückzugreifen, ist es, das perfekte Zusammenspiel aller Geräte zu nutzen. Ein Beispiel sind die ständig synchronisierten Lesezeichen. Ohne jemals einer Einstellung angepasst zu haben, funktioniert dies mit MacBook, iPad und iPhone problemlos. Deswegen würde ich nicht im Traum daran denken, den schön dezenten und durchdachten Browser Safari durch ein anderes Produkt zu ersetzen – von einmaligen Funktionen wie dem Reader, der Leseleiste und dem extrem flüssigen Zoomen / Scrollen mal ganz abgesehen.
    Text verfasst per dictation ;)

    • Colin
      29.Jul. 2012 16:33

      Mit Chrome funktioniert das synchronisieren der Lesezeichen und der Chronik aber auch problemlos, wenn man sich einmalig auf allen Geräten mit dem gleichen Google-Konto anmeldet. Wenn Du meinst, dass Chrome nicht dezent und durchdacht ist, hast Du ihn anscheinend noch nie benutzt.

      • Greg
        23.Jan. 2013 15:07

        Sicher und alle Inhalte und Infos direkt an die google fressmaschienerie liefern…. ist klar.

  2. Dolph
    29.Jul. 2012 10:18

    “Mit GateKeeper versucht Apple zu verhindern, dass der Anwender keine fehlerhaften oder schädlichen Applikation installiert.”

    Ja, genau so wird es wohl sein…

  3. Norman
    29.Jul. 2012 18:57

    Safari! Und nichts anderes! Schon gar nichts von Google. Das neue Safari geht wie Schmidts Katze, sieht geil aus, ist voll implementiert und es gibt tonnenweise Extensions.

    • Basti
      29.Jul. 2012 22:58

      Ganz genau so ist mein Hinweis zu verstehen. Google kann das bestimmt auch ganz toll, aber wenn ich mich erst überall anmelden und und Einstellungen hinfummeln muss, dann vergeude ich schon Zeit und Nerven, welche nicht mehr produktiv genutzt werden kann.

      • wireman
        30.Jul. 2012 14:30

        Ja email Adresse und Passwort eingeben kostet wirklich Zeit und nerven. Oh man.

  4. DravenCA
    29.Jul. 2012 23:13

    Eigentlich bin ich auch seit jeher ein Fan und zufriedener Benutzer von Safari. Und ja Safari 6 ist echt richtig gut schnell geworden. Aber das Apple einfach mal so das von mir häufig genutzte Aktivitätenfenster rausgeworfen hat finde ich echt scheiße. Das erste Mal seit ich einen Mac habe musste ich mir jetzt einen anderen Browser installieren. Sollte Apple es in einem Update nicht wieder zurückbringen nutze ich Safari bestimmt nicht mehr! :(

    • toby
      30.Jul. 2012 05:06

      Feature wurde nicht rausgeworfen findet sich nur an anderer Stelle:
      Erst in Einstellungen die Option “Menü “Entwickler in der Menüleiste anzeigen” aktivieren. Dann entweder darüber oder über alt+cmd+A die Seitenressourcen einblenden.

    • Carsten Clausen
      30.Jul. 2012 09:28

      selber schuld

  5. Timo
    29.Jul. 2012 23:53

    Ich bin wegen dem extrem flüssigen Scrollen aktuell von Chrome auf Safari umgestiegen.

  6. Ivan Stojcevic
    30.Jul. 2012 11:13

    Hab ein Early 2011 13″ MacBook Pro (Also schon Sandy Bridge Architektur), doch leider hat AirPlay Mirroring nach der Installation von Mountain Lion nur ca. 1 Tag funktioniert. Jetzt sehe ich zwar noch das Airplay Symbol in der Menüleiste, kann aber keines meiner beiden AppleTVs mehr auswählen. Aus iTunes wie gehabt überhaupt kein Problem. Hab Gottseidank noch AirParrot drauf. Schon komisch.

    • Ivan Stojcevic
      30.Jul. 2012 11:25

      Lösung für AirPlay Mirroring Probleme mit Mountain Lion:
      Alle 3 beteiligten Geräte, also AppleTV, Router und Mac neu starten.
      Danach sollte AppleTV im AirPlay Symbol wieder auswählbar sein.
      Details woran es liegt liefere ich nach sobald bekannt.

  7. Ivan Stojcevic
    30.Jul. 2012 11:14

    Eine Frage hätte ich noch: Wo bekomme ich ein nach 2012 hergestellten Mac?

  8. Jack
    30.Jul. 2012 11:21

    Moin,
    ich versuche schon seit 4 Tagen, über den Appstore, mountain Lion überhaupt ersteinmal zu laden. Die Vorraussetzungen stimmen alle. Es wird immer nur “Warten” angezeigt, wenn ich auf Laden gehe. Die Rechnung von 15.99 Euro wurde mir schon vom Konto abgezogen . Wie lange und wie oft soll ich dieses Spiel weitermachen?

  9. wireman
    30.Jul. 2012 14:34

    “Apples neues Betriebssystem Mountain Lion ist genauso wenig perfekt wie jedes andere”

    Ich finde das ist wirklich mal ein guter Satz. Ob nun Apple, Android, Micosoft oder Linux jedes Betriebssystem hat Vor- und Nachteile bzw Bugs.

  10. JN
    30.Jul. 2012 16:44

    “Apples neues Betriebssystem Mountain Lion ist genauso wenig perfekt wie jedes andere. Es hat Fehler. Insgesamt gesehen ist es zwar eine solide Plattform, aber einige kleine Probleme gibt es und die können mit Drittanwendungen beseitigt werden.”

    Lies: “Wir als Applefanboys kommen nicht umhin, zuzugeben, dass auch unser Gott nicht perfekt ist, verkaufen dies aber jetzt als normale kleine Fehler, statt darauf rumzureiten, wie wir es sonst immer tun.

  11. iFool
    23.Aug. 2012 13:38

    Ich bin eigentlich zufrieden, allerdings funktionieren die Gesten während der Benutzung plötzlich nicht mehr. Diese kann ich nur durch einen Neustart wieder aktivieren. Hat da jemand eventl. einen Tipp?

  12. store isbjoern
    28.Sep. 2012 00:43

    Hat einer ne Idee wie man den supernervigen neuen Ladestatus in der URL Zeile killen kann?! Ich krieg da echt Pickel von. Sonst alles super. Ach ja – ich kenne mich im Terminal und im Umschreiben von plist-Geschichten 0 aus, leider.

    Danke!

  13. macqkcer
    24.Okt. 2012 14:52

    Dass keine Rede von Firefox ist, erstaunt. Auch dort wird eine perfekte Sync-Funktion implementiert. Dass Menschen Google immer noch ihre Daten anvertrauen, ist der geileste evolutionistische Fehlschuss – ein Lacher. Allerdings wirds wohl noch viel turbulenter mit Apple: Die Anmassung, die Compis so zu bauen, dass sie nach 2-3 Jahren kein neues Betriebssystem laden können (hahaha…), macht den Apfel zum Unkraut in der sog. freien Welt des Austausches. Dachten die Microsiff-Idioten auch, nun sind sie dann bald weg oder haben eine Glatze. Aber das perfekte Betriebssystem müsste man sich selber schreiben, dazu fehlt mir aber die Zeit.

  14. Privacy
    8.Mrz. 2013 22:46

    Wer Chrome empfiehlt, hat von Privatsphäre und Datensicherheit absolut nichts begriffen.

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