Turbinen im Bewässerungskanal erzeugen Strom

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In vielen Ländern werden Bewässerungskanäle zwischen den Feldern angelegt, um die Anlagen mit Wasser zu versorgen. In den USA könnte bald eine kleine Turbine Strom aus der Wasserberwegung erzeugen. Dazu wird der Hydrovolt Micro-Generator einfach in den Kanal eingebaut.

Der Hydrovolt C2 ist ungefähr so groß wie ein Kleinwagen. Er wird auf dem Grund des Bewässerungskanals installiert und erzeugt durch die ständige Wasserbewegung Strom über seine Turbine. Die Konstruktion erinnert an ein Tretbot und basiert auf dem uralten Prinzip der Wassermühle. Der Generator ist jedoch im Hydrovolt C2 gleich integriert.

“Es gibt zahlreiche Regionen auf der Welt, die mit Bewässerungsgräben durchzogen sind”, so Burt Hamner, Gründer und Chef von Hydrovolts. “Wir haben eine Lösung entwickelt, daraus Strom zu gewinnen ohne die Umwelt zu belasten.

Die Stromausbeute richtet sich danach, wie schnell das Wasser fließt. Der Hersteller gibt an, mit dem Hydrovolt C2 bis zu 12 kW erzeugen zu können. Das würde zur Versorgung kleinerer Häuser durchaus reichen. Mit 20.000 US-Dollar soll sich die Investition innerhalb von 5 Jahren amortisieren.

Die Turbinen können nicht nur in Bewässerungsgräben installiert werden. Das größere Modell C3, das gerade in der Entwicklungsphase ist, soll 20 kW erzeugen und in größeren Kanälen installiert werden. Letztlich können diese Generatoren überall dort installiert werden, wo ein ständiger Wasserstrom zu finden ist. Die US-Wasserbehörde U.S. Bureau of Reclamation startete jüngst ein Testprogramm zur Stromgewinnung im Roza Canal in Washington. Verläuft es erolgreich, könnten theoretisch die 209.000 Kilometer Wasserstraßen dazu genutzt werden, mehrere Megawatt Strom zu erzeugen. [Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via Treehugger, Grist, Hydrovolts]

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  1. des gibts bei uns in Österreich auch schon und ist auch gerade in der Testphase… nur bei uns schaut die Turbine wie ein torpedo aus…

  2. Was für Amateure die Stromausbeutung könnte um ein vielfaches grösser sein, wenn man alles Wasser durch eine “richtige Turbine” treiben würde.

      1. Warum das Schaufelrad besser ist als eine Turbine?

        Der Einbau einer Turbine ist mit höherem Aufwand und Mehrkosten verbunden. Die Turbine muss in eine Rinne eingebettet werden und kann nicht einfach so ins Wasser gehängt werden. Auch ist diese sehr anfällig was Treibgut und Verschmutzung betrifft.

        Das Schaufelrad hingegen kann unkompliziert verankert werden und ist im Vergleich recht unempfindlich. Wartung und Reperatur sind vergleichsweise einfach. Hier handelt es sich nicht um komplexe Teile die aufwendig hergestellt werden müssen und es kann zur Not auch improvisiert werden.

    1. Mit “richtiger Tubine” meint er vielleicht die Dinger mit “kleinen” Schaufelräder, wie z.b. in einen Damm, wo das Wasser mit einer hohen Geschwindigkeit und Kraft durchjagen, ja, da hat es sinn.
      Ich zweifle aber an der Effektivität solcher, im Maßstab angepassten, Turbinen bei einen bestehenden Kanal mit mäßiger Strömung.
      Die haben sicher verschiedene Methoden durchgerechnet und erprobt, und die Schaufelradtechnik als solches ist wohl am besten geeignet.
      Wenn jemand eine Gegenrechnung hat, bitte vortragen. Bis dahin sollte man das Wort Amateure bei sich lassen, wenn man nicht selbst Ingeneur ist und weis wovon man redet.

  3. Spannend sind dann noch Fragen wie:
    – Wie wirkt sich der Widerstand auf die Fließgeschwindigkeit aus und hat das Folgen?
    – Gibt es Lebewesen in diesen Gräben? Wie vertragen sie einen Ritt durch die Turbine?

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