Doxie Go: Der Scanner für Unterwegs

Man stelle sich einen Scanner vor, der ohne Rechner unterwegs Papier einlesen und die Daten auf einer Speicherkarte ablegen kann. Den Strom bezieht das Gerät über einen Akku. Es geht um den Doxie Go, den wir für Euch getestet haben.

Der Doxie Go ist nicht der einzige portable Scanner auf dem Markt, aber er soll besonders leicht zu benutzen sein. Das haben wir überprüft. Er wiegt nur rund 400 Gramm (weniger als ein iPad) und wird mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben. Damit lassen sich 100 Seiten einlesen. Das ist nicht gerade viel, aber die meisten Konkurrenzgeräte können nur mit einem Netzteil oder über USB betrieben werden.

Der schwarz-weiße Doxie Go ist außerdem recht hübsch gestaltet. Er ist mit lediglich einem einzigen Knopf ausgestattet, der neben dem Ein- und Ausschalten auch die Umschaltung zwischen 300 und 600 dpi ermöglicht.

Der Doxie Go ist mit 512 MByte Speicher ausgerüstet und kann darauf rund 600 Seiten oder 2.400 Bilder mit 300 dpi ablegen. Außerdem kann über USB ein Speicherlaufwerk angeschlossen oder eine SD-Karte in den Schacht eingesetzt werden, der sich im Doxie Go befindet. Wer eine Eye-Fi-Karte besitzt, die mit einem winzigen WLAN-Modul ausgerüstet ist, kann die Scans sogar schnurlos auf ein iOS-Gerät oder einen anderen Rechner übertragen.

Der Doxie Go scannt standardmäßig mit 300 dpi und lässt sich auch auf 600 dpi umschalten, was für Fotos besser geeignet ist.

Die Daten werden normalerweise als JPEGs ableget, aber auch PNG oder durchsuchbare PDFs lassen sich generieren. Wer OCR betreibt, wird sich über den Graustufenmodus freuen. Im Doxie Go ist ein Mini-USB-Anschluss eingebaut, über den die Daten auf einen angeschlossenen Rechner übertragen werden können. Dazu benötigt man die Doxie-Software. Bei Benutzung einer SD-Karte oder eines USB-Laufwerks ist das nicht notwendig.

Das Scannen ist extrem einfach. Man legt die gewünschte Vorlage bis zum Format A4 einfach in den Schacht und sie wird automatisch eingezogen. Ein 300-DPI-Scan dauert ungefähr 5 bis 8 Sekunden, während man bei 600 dpi 10 bis 12 Sekunden warten muss.

Damit kleinere Vorlagen akkurat eingezogen werden können, legt Doxies Hersteller Apparent dem Scanner einen transparenten Umschlag bei, der wesentlich besser eingesogen wird als ein kleines Foto. Dennoch – für Bilder ist der Doxie eher nicht gedacht.

Die Software von Apparent lädt die Bilder vom Scanner herunter und ermöglicht die Konvertierung in diverse Formate. Darüber hinaus ist die Weitergabe an Anwendungen wie Photoshop, iPhoto, Acrobat und der Mac-Vorschau möglich. Außerdem ist eine Cloudanbindung vorhanden, mit der die Scans direkt auf Dropbox, Evernote, Google Docs und sogar den Doxie Cloud-Service kopiert werden können.

Scanner sind ja eigentlich eher langweilige Produkte. Aber wenn man möglichst alle Dokumente digital vorhalten will, dann kommt man nicht umhin, sie zu scannen und hier macht der Doxie Go eine wirklich gute Figur. [Via TheTechBlock]

Der Scanner ist über Amazon.UK erhältlich und kostet umgerechnet rund 200 Euro. [Abdel Ibrahim / Andreas Donath]



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6 Antworten auf Doxie Go: Der Scanner für Unterwegs

  1. Joe 01 Apr 2012, 18:03

    wow, das ist ja voll genial. heutezutage (1998) braucht man sowas schon standardmässig in jedem haushalt.

    aber moment mal, was ist denn das? wir haben ja garnicht 1998, sondern 2003! und was ist denn das hier? eine digitalkamera! mit der kann man astreine “scans” von papier machen, und wow…das dauert nicht mal ne sekunde- wahnsinn!

    aber was ist denn das schon wieder? wir haben ja garnicht 2003, sondern 2012; und wasn das hier für ein ding? das hat irgendwie ne 5 MP kamera, eingebautes telefon, internetanschluss, speicherplatz, ein abspielgerät für unendlich musik, nen wecker und…und…und

    • :) 02 Apr 2012, 9:03

      Vor lauter Nörglerei wohl vergessen was für ein Datum es war hm? ;)
      “Juhu endlich wieder ein Gizmodo post den ich mit meiner eingeschränkten Denkensweise bombadieren darf”

      • Joe 02 Apr 2012, 10:06

        schau erst mal bei Amazon vorbei, bevor du blödsinn schreibst.

    • :) 02 Apr 2012, 13:25

      Alles klar Chef!

  2. tom 01 Apr 2012, 19:23

    so richtig mag ich das produkt auch nicht verstehen. was ist der vorteil gegenueber einer cam ?

    • Andreas Donath 02 Apr 2012, 1:13

      Ich würde sagen das verzerrungsfreie Einlesen von Papiervorlagen. Beim Abfotografieren ist in aller Regel eine Trapezkorrektur mit einhergehendem Schärfeverlust notwendig.