Höhenflug: Instagram durchbricht die 80 Millionen Schallmauer

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Das oft als Hipster-App beschimpfte Instagram scheint kaum zu stoppen. Seit Facebook die Foto-App mit den Retro-Filtern im Mai kaufte, legte Instagram nochmal kräftig zu. Statt der 50 Millionen User bei der Übernahme nutzen nun 80 Millionen Menschen Instagram.

Diese Erfolgsmeldung lässt die Zweifler wohl erst einmal verstummen. Schließlich dachten nicht wenige, dass die Kommerzialisierung der einst so elitären Foto-App Instagram die Nutzer der ersten Stunde vertreiben würde. Vielleicht hat sie das auch. Aber selbst wenn, sind seither so viele neue dazu gekommen, dass dies kaum auffällt.

Facebook selbst trägt viel zum anhaltenden Höhenflug von Instagram bei. Zwar wurde die Foto-App in Facebook integriert, aber, was entscheidend ist, sie wurde nicht assimiliert – Instagram besitzt nach wie vor ein von Facebook unabhängiges soziales Netzwerk.

Mich persönlich nerven die durch Instagram so bekannt gewordenen Retro-Filter enorm. Ein langweiliges Bild wird meiner Meinung nach auch dann nicht interessanter, wenn es aussieht als hätte es mein Vater in den siebziger Jahren geschossen und dreimal versehentlich mitgewaschen. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass eben jene Retro-Optik nur eine kurze Erscheinung unserer Zeit ist. Heutige Instagram-Fans könnten über ihre photo-visuellen Ergüsse in zehn Jahren sagen: „Argh, schau mal diesen hässlichen Filter an! Sowas fanden wir Anfang der Zehnerjahre tatsächlich cool.“

Wie steht´s bei euch? Nutzt ihr Instagram?

[via thenextweb.com]

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  1. hab das mal runtergeladen und gleich wieder gelöscht, ich finde es ist für leute, die glauben dass facebook zu mainstream ist und anstatt einer langweiliger statusmeldung posten sie das bild. von all meinen 350 kontakten posten 2-3 regelmäßig instragram und ich könnte ihnen jedes mal eine reinhauen weil die bilder so grottenscheiße sind und niemanden interessieren. meistens wird essen oder der aufenthaltsort fotografiert…

  2. Fakt ist, dass Fotos auch ohne die Filter hochgeladen werden können. Und ob etwas Mode ist, das weiß man immer erst später. Mir gefällt aber auch die Möglichkeit Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Mit einigen bin ich nun auch schon bei Facebook und Twitter befreundet. Und ohne ein Grundinteresse an Fotografie ist das eh uninteressant. Unästhetische Partybilder gibts zur Genüge woanders.

  3. Und wieviele von den 80 Millionen nutzen Instagram auch wirklich? 1 Millionen? Und Warum? Weils kostenlos ist. Würden die Geld damit verdienen wollen, würde es keiner nutzen… Für mich die Blase der 10er Jahre: Hype um kostenlose Wayne-Dienste im Internet. Und Retro-Filter sind einfach nur gruselig. Passt aber perfekt zu den Facbookschen Selbstdarstellungsneurotiker frei nach dem Motto “hey ich bin so hip und hab so dermaßen Style, ich verpass meinen schlechten Bildern einen Retro Filter”.

    1. Da geb ich dir Recht. Wie lange wird es wohl diesmal dauern, bis ein Kind merkt, dass der Kaiser schon wieder keine Klamotten anhat? Wieviel hat Instagram nochmal so gekostet?
      btw. “Wayne-Dienste” ist ein wirklich schönes Wort :-)

  4. Diese Nutzerzahlen sind für den A****. Nur weil ich es jetzt einmal installiert und für schlecht befunden habe, bin ich noch lange kein Nutzer. Als ich es installiert hatte konnte ich kaum fassen wie wenig das Tool kann.

    Der letzte Absatz des Artikels fasst es sehr schön zusammen: Das ist total unnützer und wenig ästhetischer Müll. Instagram-Photos sind ungefähr so spannend wie Zombiefy-Apps, 1-2x ganz witzig, dann überflüssig.

  5. Ich nutze seit gestern Instagramm. Ich finde die Effekte schön, bzw. die Möglichkeit nur einen bestimmten Teil des Bildes scharf zu stellen. Damit kann man ganz nette Fotos machen.
    Dafür bezahlen würde ich allerdings nicht.

    LG,
    Andre

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