Nachgesehen: Bomben in Toner-Kartuschen

Terroristen sind kreativ, wenn es um Verstecke für Bomben geht. Bei den fehlgeschlagenen Anschlägen auf UPS-Flieger wurden die Höllenmaschinen in unverdächtigen Toner-Kartuschen untergebracht. Wir haben sie uns angesehen.

Die Bomben sind eine Mischung aus Improvisationskunst und Allerwelts-Elektrokram, wie er sich in den meisten Büros oder Wohnungen findet. Als Sprengstroff kam PETN (Pentaerythritol Tetranitrat) zum Einsatz, ein recht stabiles Material, das man mit einem anderen Sprengstoff zünden oder sehr hart aufschlagen muss, um es zur Explosion zu bringen. Versehentlich explodieren solche Bomben üblicherweise nicht. Zugleich ist PETN ziemlich starker Tobak. Eine Portion von 5 Gramm reicht aus, um ein Loch in Metal zu sprengen das doppelt so dick ist wie ein Flugzeugrumpf.

Nun haben die noch unbekannten Bombenbauer satte sechs Pfund PETN verbaut. Besser gesagt: Sie haben es in die Toner-Kartuschen gestopft, recht eigenwillig verkabelt und mit einer SIM garniert. Bombenexperten merken an, dass die Konstruktion zwar nicht professionell aber doch gut genug war, um eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zu unterlaufen. Es wird vermutet, dass die SIM-Karte genutzt werden sollte, um die Bomben zu zünden, doch da keine Antenne gefunden wurde, ist unklar, wie das Signal hätte empfangen werden sollen. Auch ein Zünder fehlte. So bleibt ein Design, das eine morbide Cleverness ausstrahlt, andererseits aber auch jede Menge Fragen aufgibt. [Sam Biddle / Tim Kaufmann]

[Via Danger Room]

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13 Antworten auf Nachgesehen: Bomben in Toner-Kartuschen

  1. applemagic 02 Nov 2010, 14:30

    Das würde bei Apple Produkten nicht funktionieren, weil sie so schön dünn sind!

    Apple4ever!

  2. Pascal 02 Nov 2010, 14:37

    Vielleicht war die Sim auch einfach nur dazu gedacht, dass der Kontaktmann vor Ort diese in sein Handy schiebt um den Auftrag entgegen zu nehmen….

  3. WachtAuf! 02 Nov 2010, 15:00

    Was geht denn jetzt ab Gizmodo? Kopieren wir jetzt Massenmedien? Glaubt ihr den Scheiß selber? Auf der einen Seite sind die “TERRORISTEN” soooo clever und fliegen Flugzeuge in Türme und auf der anderen Seite sollen sie zu blöd sein um eine funktionierende Bombe zu bauen? Sim Karte drin aber Zünder vergessen… is klar… WACHT AUF!!!!

  4. iPhoneFanboy 02 Nov 2010, 15:12

    Fehlt nur noch die “How To” Anleitung..

    • flo350 02 Nov 2010, 17:59

      dazu brauchste eig nur Pentaerythrit und Salpetersäure das ergibt zusammen den Sprengstoff PETN:D

  5. Hanno 02 Nov 2010, 15:19

    Natürlich würde auch niemand, wirklich niemand einen zusammenhang zwischen den anstehenden wahlen und diesen fund vermuten.

  6. m0 02 Nov 2010, 16:41

    Is schon so. Ich steig schon garnicht mehr in Flugzeuge wenn Wahlen sind

  7. SmashD 02 Nov 2010, 18:46

    Hand hoch, wer die immer wieder genial mit bevorstehenden Wahlen oder sonstigen dollen Sachen getimten “Funde” noch so zu mindestens 70% für Fakes -und damit von Regierungsseite geplant und durchgeführt- hält…

    • kartel 02 Nov 2010, 23:20

      Vor allem sind UPS und Fedex garnicht tätig in Jemen und Qatar Airways hat eine Beteiligung auch dementiert.

      Hand oben: FAKE!!

  8. Foat 02 Nov 2010, 23:32

    War sicher ein Fanboy…. weil er nicht aufhören wollte AngryBird zu spielen hat er einfach nur die Simkarte eingebaut… man kann ja nicht sein iPhwn opfern

  9. mika 03 Nov 2010, 9:36

    warscheinlich mit nem küchenmixer in ner hinterhofgarage im jemen gebastelt.
    so zu sagen – zwischen die plätzchen mal eben was mischen. ‘mama mach mal platz da ..’
    schon klar! futter für die presse (ahmm – volontäre die vom ticker jeden dreck abschreiben)

    hand hoch – totaler fake!

  10. sam 03 Nov 2010, 11:47

    Fals Flag eindeutig ein verzweifelter Versuch Obamas mehrheit im Repesentantenhaus zu sichern. Wenns nicht so wäre, wäre die Bombe hoch gegangen aber sie war ja nur zur ablenkung gedacht.

  11. Pingback: Terrorpanik: Todesstoß für Internet in Flugzeugen? - DAS GADGET WEBLOG - DIGITAL LIFESTYLE TODAY AND TOMORROW