9 Änderungen, wegen denen Steve Jobs im Grab rotiert

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Wir vermissen Steve Jobs ganz schrecklich. Die IT-Welt ist ohne ihn deutlich langweilig geworden. Seine Präsentationen, seine ruppigen Entscheidungen und seine Mail-Antworten mitten in der Nacht hatten uns unterhalten. Und auch Apple ist nicht mehr das gleiche Unternehmen wie früher. Jobs würde einige Entwicklungen hassen, die jetzt in Cupertino stattfinden. Hier ist unsere Top-9 der Änderungen, die ihn zu seiner berühmten Aussage veranlasst hätten: "Das ist Mist".

1. Siri


Seiner autorisierten Biografie nach hatte Jobs niemals Siri ausprobiert. Er bekam das iPhone 4S beim letzten Aufsichtsratsmeeting zwar in die Hände, aber er war nach Angaben von Walter Isaacson wenig beeindruckt, nachdem er damit herumspielte. Das ist nicht gerade überraschend. Siri ist und war eine Betasoftware. Und sie funktioniert schlichtweg nicht ordentlich. Apple behandelt Siri aber als einen der Hauptkaufgründe für das iPhone 4S, obwohl die Funktion nur ein Gimmick ist, das die meisten Anwender kaum verwenden. Es ist kaum vorstellbar, dass Jobs Siri schon freigegeben hätte. Die Spracherkennung/Steuerung soll in Zukunft deutlich besser werden, kündigte sein Nachfolger jetzt an.

2. Ein iPhone mit einem 4-Zoll Bildschirm im 16:9-Format


Wenn das Gerücht stimmt, würde Jobs bestimmt auskreisen. Er war einem 16:9 Bildschirm für das iPhone und das iPad geradezu feindlich eingestellt. Das bekräftigte er öffentlich und in seiner Biografie. Seiner Meinung nach ist das derzeitige Bildschirmformat perfekt. Apple hat angeblich jahrelang nach dem richtigen Seitenverhältnis gesucht und mit einer 3,5 Zoll großen Diagonale eine Größe gefunden, die am komfortabelsten ist. Er machte sogar Witze darüber, dass 4 Zoll große Android-Smartphones wie Skateboards aussehen.

3. Nadelstreifen in Ingenieurmeetings


Nach Angaben von Apple-Ingenieuren ändert das Unternehmen seine bisherige Arbeitsweise. Mehr und mehr würden Projektleiter und Führungskräfte aus dem Zuliefererbereich bei Apple auftauchen und bei jedem wichtigen Meeting teilnehmen. Das war anders, als Steve Jobs noch das Ruder in der Hand hatte. Er hätte es niemals erlaubt, das auswärtige Manager mit seinen Designern und Ingenieuren zusammentreffen. Jobs wollte nicht, dass bei der Entwicklung von Apple-Produkten Kompromisse gemacht werden.

Bild: Gemenacom/Shutterstock

4. Verhandlungen mit der Google-Marionette Samsung


Jobs schwor, dass er Android unter allen Umständen stoppen würde. Für ihn gab es keinen Verhandlungsspielraum. Android-Smartphones waren seiner Meinung nach Billigkopien von Apple-Produkten. Er betonte wiederholt, dass Apple einen irrsinnigen Aufwand getrieben habe, das iPhone zu entwickeln und es patentrechtlich abzusichern. Er hätte diesen Patentpool mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt. Er war der festen Überzeugung, dass Eric Schmidt ihn und Apple betrogen hatte und er wollte kein Geld oder keine außergerichtliche Einigung. Er wollte, dass keine Apple-Ideen durch Android genutzt werden. Er hätte sich niemals mit denjenigen zu Verhandlungen getroffen, die seiner Meinung nach Diebe sind.

5. Das üble Apple TV Interface


Jobs hasste das aktuelle Userinterface des Apple TV. Nach Aussagen eines Apple-Ingenieurs hatte er das Design vor fünf Jahren abgelehnt, weil er es verabscheute. Doch irgendjemand bei Apple dachte sich, die Ideen wieder hervorzukramen, nachdem Steve unter der Erde war.

6. Verschlechterte Nachfolge-Produkte


Das neue iPad ist dicker und schwerer als das iPad 2. Dabei sank die Akkulaufzeit von 10 auf 9 Stunden. Diese Unterschiede sind zwar nicht dramatisch, aber sie sind ein Rückschritt und das ausgerechnet bei Apples Star-Produkt. Das iPad 3 ist ein Kompromiss und Kompromisse sind für die B-Liga. Das hasste Jobs wie die Pest. Er feuerte seine Ingenieure und Lieferanten immer zu Höchstleistungen an, damit das Produkt entstand, das er sich vorstellte.

