Spioniert mich mein iPhone und iPad aus? – alles über “Positiongate”

Die Aufregung um die von iPhone und iPad gespeicherten Positionsdaten nimmt kein Ende. Wir liefern Euch einen sachlichen Überblick und sagen alles, was Ihr wissen müsst, um mitreden zu können.

Das ist passiert

Zwei Entwickler, die sich mit der Visualisierung von Geodaten befassen, haben im Rahmen ihrer Arbeit herausgefunden, dass iPhone und iPad aufzeichnen, wo Ihr Euch mit diesen Geräten herumgetrieben habt. Die Informationen werden auf dem Mobilgerät gespeichert und landen bei der Synchronisation via iTunes auch auf dem PC bzw. Mac.

Die beiden Jungs haben ein Tool entwickelt, mit dem Jedermann die auf seinem iPhone bzw. iPad gespeicherten Bewegungsdaten in eine Landkarte einzeichnen kann. Dieses Tool haben sie an prominenter Stelle präsentiert, nämlich auf einer Fachtagung von O’Reilly. Es ist wohl dieser plakativen Form der Darstellung zu verdanken, dass das Problem nun so hohe Wellen schlägt. Bekannt ist es nämlich spätestens seit September 2010.

Diese Geräte sind betroffen

Betroffen sind das iPhone 3G, 3GS, 4 und die 3G-Versionen von iPad 1 und 2, soweit diese Geräte mit iOS ab Version 4 augestattet sind.

Das wird gespeichert

Was iOS da genau aufzeichnet erfährt man am schnellsten, in dem man sich ein iPhone-/iPad-Backup ansieht, das iTunes automatisch bei der Synchronisation auf der Festplatte anlegt. Zum Backup gehört eine SQLite-Datenbank. In dieser liegen unter anderem die Bewegungsdaten. Sie lässt sich mit einem entsprechenden Tool ansehen, zum Beispiel mit der Firefox-Erweiterung SQLite Manager.

Die Namen der Backup-Dateien vergibt iTunes scheinbar nach dem Zufallsprinzip. Die SQLite-Datei findet Ihr über folgenden Kommandozeilen-Befehl am schnellsten:

  • Mac: grep CellLocation ~/Libary/Application\ Support/MobileSync/Backup/[Backup-Ordner]/*
  • Windows: findstr /M CellLocation “C:\Users\Andykn\AppData\Roaming\Apple Computer\MobileSync\Backup\[Backup-Ordner]\*.*”

Interessant ist die Tabelle CellLocation, die die Bewegungsdaten speichert. Sie enthält unter anderem Felder für Längen- und Breitengrad sowie einen Zeitstempel und einen Wert, der die Genauigkeit der Ortsangabe widerspiegelt. In den Feldern MCC, MNC und LAC sowie CI notiert iOS Kürzel, über die sich die einzelne Zelle des Mobilfunknetzes identifizieren lässt, in die das iOS-Gerät zum jeweiligen Zeitpunkt eingebucht war. Zumindest legt diesen Verdacht dieses PDF nahe, das verschiedene GSM-Kürzel beschreibt. Zwar sind auch Felder für die Erfassung von Höhe und Geschwindigkeit in der Tabelle enthalten. Diese waren bei unseren Testgeräten aber immer leer.

Standardmäßig werden die Daten unverschlüsselt gespeichert.

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16 Antworten auf Spioniert mich mein iPhone und iPad aus? – alles über “Positiongate”

  1. Christopher Menke
    26.Apr. 2011 19:29
  2. 26.Apr. 2011 19:48

    “Positiongate” … ernsthaft?

  3. 26.Apr. 2011 20:30

    Wenigstens kann man beim iPhone die Datei in gewisser Weise kontrollieren, da sie nicht auf den Server von Apple landen. Bei Android werden die Daten alle paar Stunden! an Google gesendet, dort ist das ganze Profil nur für Google sichtbar…selber hat man keine Kontrolle mehr, ist ja auch kostenlos…nicht umsonst :-D
    Aber sinnlose Diskussion, die Provider haben eh alle Daten…

  4. Scholle
    26.Apr. 2011 20:59

    Positiongate und Spionage-Skandal… Herrlich wie Gizmodo sich zur neuen Computerbild entwickelt

  5. Budda
    26.Apr. 2011 21:46

    ihr rafft überhaupt nicht, worum es hier eigentlich geht. echt arm. dann lasst eich mal schone weiter verarschen.

