Spotify: So liefen meine ersten 30 Tage mit Musik-Streaming

Auf den Tag genau einen Monat gibt es Spotify nun in Deutschland. Und genau in diesen Zeitraum fällt auch meine Testphase: 30 Tage lang durfte ich den Musik-Streaming-Dienst kostenlos ausprobieren. Haben mich das Angebot und die Funktionen des Services aus Schweden überzeugt? Bleibe ich zahlender Kunde oder nutze ich höchstens noch die Gratisversion? Wende ich mich ganz von Spotify ab oder verkünde ich auch jenen, die es nicht hören wollen, wie toll es ist?

Faceify
Die Anmeldung bei Spotify verursachte erst mal Stirnrunzeln: Ich muss Mitglied bei Facebook sein, um mitmachen zu dürfen. Ohne Konto im sozialen Netzwerk kein Konto bei Spotify – so die einfache Formel. Mir ist schon klar, warum der Anbieter diesen Weg gewählt hat: Es geht um den sozialen Aspekt des Musikhörens, das Teilen und Empfehlen von Songs und Künstlern sowie nicht zuletzt um die Mundpropaganda, mit der Spotify neue Nutzer finden möchte. Aber es soll in diesem Land tatsächlich noch Menschen geben, die nicht Facebook beigetreten sind. Ich kenn sogar einige persönlich. Diese ganz auszuschließen, find ich fast schon unfair. Warum dem User nicht – wie etwa bei Simfy, Deezer und Rdio – die Wahl lassen: entweder ein Konto beim Provider selbst erstellen oder den Facebook-Account nutzen. Letztendlich kann es mir aber egal sein. Ich bin bei Facebook und deswegen jetzt auch bei Spotify.

Der kostenlose Testmonat enthält alle Features, die Spotify so zu bieten hat. Für das Premium-Paket zahlt man normalerweise 9,99 Euro monatlich. Die etwas abgespeckte Variante namens „Unlimited“ kostet 5 Euro weniger, lässt sich dafür aber auch nur am Desktop und nicht unterwegs auf dem Mobiltelefon nutzen. Wer gar nichts bezahlen möchte, schöpft zwar auch aus dem vollen Musikangebot. Allerdings: Nach einem halben Jahr darf man nur noch maximal zehn Stunden und einen Song höchstens fünf Mal pro Monat hören. Außerdem gibt es Werbung auf die Augen und auf die Ohren. Gerade letzteres ist aber zu verkraften, weil die Spots nur selten eingespielt werden – eine faire Sache.

Enttäusch mich nicht!
Im Gegensatz zur Konkurrenz bietet Spotify keine Möglichkeit, den Dienst im Browser zu nutzen. Ich musste erst ein Programm installieren (gibt’s für Windows, Mac OS X), wurde dann aber auch mit einer schicken Benutzeroberfläche und reichlich Funktionen belohnt. Eines der wichtigsten Elemente ist natürlich das Suchfeld. Schon beim Eintippen schlägt Spotify mir Ergebnisse vor: Titel, Künstler, Alben oder Playlisten. Wenn ich [Enter] drücke, werden mir die Ergebnisse auch nochmal schön sortiert und mit Coverbildchen im Hauptteil des Programms angezeigt. Ob man aber überhaupt findet, was man sucht, liegt nicht zuletzt am eigenen Musikgeschmack. Mit über 16 Millionen Liedern hat Spotify einen der größten Kataloge. Charts und der ganze Pop-Einheitsbrei, den man so im Alltag zu hören bekommt, machen natürlich keine Probleme. Aber dann könnte ich mir auch das schlechte Programm im Radio anhören. Stattdessen stellte ich den Musiklieferanten auf die Probe: The JB Conspiracy, eine Ska-Band aus London? Treffer! Die Truppe hat zwar erst ein Album veröffentlicht, aber das ist komplett vorhanden. Das Lied „Witzischkeit kennt keine Grenzen“, einstmals intoniert von Hape Kerkeling und Heinz Schenk“? Dabei! Das gilt ebenfalls für den Song „I’m Forever Blowing Bubbles“, Hymne des englischen Fußballclubs West Ham United und seit 1918 von Dutzenden Künstlern interpretiert. Ebenso viele Treffer lieferte mir auch Spotify. Weiter geht die Suche: Gamma Ray, ein hiesiges Power-Metall-Ensemble? Fast komplett! Auf dem Album „No World Order“ fehlt das erste Lied, das laut Fehlermeldung derzeit in Deutschland nicht verfügbar ist. Schwierigkeiten mit der Lizenz vielleicht? Das gleiche Problem gibt es auch mit vier Stücken von Michael Jacksons Album „Immortal“, das 2011 posthum erschienen ist. Ich find’s halb so wild. Auf Größen wie Rammstein, Die Ärzte oder Metallica muss ich übrigens ganz verzichten. Das liegt aber nicht an Spotify, sondern daran, dass diese Bands offensichtlich nicht viel vom Streaming halten. Das kennt man leider schon von anderen Diensten. Aber alles in allem wurde ich nicht enttäuscht – im Gegenteil.

