Gericht verurteilt Mann zu 100 Entschuldigungs-Tweets

Es ist das moderne Äquivalent zum Entschuldigungsschreiben an der Tafel: Ein Gericht in Malaysia verurteilte den Internet-Aktivisten Fahmi Fadzil dazu, 100 Tweets mit Entschuldigungen zu posten. Hoffentlich kennt Fadzil Copy und Paste.

Was hat Fadzil verbrochen? Im Januar dieses Jahres schrieb er auf Twitter, dass eine seiner Bekannten von ihrem Arbeitgeber misshandelt wurde – der ein Magazin von BluInc Media betreut. Sauerei!, Gemeinheit!, Verbrecher! Auch wenn Fadzil schon einige Stunden später aus eigenen Stücken eine Entschuldigung schrieb, ging die Sache bereits vor Gericht.

Innerhalb der nächsten drei Tage muss Fadzil nach dem Urteil nun 100 Mal um Entschuldigung bitten. Mit Tweets. Irgendwie eine sehr lächerliche Strafe. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Fahmi Fadzil, The Next Web]

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9 Antworten auf Gericht verurteilt Mann zu 100 Entschuldigungs-Tweets

  1. Lol
    3.Jun. 2011 10:29

    Na ja, lächerlich finde ich so etwas nicht, sondern kreativ. Ne witzigere Strafe wäre, wenn er sein Twitteraccount löschen müsste.

    • Karotte
      3.Jun. 2011 11:44

      das wäre ja dann sozusagen die Todesstrafe im Netz :D

  2. basket
    3.Jun. 2011 10:40

    oder generell so ein verbot für die nächste zeit z.B. 2 jahre twitter verbot

  3. micha
    3.Jun. 2011 15:18

    hmmm… soviel mal wieder zum thema meinungsfreiheit….

    und zum punkte “verbot für 2 Jahre” etc….
    sowas ist eigentlich eine recht ernste sache, teilweise bekommen sexualstraftäter “internetverbot”. wurde doch erst vor ein paar tagen auch von giz berichtet ;)

  4. iMike004
    4.Jun. 2011 10:58

    Und die Follower werden zugespamt, oder wie läuft das ab? Hab kein Twitter.

  5. Pingback: Entschuldigungs Tweet von Gericht angeordnet

  6. Ahti
    5.Jun. 2011 13:40

    Könnt ihr doch bitte wenigstens richtig abschreiben? des englischen solltet ihr doch so halbwegs mächtig sein oder? eine “out-of-court decision” ist keinesfalls ein urteil, sondern eine aussergerichtliche einigung.

    und ich persönlich halte solche anschuldigungen durchaus für anfechtbar, oder hättet ihr es gern wenn jemand in die welt herausschreibt dass ihr x vergewaltigen würdet (vermutlich mit entsprechenden polizeilichen folgen)

  7. Pingback: DIGITALRECHT.NET » Tatort Social Media: Von Twitter, Beleidigungen und Duellen

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