7. Dividendenzahlungen


Das war ein weiteres No-Go für Steve Jobs. Er war von der Beinahe-Pleite von Apple traumatisiert, nachdem er wieder zurück zu “seinem” Unternehmen kam. Er hasste die Vorstellung, auch nur einen einzelnen Cent an seine Aktionäre auszuschütten. Jeder Analyst und jeder Investmentbanker wusste das. Jobs wollte seine Kriegskasse füllen, um höhere Investitionen und strategische Übernahmen tätigen zu können. Deshalb zahlte Apple niemals Dividenden, auch wenn sie dazu in der Lage gewesen wären. Das ändert sich nun.

Bild: Images_of_Money / CC BY 2.0

8. Geheimnisverrat


Niemand hätte es gewagt, über künftige Produkte zu sprechen, solange Jobs lebte. Niemand. Erst recht nicht der Chef des größten Apple-Lieferanten. Auch wenn es später ein Dementi gab, ist genau das passiert, als der Foxconn-Chef über den Apple-Fernseher sprach. Ich bin mir sicher, dass Jobs diesen Kerl fertig gemacht hätte.

9. Schlampig gemachte Benutzeroberflächen


Apple bringt in letzter Zeit Western-Benutzeroberflächen auf den Markt, die Jobs niemals freigegeben hätte. Er war ein extrem detailverliebter Pedant. Als er noch gesund und munter war, ging er sämtliche Details einer Benutzeroberfläche durch und konnte erst ruhen, wenn alles perfekt war. Vielleicht sollte irgend jemand Jobs Seelenverwandten den Chefposten zuschanzen.

Ja, ich spreche von diesem Kerl.

Ernsthaft? Das ist Mist!

Bild: Fer Gregory/Shutterstock

[Jesus Diaz / Andreas Donath]

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  1. GIZMODO: 9 Gründe, diese Seite aus dem Reader zu werfen und The Verge oder Engadget zu lesen

    Fast alle Punkte nachweislich falsch. Der Markt für Gadget News ist hart!!!

    1. Danke, Thomas! Abgesehen davon, dass wirklich fast alles falsch ist, ist Gizmodo schlicht die “BILD”-Zeitung der Technik-Blogs: Populistische, Aufmerksamkeitsheischende und reißerische Überschriften und danach nur hirnrissige, schlecht recherchierte “Fakten”…

      Nur mal so als Info an Herrn Donath:

      “Fakt” eins: Siri ist einer der Hauptkaufgründe für das iPhone 4s, da es schlicht NULL Konkurrenz dafür gibt: “S VOICE” versteht im Deutschen herzlich wenig, die Sprachsteuerung von WP7 kennt halt nur 3 verschiedene Anweisungen (vielleicht mittlerweile mehr, ich hatte in letzter Zeit kein WP7-Telefon mehr in der Hand) – Und als Jobs starb, war Siri schon lange genug geplant, als dass es noch nicht von Jobs abgesägt wurde.
      “Fakt” fünf: Jeder weiß, dass sich das “iconized”-Design für die Oberfläche des Apple TV damals nicht durchgesetzt hat, weil mobile Betriebssysteme, die nunmal auf ebensolchen Icons aufbaut, einfach noch nicht verbreitet waren.
      “Fakt” sechs: Das, was das iPad 3 so besonders macht, ist das Display, zu dem es (a) im Moment seitens wasauchimmer keinerlei Konkurrenz gibt, und das (b) das Hauptmerkmal eines Tablets ist. Demnach: Was genau ist am 2012er “iPad” (das übrigens NICHT – ich betone: NICHT UND NOCH NIEMALS – “iPad 3″ hieß) schlechter als beim iPad 2 (welches offiziell so genannt wird)?
      “Fakt” acht: Geheimnisverrat… Hmm… Lass mich mich mal an die “iPhone 4″-Präsentation erinnern… Hieß es da nicht sinngemäß “[…] Irgendwie seid ihr über das Design nicht überrascht, habt ihr das schonmal gesehen?”
      “Fakt” neun: Ähm – Was genau ist dagegen zu sagen, wenn eine App ihre eigene UI hat? Soweit ich mich erinnere, wurde bei der iBooks-App nichts dergleichen gesagt, außerdem: Klapper mal den Store von Apple, Android (= Google Play) und WP7 ab, mal sehen, wer sich dann noch an die eine App von Apple erinnert… Außerdem hast das “Notizbuch” des iPad schon immer diese (bzw. eine sehr nahestehende) Oberfläche, Lederoptik, etc.