Nach der Suche ist vor der Playlist
Mit einem Doppelklick auf einen Track startet die Wiedergabe. Vor, Zurück, Play/Pause, Lautstärkeregler, zufällige Wiedergabe, Wiederholen – zum Musikplayer gibt es nicht viel zu sagen. Er funktioniert. Über das Kontextmenü kann ich ein oder mehrere Songs und ganze Alben zu einer Playliste hinzufügen. Bereits vorhandene Listen kann ich per Drag&Drop bestücken. Einfacher geht’s nicht. Alternativ dazu habe ich intensiv die Webradio-Funktion genutzt, die mich sehr an Last.fm erinnert: Basierend auf einer Band spielt Spotify weitere Stücke anderer Liedermacher, die stilistisch dazu passen. Oder ich wähle ein Genre und aus den Boxen dudelt die entsprechende Musik – querbeet durch alle Bands und Interpreten. Das ist perfekt, um neue Künstler zu entdecken.

Alle wichtigen Buzzwords an Bord
Was die Musik-Streamer aus Schweden von den anderen Diensten unterscheidet, sind vor allem zwei Dinge: Zum einen steckt eine Menge „social media“ drin. Dazu zählt etwa die wunderbare Möglichkeit, Playlisten von anderen Usern zu abonnieren. Leuten mit Musikgeschmack kann ich so folgen und jede Änderung an der Playlist bekomme ich automatisch mit. Zudem kann ich Songs auf Twitter, Facebook, innerhalb von Spotify und im Windows Messenger mit meinen Kontakten teilen. Ein Klick auf den Link, der dabei veröffentlicht wird, spielt das Stück gleich ab. Ich nutze diese Funktion aber kaum. Es muss ja nicht jeder wissen, was ich höre. Aus diesem Grund habe ich auch die Option deaktiviert, all meinen Freunden auf Facebook mitzuteilen, welchen Song ich gerade höre. Dieses Feature ist standardmäßig aktiviert, und ich rufe hiermit meine komplette Facebook-Bekanntschaft auf, es abzuschalten. Ich will gar nicht wissen, dass bei euch gerade Heintjes „Du sollst nicht weinen“ oder „Cherri Cherri Lady“ von Modern Talking läuft. Ich glaube, da spreche ich auch für andere Nutzer. Das andere Unterscheidungsmerkmal ist die Tatsache, dass Spotify als Plattform konzipiert wurde. Es gibt eine Programmierschnittstelle, mit der Entwickler nette Apps bauen können, die auf Spotify aufsetzen. So gibt es zum Beispiel TuneWiki, das mir Lyrics anzeigt, während der Song spielt. Jetzt versteh ich erst, was die da immer singen. Außerdem gibt es Erweiterungen von Eventim, Last.fm und dem Rolling-Stone-Magazin. Letztere spielt dann die Empfehlungen der Redakteure – sehr nett.

Und um das Buzzword-Bingo zu komplettieren: Spotify ist nicht nur „social“ und eine Plattform, sondern auch noch „mobile“. In einfachen Worten: Ich kann Musik auch direkt auf mein Smartphone streamen lassen. Apps gibt es hierzulande für Android, Windows Phone und iOS – leider aber nicht explizit für das iPad. Auf Apples Tablet-PC muss ich die iPhone-App installieren. Das ist echte Platzverschwendung, könnte man das große Display doch mit einer schönen iPad-App wunderbar ausnutzen. Mal schauen, wann sich die Entwickler durchringen. Was mir bei der Benutzung auf meinem Android-Smartphone besonders gut gefallen hat, war die Offline-Funktion: Ich kann die Songs einer Playlist herunterladen und auch ohne Internetverbindung hören. Das geht auch auf dem Desktop. Ist man aber gerade mit der Bahn in der UMTS-freien Pampa unterwegs, ist das so richtig praktisch. Was ist schlimmer, als wenn mitten in einem geilen Gitarrensolo der Stream abreißt? Bevor ihr euch zu früh freut: Nach Ablauf des Abo lassen sich die Lieder nicht mehr offline hören. Also einmal anmelden und alles schnell saugen, ist nicht drin. Im Vergleich zur Desktop-Anwendunge fehlen zwar einige Funktionen wie etwa Webradio, aber Playlisten lassen sich zum Beispiel problemlos anlegen. Außerdem lassen sich Mobil- und Desktop-Programm per WLAN und/oder UMTS miteinander synchronisieren: Änderungen auf der einen Seite werden sofort auf anderen Seite übernommen: Playlisten, favorisierte Songs und dergleichen. Als Player für MP3s, die sowieso schon auf der SD-Karte des Handys liegen, fungiert die Spotify-App auch noch – quasi eine App für alles.

