Test MSI GT70: Der Gaming-Bolide mit Schönheitsfehlern

Scharf, schärfer, MSI?

Das Display ist ein zweischneidiges Schwert. Es fährt natürlich Full-HD mit 1920×1080 Bildpunkten und ist zudem Non-Glare, spiegelt also nicht. Das ist extrem erfreulich und besser als beim Alienware M17x. Das Display selbst ist allerdings – und das ist der springende Punkt – ein wenig grobkörnig. Andere Tests im Netz nennen es “schmierig”, das beschreibt es aber irgendwie nicht richtig. Es wirkt einfach nicht so fein aufgelöst – vor allem im Vergleich zu hochwertigen Displays wie sie Apple verbaut. Schade, denn ein gut aufgelöstes Display ist Gold wert und lässt den Gesamteindruck weitaus positiver erscheinen.

Keine Schönheitskönigin, aber gut verarbeitet

Wenn man den MSI GT70 das erste Mal in die Hände nimmt, fällt einem sofort auf, wie stabil das Gerät verbaut wurde. Mit seinen knapp 3,8 Kilogramm bei 17 Zoll ist der Laptop primär für den Desktopersatz gedacht, passt aber auch gut in den Rucksack. Es gibt klare Linien, das Design besitzt keine großen Eigenheiten wie beispielsweise die Alienware-Geräte. Bis auf die Stabilität des Geräts ist es nicht sonderlich auffällig verarbeitet. Bei der Preisklasse ist es eher gewohnter Standard.

Spieler sucht Anschluss

In Sachen Anschlüssen bietet der GT70 ebenfalls gute Standardkost. Neben fünf USB-Anschlüssen (3x 3.0, 2x 2.0) aufgeteilt links und rechts, gibt es auf der Rückseite die nötigen Bildschirm-Ports und den Stromanschluss – das macht Sinn und sorgt unter anderem für einen aufgeräumten Tisch. Auf der Rückseite wäre ein USB-Port ebenfalls nett gewesen, allein um dort eine USB-Maus anzuschließen.

Spiele-Action oder abgezockt?

Durch die Zusammenarbeit zwischen Prozessor, Grafikkarte und restlichen Bauteilen bietet der GT70 genug Power für aktuelle Spiele. Egal ob Metro 2033, The Witcher 2, GTA 4, DotA 2, Diablo 3, Counter-Strike: Global Offensive oder Darksiders – alle Spiele liefen optimal mit höchsten Einstellungen. Da gibt es keinen Grund für Gemecker. Beim Zocken hält der Akku rund 90 Minuten statt der Rund vier Stunden im üblichen Betrieb.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit dem MSI GT70, leider gibt es einige Kleinigkeiten die mich stören. Da wäre das komische Tastaturlayout an das ich mich auch nach rund einer Woche nicht gewöhnen konnte – vor allem wenn man Abends vor dem GT70 hängt und tagsüber eine “normale” Tastatur nutzt. Ebenfalls ein wenig nervig ist das Display, welches qualitativ nicht in ein Gerät passt, das ein vierstelliges Loch in die Geldbörse reißt. Sollte euer Limit bei 1800 Euro liegen, dann ist der MSI GT70 ein gutes Gerät für die Kohle. Wenn aber ein wenig mehr Geld ausgegeben werden kann, dann würde ich weiterhin auf die Full-HD-Version des M17xR4 von Alienware setzen, dort ist die generelle Verarbeitung hochwertiger.


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4 Antworten auf Test MSI GT70: Der Gaming-Bolide mit Schönheitsfehlern

  1. Michael 18 Jul 2012, 11:15

    Wieder ein sehr guter Test von Chris. Habe mir den M17x nach seinem Test gekauft.

  2. Paule0815 18 Jul 2012, 11:26

    Das “schmierige” des Displays könnte doch eventuell an der Entspiegelung liegen? Bei matten Bildschirmen ist die Schärfe durch den Streueffekt der Oberfläche ja oft nicht so hoch.

  3. thgir_rm 19 Jul 2012, 0:34

    Interessanter Vergleich mit dem Alienware R17: Bei gleicher Ausstattung zum getesteten GT70PH-i789BW7H für 1799 Euro ist das mal gut 850 Euro teurer. Netter Aufpreis fürs Gehäuse…

  4. xXx2000 17 Aug 2012, 22:54

    ich habe mir das gt70 gekauft und das display ist verdammt gut, besser als bei alienware(spiegel). klar hat das msi display ganz kleine körnungen das ist aber normal bei einem non-glare display, andere seiten wie zb notebookcheck loben auch das display beim gt70^^.

    ich kann aufjedenfall jedem das msi gt70 empfehlen, der aufpreis bei alienware lohnt sich nicht. und asus g75 lohnt sich nicht das sie maximal die tx670m verbauen.

    preisleistung ist msi die beste marke in sachen gaming-notebooks von bekannten herstellern.