      Um mit Deinen Worten zu schließen: Ernsthaft? [Dieser Artikel] ist Mist! – Und ein Fall für’s BILDBlog…

      1. Nun, ich gehe gerne auf Kritik ein, wenn sie fundiert erscheint.

        Ich hatte es eigentlich verlinkt, warum Siri “unter” Jobs im jetzigen Zustand niemals auf den Markt gekommen wäre. Es ist eine Betasoftware, die nicht ausreichend gut funktioniert: http://gizmodo.com/5864293/siri-is-apples-broken-promise

        Zum neuen iPad (3) – es ist dicker und schwerer als das iPad 2 – und deshalb ich bleibe zusammen mit meinen US-Kollegen dabei – das ist eine Verschlechterung gegenüber dem Vorgänger. Vollkommen recht haben Sie natürlich hinsichtlich des Displays und der Prozessor des neuen iPad, das von der Presse und vielen Nutzern als iPad 3 bezeichnet wird, deutlich schneller ist.

        Zum Geheimnisverrat: Wenn ein Zulieferer über ein noch geheimes Produkt seines Auftraggebers spricht, dann ist das m.E. durchaus kritikwürdig. Stellen Sie sich einfach mal vor, ein Lieferant eines Autoherstellers würde so über ein neues Automodell reden, das noch nicht angekündigt wurde …

        Zum UI – natürlich ist das Geschmacksache, aber mal ganz im Ernst: Das Lederdesign ist nicht der einzige Fauxpas : http://www.gizmodo.co.uk/2012/02/what-the-hell-happened-to-apples-attention-to-detail/

        Zum Schluss:
        Bei der Iconized-Oberfläche gebe ich Ihnen Recht: Vor vielen Jahren wäre es vielleicht noch sehr ungewöhnlich gewesen, wenn die Fernseher-Oberfläche mit Icons übersät gewesen wäre.

  2. Jobs war nie ein Ingeneur, aber ein Visionär und guter Verkäufer. Er hatte schon immer ein Gespür dafür, was auf dem Markt gut ankommen und die Kunden begeistern würde.

    Zum Thema:
    Ich finde es gut wie Steve Jobs gehandelt hat und kann seine Vorgehensweise nachvollziehen, seit ich weiß was damals beim ersten Mac passiert ist (Bill Gates hat quasi das gesamte Konzept geklaut und basierend darauf Windows programmiert).
    Umso schlimmer finde ich die aktuelle Entwicklung, tut mir leid aber Tim Cook ist kein guter CEO für Apple.

    1. bill gates soll das gesamte konzept des mac geklaut haben? wo hast du den die information her? aus der biographie von jobs? gates hat damals für ibm entwickelt und ibm gabs schon lange vor apple.

      1. Da irrst du dich aber gewaltig. ;-) Gates hat am Anfang sogar für Apple gearbeitet. Und ja, er hat geklaut. Aber nicht das Konzept des Macs, sondern seines Betriebssystems. Gates wurde dafür sogar verklagt. Als Apple aber den Bach runter ging, und man dann wieder Jobs mit an Bord geholt hat, hat Microsoft Apple mit 200 Mio. Dollar Startkapital ausgeholfen, und Apple hat im Gegenzug alle Anklagepunkte fallen gelassen.

    2. “Ich finde es gut wie Steve Jobs gehandelt hat und kann seine Vorgehensweise nachvollziehen, seit ich weiß was damals beim ersten Mac passiert ist (Bill Gates hat quasi das gesamte Konzept geklaut und basierend darauf Windows programmiert).”

      Mal abgesehen davon, dass ich das Konzept ‘Geistiges Eigentum’ generell für überholt halte…

      Das hier ist die erste MacOS-Version von 1984:
      http://farm6.staticflickr.com/5205/5365381433_a45003d07d_z.jpg

      Das ist ein System von 1981:
      http://www.digibarn.com/collections/screenshots/xerox-star-8010/index.html

      Die elementarsten Dinge von MacOS und Windows sind zuvor von Xerox “erfunden” worden.
      “Erfunden” ist hierbei das falsche Wort, denn wenn sich zwei Leute bzw. Unternehmen getrennt voneinander mit ein und der selben logischen Problemstellung beschäftigen, kommen sie zwangsläufig zu sehr ähnlichen, wenn nicht sogar zu identischen Lösungen. Und zwar ohne dass der eine vom anderen “klaut”, vice versa. Wenn du dir den folgenden Link ansiehst, dann wirst du feststellen, dass einige in iOS enthaltene elementare Dinge zuvor schon einmal von Palm “erfunden” wurden. Wenn man sich generell anschaut, *was* da patentiert wurde und wird, kann man sich nur an den Kopf fassen. Jeder, der ein Mobilsystem entwickelt, würde zu solchen Lösungen kommen:
      http://www.engadget.com/2009/01/28/apple-vs-palm-the-in-depth-analysis/

