Flugzeugkatapult: Die Zwille für Flugzeuge

Wie kriegt man ein tonnenschweres Flugzeug auf einer Strecke von rund 80 Metern auf Abhebegeschwindigkeit? Mit einem riesigen Dampfkatapult. Das moderne System heißt CATOBAR und kann ein Flugzeug innerhalb von 2 Sekunden auf ein Tempo von 265 km/h bringen.

CATOBAR (Catapult Assisted Take Off But Arrested Recovery) besteht aus einer Kupplung, die am Fahrwerk befestigt ist. Sie wird in einen Schlitten eingerastet, der auf einer Schiene läuft. Unter dem Flugdeck befinden sich zwei Kolben in parallel angeordneten Zylindern, die rund 45 cm im Durchmesser messen. Sie sind jeweils ungefähr 90 Meter lang und werden mit Dampf gefüllt und unter Druck gesetzt. Der Dampf wird mit den Kernreaktoren des Flugzeugträgers erzeugt.

Wenn der Druck stimmt, erhöht der Pilot den Schub der Triebwerke und der Katapult-Offizier löst eine Sicherungshalterung. Dadurch schießen die Kolben nach vorn und beschleunigen das Flugzeug über die Kupplung. Damit der Schlitten nicht einfach vorn anschlagen, wurde ein hydraulisches Bremssystem entwickelt, das mit Meerwasser funktioniert, das mit Luft angereichert wurde. Im Prinzip ist es ein horizontal angeordneter Bremszylinder, der kegelförmig aufgebaut ist.

Künftig will man auf eine Technik setzen, die ohne Dampf auskommt. Das Electromagnetic Aircraft Launch System (EMALS) arbeitet elektromagnetisch mit einer Motortechnik, die schon im Transrapid eingesetzt wurde.

[Via Wikipedia, US Navy Aircraft History, How Stuff Works, Electronic Aviation]

[Andrew Tarantola / Andreas Donath]

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6 Antworten auf Flugzeugkatapult: Die Zwille für Flugzeuge

  1. reefton
    28.Dez. 2011 14:00

    WOW…diese Technik gibt es schon seit Jahren…is normal für Flugzeugträger…

    OMG Gizmodo, ihr werdet echt immer schlechter….

    • 28.Dez. 2011 20:07

      Wir beschäftigen uns öfter mit “Monstermaschinen”, deren Funktionsprinzip interessant ist – unabhängig vom Tagesgeschehen.

  2. Alex
    28.Dez. 2011 14:11

    Also ich wusste das noch nicht, danke für den Beitrag, wieder was gelernt ;)

  3. marvin
    29.Dez. 2011 00:06

    An der Stelle wäre es interessant gewesen zu erfahren wie das neue System genau funktioniert und wann/wo es zum Einsatz kommt

  4. Martin
    29.Dez. 2011 11:10

    @reefton: Ich finde die News interessant. Man kann nicht täglich mit Gerüchten und Zukunftsvisionen umherschlagen. Das wird auf Dauer auch dröge.
    Ansonsten wechsel einfach deinen Informationsanbieter wenn es dir hier nicht gefällt, statt zu meckern.

  5. Visitor
    29.Dez. 2011 19:40

    Und was hat das veraltete System mit einer Zwille gemeinsam ? Nichts !! Eine Zwille ist eine Schleuder die mit einem Gummi betrieben wird ! (Also eine Steinschleuder)
    Ein Luftgewehr hat ja auch nichts mit einer Armbrust gemeinsam oder ? Okay man kann mit beidem etwas nach vorne befördern..

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