Immer und überall online – Segen oder Fluch?

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Der fast schon Standard gewordene Luxus, immer und überall online zu sein muss nicht immer von Vorteil sein - wo man früher die Nacht schlafend im Schlafwagon bzw. über den Wolken verbrachte, wird heute gearbeitet. Wäre es nicht viel schöner, hin und wieder mal wie früher nicht erreichbar zu sein?

Zugegeben, ich bin im Grunde ein ziemlicher Fan mobiler Technik. Das zeigt sich nicht nur in meinem Blog, sondern auch darin, dass ich dazu neige, so ziemlich jedes erdenkliche Kabel, jeden eventuell benötigten Adapter und jeden Akku mit mindestens 100 % Füllung mit mir zu führen, wenn es auf Reisen geht. Die Möglichkeit, all das, wozu früher ein eigenes Büro benötigt wurde bequem aus der Tasche heraus erledigen zu können begeistert mich, und selbst für Gizmodo habe ich schon Artikel von unterwegs verfasst.

Trotzdem denke, ja fast schon sehne ich mich hin und wieder nach der Zeit, als der Zugang zum Internet noch auf statisch angebrachte Telefonbuchsen begrenzt war. Wo früher zwangsläufig Freiräume waren, wird heute Zeit verschwendet, wo man früher entspannt hat, sitzt heute die zumindest gefühlte Verpflichtung. Ist das wirklich die Art von Fortschritt, die man bedenkenlos für gut befinden sollte? Was meint ihr? [Joe Brown / Johannes Geissler]

Bild: Flickr/mutatedjellyfish

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