  6. Ihatenowgizmodo
    26.Apr. 2011 23:37

    Pah.. Ich bin auf Computer Bild umgestiegen.. Die erwähnen immerhin das auch Windows phone 7 und android ausspionieren.. Ihr seit ein Haufen AppleHater!!!

  7. KJ
    26.Apr. 2011 23:37

    Lieber Weihnachtsmann. Dieses Jahr wünsche ich mir ein Handy. Es soll aussehen wie ein IPhone, aber Android als Betriebsystem haben und von keinem Konzern kommen der mit dem Teufel im Bunde ist (Mercedes-fahrende Leute in dunklen Anzügen mit Titan-Rolex an den Handgelenken).

    Desweiteren soll es Daten über meine Position speichern, diese aber nur mir in verschlüsselter Form zugänglich machen, damit ich es in passenden Geotag Apps benutzen kann. Niemals aber auch niemals sollen diese Daten irgendwo anders landen.

    Dein Tobi

    PS: Sojamilch steht aufm Kamin…der Jägermeister ist im Eisfach..hau rein!

  8. Marc
    27.Apr. 2011 02:37

    Hey Bild 2.0, ich hab noch ein paar Tipps für euch:
    1. Die Überschriften sind noch nicht fett genug
    2. Die Texte könnten dramatischer sein
    3. Recherchiert bitte noch schlechter ( war schon gut nicht zu erwähnen, dass Android auch Positionsdaten aufzeichnet, oder dass Apple schon einen Stellungsnahme dazu gegeben hat. )

    Ich hoffe meine Tipps werden euch helfen ;)

  9. Geist_
    27.Apr. 2011 08:45

    Das heist aber auch das GPS die ganze Zeit an ist, der Akku schneller leer ist. Danke! Kann Apple ja machen, sollte nur darauf hinweisen. Wenn MS das gemacht hätte wäre hier der Aufstand los.

    • A.Bundy
      29.Apr. 2011 22:18

      A) GPS ist nicht betroffen
      B) MS macht mit Windows Phone 7 dasgleiche und sendet die Daten obendrein sogar mit eindeutiger ID zu ihren Servern

  10. Sam_Tron
    27.Apr. 2011 10:42

    Lest euch die Artikel unter heise.de und wsj.com durch! Leute aufwachen!!! Wer Privacy will muss halt auch auf Features wie “finde Pizzerien in meiner Umgebung” oder FindMyFuckingPhone verzichten. Die Lösung ist, wie bei jedem “Skandal” ganz einfach: Kein Smartphone verwenden. Da hilft auch kein Umstieg auf einen anderen Hersteller, denn die verwendeten Technologien sind ähnlich, geklaut, kopiert, etabliert oder was auch immer. Man ist auch nicht umweltfreundlicher, wenn man an der “Freien Tankstelle” beim Bauern um’s Eck tankt…

  11. Franchy
    27.Apr. 2011 12:36

    Also echt mal.

    Android speichert auch alle Funkmasten und W-Lan daten. Und warum wohl? Und AGPS benutzen zu können. Durch die Liste wird das finden von Standorten an denen man häufig war wesentlich vereinfacht. Dass die Daten an Google geschickt werden ist in so weit auch nicht weiter schlimm, da sie theoretisch zur verbesserung der AGPS-Server verwendet werden könnten. Nun stellt sich halt die frage wie vertraulich Google die Daten behandelt.

    Und nebenbei: Das macht JEDES Telefon, welches AGPS hat – nicht nur Apple und Android.

  12. FunkyOne
    27.Apr. 2011 14:18

    Ohhhh Apple!?! Wie kann man soooooo böse sein? Ihr habt das mit den Ortungsdaten zwar in Euren AGBs stehen, aber wer ließt das schon? Ich meld mich jetzt erst mal bei Facebook an und schick mal einen lokalisierten Post raus und gebs Euch mal richtig…..

  13. decades
    27.Apr. 2011 21:51

    Wie sich nun herausstellt, handelt es sich um den umgekehrten Fall: Es sind nicht die eigenen Lokationen, sondern ein Cache. Das macht Sinn: Ich habe mir die DB mal angesehen und eine bestimmte Fahrradtour (230 km), die ich mit eingeschaltetem GPS gefahren und bei der ich dem blauen Punkt auf der Google Maps gefolgt bin, versucht, nachzuvollziehen. Wenn die aufgezeichnet worden wäre, hätte es Einträge geben müssen. Ich fand nur wenige Matches in dem Wust. Einige Punkte lagen bis zu 50 km abseits. Ich finde Apple’s Erklärung einleuchtend und glaubhaft.

    http://www.apple.com/pr/library/2011/04/27location_qa.html

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