Ich bleibe dabei
Alle Features von Spotify hab ich in den 30 Tagen gar nicht ausprobiert. Vor allem von den Dutzenden von Apps und Erweiterungen erwarte ich noch einiges. Aber schon jetzt steht für mich fest: Ich bleibe zahlender Kunde. Denn 10 Euro im Monat für unbegrenzten Musikgenuss – sowohl am PC wie auch mit dem Smartphone – ist ein mehr als fairer Preis. Vor allem die Offline-Funktion hat mich überzeugt. Nicht überall hat man einen Internetzugang, aber gerade unterwegs will ich Musik hören. Das passt also. Auf die ganzen sozialen Funktionen könnte ich zwar verzichten, aber sie stören mich auch nicht. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen: Spotify ist toll, auch wenn ihr es nicht hören wollt.

 

 

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21 Antworten auf Spotify: So liefen meine ersten 30 Tage mit Musik-Streaming

  1. HomerS 14 Apr 2012, 0:36

    Wenn es Spotify ohne FrazenbuchDatensaugmaschine geben würde, würde ich es ja mal ausprobieren, aber so bleibe ich bei youtube und die lieder die mir gefallen hole ich mir bei amazon.

    • mc.tobsen 16 Apr 2012, 11:16

      “FrazenbuchDatensaugmaschine”

      lol

      made my day!

  2. patrickschulze 14 Apr 2012, 0:51

    ich hätte mich gefreut ihr hätte ein wenig mehr die unterschiede zwichen spotify und simfy herausgearbeitet. und warum hast du dich nicht vorher schon für simfy entschieden. für mich ists aber auch die zukunft. ich will musik nicht physich besitzen. ich will sie hören. bin simfy zahler der ersten stunde.

  3. Constantin 14 Apr 2012, 10:24

    Spotify ist gut aber Juke ist besser :)

    • Alessandro 14 Apr 2012, 14:22

      Für mich sind Juke und Simfy auch die besseren alternativen. Dieser ganze aufgezwungene Social-Mediakram geht mir nur noch auf den Senkel.

  4. Fabian 14 Apr 2012, 12:46

    Also Constantin kann ich so überhaupt nicht unterstützen.

    Ich habe angefangen mit myJuke und war extrem enttäuscht. Die Soundqualität mit der sie werben halten sie nicht, die App ist mir mind. jeden 2ten Tag abgeschmiert, viele bekannte Titel sind nicht vorhanden. Der Player hatte nichmal eine Shuffle-Funktion. Von Social Media ist dort auch nichts zu entdecken. Die Seite ist buggy. Und die Möglichkeiten neue Musik bei myJuke zu finden sind eher gering bis sehr gering.

    Ich nutze jetzt auch seit 3 Tagen Spotify und werde definitiv zahlender Kunde bleiben, zummindest bis ihnen auffällt, dass ihr Kostenrechnung mit der GEMA nicht stimmt.

  5. Fabian 14 Apr 2012, 12:47

    Korrigiere, 30 Tagen! Tippfehler

  6. DerJochen 14 Apr 2012, 13:22

    Ich habe durch Spotify von Simfy erfahren und bin und bleibe bei Simfy. Einfach die bessere Alternative.

  7. Jonathan 15 Apr 2012, 0:38

    Spotify ist richtig klasse. Gerade die einfache Anmeldung durch Facebook macht es einfach sich nicht nochmal irgendwo zu regestrieren. Bin ja eh bei Facebook und sehe da überhaupt keine Probleme mit der Anmeldung. Bin zahlender Kunde und die Übertragung auf´s Handy klappt echt super. Ich bleibe bei Spotify und konnte schon einige davon überzeugen.

  8. Philip Nellessen 16 Apr 2012, 13:16

    Aber ich kann keine MP3 Downloads auf meinen “normalen” Player machen oder CDs fürs Auto brennen?