      Dieser ganze Patentmüll dient nicht mehr dazu, Innovation zu fördern, sondern im Gegenteil: Er dient mittlerweile lediglich dazu, Konkurrenz auszuschalten und so Innovation zu bremsen. Es handelt sich hierbei um eine grundsätzliche Fehlentwicklung.

  3. Schlechter Artikel in meinen Augen.
    Sofern man es beurteilen kann, war Jobs noch an den meisten (aktuellen) Produkten maßgeblich beteiligt.

  4. Schöner Artikel, ich musste ein paar mal schmunzeln :)

    Steve Jobs selbst sagte zu Tim Cook, das er nicht den Fehler machen sollte und wie Disney handeln. Nach dem Tod des Gründers Walt Disney sind dort alle Entscheidungen nur so getroffen wurden, wie er sie vermeintlich getroffen hat. (Quelle: All Things Digital)

    Das ein neuer Manager auch neuen Wind in ein bestehendes Unternehmen bringt kann sowohl gut, als auch schlecht sein. Wie es im Fall Apple aussieht werden wir wohl in ein paar Monaten sehen können. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt :)

  5. Zu seinem und Apple’s Nutzen hat Jobs immer die konsequenteren Entscheidungen getroffen, das ist richtig.
    Trotzdem ist es für die gesamte IT-Welt aus meiner Sicht besser so, wie es jetzt läuft.

    Übrigens hält kein sachlicher Grund einen Firmenchef davon ab, sich so ultimativ wie Jobs in die Produktentwicklung einzubringen. Aber so gut wie alle CEOs sind sich dafür zu fein und scheuen diese geistig herausfordernde Arbeit, für die sie als Charakter meist auch nicht stark genug sind. Außerdem sind sie froh, dass sie oben angekommen sind und wollen das nicht gefährden, weil sie sich damit auch Feinde in der eigenen Firma machen würden und da ist ihnen das Hemd meist näher als die Hose.

  6. Das Leder-Nähzeug-Cowboydesign ist wirklich eine unglaubliche Frechheit. Sowas von abgrundtief häßlich. Das muss aus Mountainlion spätestens wieder verschwinden.

  7. Ja da habt ihr voll recht ich habe die Biografie auch gelesen. Das mit Android ist das gleiche wie mit Windows das von OS X geklaut wurde.

  8. Ich galube kaum, dass du die Biografie gelesen hast und wenn doch, hast du sie offensichtlich nicht verstanden. Von dem was du behauptest, steht da aber gleich garnichts drin…

    1. Bitte mal kurz zum Thema Blog nachlesen was das eigentlich bedeutet.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

      Du bist einer dieser Vielen die ständig am meckern sind, das die Beiträge auf Gizmodo zu subjektiv geschrieben sind – diese ganze Debatte ist reine Zeitverschwendung!
      Zum Thema Blog/ Web-Log sagt der Duden folgendes: tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite – wenn du mir jetzt jemanden nennen kannst, der sein Tagebuch sachlich und objektiv führt, wäre ich beeindruckt.

      Also meckert nicht über etwas was schon im vornherein klar sein sollte – lesen oder nicht lesen aber ohne zu trollen.

  9. Wenn der Andreas Donath schreibt, kommen meisten unbelegte Fakten, dazu noch extrem subjektiv und fachlich oft nicht ausreichen im Wissen niedergeschrieben.

  10. Ist das euer ernst, so ein Artikel zu veröffentlichen? Was ist denn nur aus eurem Blog geworden? Ich hatte eigentlich viele fachliche Inhalte bei euch gelesen und dann dies hier? Ich kann jetzt die anderen Teilnehmer verstehen, warum die euch v. ihrem RSS raus löschen möchten. Nochwas an den Bilder des Autors erkennt man das der Artikel SHIT ist! Arbeitet ihr immer noch mit Paint?

  11. Mal abgesehen davon, dass manches aus der Luft gegriffen ist, stimmt es schon, dass ohne den Perfektionisten Steve Jobs nicht die Qualität und klare Linie fortgeführt wird, die man dank ihm von Apple kannte. Leute wie ihn gibt es “leider!” immer weniger.

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