Stirbt die Gebärdensprache aus?

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Ein negativer Nebeneffekt von Innovation und Technik ist sicherlich, dass ehemals nützliche Dinge veralten und unnütz werden. Zu den Opfern zählen mitunter CDs, Kassetten, AOL, Dreamcast und viele andere. Doch könnte dies der Gebärdensprache auch wiederfahren? Einige behaupten dies jedenfalls.

Die New York Times hat einen interessanten Artikel darüber veröffentlicht, wie die fortschreitende Technik auf die Gebärdensprache Einfluss nimmt. Und wie es scheint, entwickelt sich zu diesem Thema eine umstrittene Debatte. Zum einen gibt es Leute, die der A.S.L. (American Sign Language), der dominierenden Gebärdensprache in den meisten englischsprachigen Ländern, folgen. Sie schicken ihre Kinder deswegen auf bestimmte Schulen für Gehörlose.

Zum anderen gibt es auch diejenigen, die eher auf Technologie und verstärkten Ton setzen und allgemeine Schulen für Gehörlose bevorzugen.

Früher entschieden die Eltern, welche Methode für ihre Kinder die Richtige war. Doch aufgrund der steigenden Staatsverschuldung könnten Gehörlosenschulen in naher Zukunft geschlossen werden, wodurch die Leute gezwungen würden sich mit der neuen Technik auseinandersetzen zu müssen.

Einige Eltern befürchten, dass die Gesetzgeber eher Cochleaimplantate bevorzugen, als für spezielle Schulen Geld zu investieren. Doch laut einer Studie wählt bereits ein Großteil der Familien, genauer gesagt rund 80%, die neue Technik und wünscht sich, dass ihre Kinder die grenzenlose Vielfalt der Geräusche und Töne genießen und selbst sprechen kann.

Es würde sicher nicht überraschen, wenn diese Zahl in Zukunft noch weiter steigt. [Casey Chan/Helene Gunin]

[via NYT]

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