Fußball trifft Technik: FIFA kündigt Torlinientechnologie an

Heute wurde in Zürich Fußballgeschichte geschrieben. Das International Football Association Board hat sich in einer Sitzung für die Einführung der Torlinientechnologie ausgesprochen. Ab sofort dürfen Schiedsrichter im internationalen Fußball also auf technische Hilfsmittel zurückgreifen.

„War der jetzt drin?“ – die klassische Frage, die sowohl bei Spieler als auch bei Zuschauern von Fußballspielen meist Anlass zu heftigen Diskussionen ist, wird bald überflüssig. Denn das FIFA-Regelkomitee IFAB hat mit Hawk-Eye- und GoalRef-System künftig Torkamera und Chip im Ball erlaubt. Künftig obliegt es also nicht nur dem Schiedsrichter zu beobachten, ob ein Ball in vollem Umfang hinter der Linie war oder nicht. Für die Anschaffung der bis zu 300.000 Euro teuren Technologie müssen die Klubs allerdings selbst gerade stehen.

Erlaubt sind ab sofort das aus dem Tennis bekannte Hawk-Eye, das mit bis zu sechs Kameras arbeitet, sowie das GoalRef-System, bei dem das Tor mit einem Magnetfeld und der Ball mit Metallspulen ausgestattet sind. Beide Systeme senden ihre Aufnahmen an einen zentralen Rechner. Über die Ergebnisse wird der Schiedsrichter per Armbanduhr informiert.

Obwohl sich sowohl der Fußball-Bund (DFB) als auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bereits im Vorfeld für den Einsatz der Technologie ausgesprochen haben, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir die Torlinientechnologie in der Praxis beurteilen können. Geplant ist eine Premiere im Dezember bei der Klub-WM in Japan.

Das könnte Dich auch interessieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

(*)

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>