    • Wolfgang 19 Nov 2012, 7:52

      Bei mir gehts,ich kann MP3 auf den PC aufnehmen

      • Wolfgang 19 Nov 2012, 7:59

        PS.und im Car laufen Sie auch,also ich bin entäuscht von Simfy,Klang ist schlecht,Spotify ist viel besser aber nur im Premium ABO.Habe keine Aussetzer wie bei Simfy,habe mein Abo gekündigt,werde zu Spotify wechseln Abo Premium

  9. spotify-nutzer 16 Apr 2012, 17:19

    @ Philip Nellessen
    Nicht direkt, aber wenn du ein anderes Mitschnitt-Programm laufen lässt (audialsOne z.B.) wird der größte Teil mitgeschnitten und mit mp3tag versehen. Bei langen Überblendungen zwischen den Titeln sind Grenzen gesetzt und ist auch nichts für HiFi-freaks, aber fürs Auto oder zum Fahrrad fahren reicht es allemal. Und in Deutschland ist es momentan noch nicht illegal (soviel ich weiss)

  10. Tonfreund 16 Apr 2012, 19:41

    …seit drei Monaten Spotify-Hörer und meine Ansprüche ans Musikhören sind voll erfüllt worden. Die Streamingqualität ist sehr gut, das Streamen auf die HiFi -Anlage vom Handy funktioniert perfekt (Ersatz der Fernsteuerung). Mit Apps wie Discovr Music (direkte Verlinkungen mit Spotify) ist es leicht Neues zu entdecken. Die App. SpotOn Radio erstellt aus den Spotify-Playlists ein Radioprogramm (mit neuen Interpreten), dass das eigene musikalische Spektrum spiegelt. Genial beim Zug- oder Autofahren. Ich finde Spotify – und andere Streamdienste – sind die Gegenwart und nähere Zukunft des Musikhörens. Musik jederzeit genießen ohne Sie zu besitzen ist auch eine Form von Freiheit.

  11. Sinnwahn 17 Apr 2012, 9:35

    Spotify Mobile gibt es neben Android, Windows Phone und iOS auch für Blackberry-Geräte!

  12. latrine 17 Apr 2012, 14:02

    Ich habe es jetzt einige Tage getestet und muss sagen, dass die Werbung ein absolutes nogo für mich ist. Völlig unpassend zur Musik und zur Stimmung der Musik böllert urplötzlich ein schlecht gemachter Werbespot für eine miesen One Hit Wonder Musiker aus den Boxer.
    So schlechte Werbung traut sich nicht einmal der lokale Dudelfunk Sender auszustrahlen.
    Anhand meines Hörerprofils sollte es doch möglich sein personalisiertere Werbung zu senden.

    • Hans Maulwurf 17 Apr 2012, 15:33

      Erst laut aufschreien, wenn soziale Netzwerke wie Facebook das eigene Profil und Verhalten analysieren, um personalisierte Werbung zu schalten, und jetzt genau das von Spotify fordern. Entscheidet euch …

  13. Frank 18 Apr 2012, 10:04

    Schüchterne Frage: Woran erkennt Spotify, das man sich nicht mit seinem echten Fratzheft-Account anmeldet, sondern mit einem anderen, den anzulegen ja nun wirklich kein großer Act ist?

  14. Tayler the MAN 19 Apr 2012, 8:25

    Habe Spotify mittlerweile 4 Monate im Premium Abo und bin schlichtweg begeistert.
    Allein die Tatsache, dass man 98% der Musikwelt sofort abspielen kann und, wie in meinem Fall, auch unterwegs auf dem Handy hören kann, ist genial.

    Neues Album von Bruce Springsteen? Kein Problem. Neues Album von Mia? Kann sofort gehört werden.
    Vorteile sehe ich auch daran, dass man nicht mehr wie früher die Katze im Sack kaufen muss: Ein Album gefällt mir nicht? Kein Problem, ich habs ja nicht gekauft. CD Laichen gibt es somit praktisch keine mehr. (Und ich habe viele…)

    Weil sich hier die meisten über den Facebook Zugang beschweren finde ich eigenlicht witzig. Das ist wie bei McDonalds oder Aldi: Da geht auch nie jemand hin, aber trotzdem machen die ein Millionengeschäft. Seien wir also ehrlich und sagen wir, dass mittlerweile 90% der Jugendlichen sowieso bei Facebook angemeldet sind… ;-)

    Die sozialen Schnittstellen können ja auch komplett deaktiviert werden und nur explizit Musik an Freunde empfohlen werden. Was ich auch cool finde.

    Speziell die ganzen Apps machen das Musikhören noch einmal zum Erlebnis. Man kommt dabei auf Musik die vom Radio / Fernsehen leider totgeschwiegen wird.

    Ich jedenfalls bleibe zahlender Kunde, da ich bereits geschätzte 100€ pro Monat ausgegeben hätte, wenn ich die Musik gekauft hätte.

  15. Annika 06 Mai 2012, 21:06

    Fazebook Zwang Verlinkung geht gar nicht. Lösung: Ein Fake Fazebook Account für spotzi und gut is

  16. janis 23 Sep 2012, 12:48