Wie kam Gizmodo an das neue iPhone? Hat Apple es vielleicht absichtlich verloren? Wenn ihr das glaubt, habt ihr keine Ahnung wie Apples PR-Abteilung funktioniert und wie Gizmodo sie in ihrem eigenen Spiel geschlagen hat.
Hätte Apple das Gerät absichtlich verloren, hätte man vorher die ganze PR-Abteilung komplett umkrempeln müssen. Eine PR-Abteilung, um die Apple von der gesamten Business-Welt beneidet wird. Man hätte Dekaden von akribischen Plänen über den Haufen werfen müssen. Und glaubt wirklich irgendjemand, dass das neue iPhone im Juni ohne solchen Tricksereien nicht auch eine gewaltige Geschichte werden würde?
Das Leben der anderen Journalisten
Apple ist schon seit knapp einer Dekade das Consumer-Unternehmen mit der höchsten Geheimhaltung. In einem Zeitalter, in dem Vizepräsidenten twittern und bloggen, kommuniziert Apple mit der Schwatzhaftigkeit eines Rüstungsherstellers.
Fragt Journalisten, die bereits mit Apple Kontakt hatten. Sie alle werden euch die gleiche Geschichte erzählen: Apple ist das nervigste Unternehmen, mit dem man in der Branche zusammenarbeiten kann. Im besten Fall sind sie penibel, verlangen lächerliche Dinge für einfache Anfragen wie Testgeräte. Und am schlimmsten und wahrscheinlichsten ist: sie reagieren einfach nicht.
Sobald man einmal an Apple heran gekommen ist, sind sie toll. Menschlich, aufmerksam und hilfsbereit. Aber wehe dir, wenn du einen Fehler machst oder ihnen auf die Füße trittst. Dann bist du für sie gestorben. Das ist ihr System – und es funktioniert großartig. Wenn man also an Apple rankommen möchte, darf man sich keinen groben Schnitzer leisten. Da nichts für soviel Aufmerksamkeit sorgt wie Apple-Produkte, ist man als Technik-Journalist quasi gezwungen, sich mit Apple gut zu stellen.
(Man muss sicherlich nicht erwähnen, dass Apple keine Werbeplätze in Publikationen kauft, mit denen sie nicht zufrieden sind. So wie bei Gizmodo der Fall. Seit wir über die Gesundheitsprobleme von Steve Jobs berichtet haben, stehen wir bereits auf Apples Abschussliste.)
Besondere Form des Journalismus
Der Grund, warum dieses Prinzip bei Apple so gut funktioniert, ist die legendäre Geheimhaltung. Dadurch, dass sämtliche Kommunikationskanäle geschlossen sind, haben sie Macht über Diejenigen, denen sie Informationen liefern. Es reicht sicherlich nicht, um für immerwährend gute Testergebnisse zu sorgen. Allerdings wird die Meinung von vielen schon durchaus dadurch beeinflusst, dass sie die interessanten neuen Apple-Geräte etwas eher kriegen als andere Kollegen. Schließlich sind sie bei Apple sehr beliebt und wollen nicht ihre Stellung riskieren.
Die entsprechenden Journalisten würden natürlich durchdrehen, wenn du ihnen das erzählst, weil du implizierst, dass sie manipulierbar und bereits von der Apple-Krankheit infiziert sind. Ein großes Problem. Und genau das gleiche Phänomen wie bei exklusiven Preiviews eines neuen Gadgets, Gratis-Testgeräte und so weiter. Wir tun unser Bestes, um nicht manipuliert zu werden, aber zu behaupten, dass so etwas keinen Einfluss auf uns hätte, wäre gelogen.
Diese Art von Journalismus zerstört nicht automatisch die Berichterstattung, aber sie wird niemals völlig objektiv sein.
Warum also sollte Apple diese Macht aus den Händen geben und uns einen Prototypen zuspielen? Warum eine ganze Dekade liebevoller Medienpflege über den Haufen werfen? Welche Vorteile hat Apple davon? Wir können uns keinen Nutzen für Apples System vorstellen – es macht einfach keinen Sinn.
Leck als Ablenkung
Es gab einiges Gemurmel, warum wir diese Geschichte am gleichen Tag publizierten, an dem die ersten Tests des HTC Incredible aufschlugen. Es gibt eine ganz einfache Antwort: Es ist ein Montag. Ein guter Tag für Nachrichten. Wenn ihr wirklich glaubt, dass Apple solche Angst vor dem Release irgendeines neuen Android-Handys hat, dann überschätzt ihr Apples Angst vor Google gewaltig. Warum sollte Apple die Vorstellung eines neuen iPhones deswegen ruinieren?
Das iPhone ist Apples wichtigstes Produkt. Ihr Baby. Warum sollten sie es exklusiv einer Nischenseite wie Gizmodo in die Hand drücken?
Folge dem Geld
Welchen Geschäftsvorteil hätte ein solches Leck für Apple? Es hält die Kunden davon ab, aktuelle iPhones oder sogar iPads zu kaufen. Als iPad-Besitzer kann man nun durchaus sein Tablet verkaufen, weil das neue iPhone eine Frontkamera hat.
Es gibt einige Gerüchte, dass Apple Geschichten an andere Publikationen wie das Wall Street Journal vorab bekannt gibt. Zum Beispiel die iPad-Preise, bevor die iPads vorgestellt wurden. Die lagen bei 1.000 Dollar. Die Geschichten waren nur dazu da, den Endpreis festzulegen – dieser lag überraschenderweise deutlich drunter, nachdem sich viele Leser aufgeregt hatten.
Gray Powell opfern?
Es war unvermeidbar, den Namen desjenigen bekannt zu geben, der das Gerät verloren hat. Der Name wäre ohnehin publik geworden und er würde so auf jeden Fall seinen Job verlieren. Dadurch, dass er in die Öffentlichkeit gezerrt wird, hat er jedoch eine kleine, wenn auch verschwindend geringe, Chance seinen Job zu behalten.
Was viel wichtiger ist: Glaubt ihr wirklich, dass Apple einen seiner Entwickler auf diese Weise opfern würde? Gray Powell ist ein echter Mensch – er ist noch jung und wird wohl den Rest seines Lebens damit verbringen, einen der größten Fehler in der Technikgeschichte auszubügeln. Apple mag gemein sein, aber sie sind niemals so diabolisch.
Warum es wichtig ist, dass es keine Absicht war
So wie wir das sehen, ist die einzige Möglichkeit, gegen Apples Form des Zugriffsjournalismus vorzugehen, die Geschichte ebenso kaltblütig zu kontrollieren, wie Apple und andere Unternehmen es mit ihren Produkten tun.
Wenn ihr glaubt, dass Gizmodo euch das neue iPhone nicht zeigen darf, solange Apple es nicht vorstellt, dann akzeptiert ihr Apples Kontrolle über die Nachrichten. Das klingt zwar alles ziemlich weit hergeholt, aber sehen wir doch mal, was es bedeutet: Ihr könnt Gizmodo und anderen Technikseiten nicht auf der einen Seite vorwerfen nur Sprachrohre der Unternehmen zu sein und uns auf der anderen Seite dann anprangern, weil wir den Teufelskreis brechen.
Letztendlich ist das hier mal wieder der Beweis dafür, dass auch Apple nicht unfehlbar ist und auch dieses Unternehmen nur aus Menschen besteht. Nichts ist unfehlbar und Apple ist einem winzigen menschlichen Fehler zum Opfer gefallen. [Joel Johnson/Maxim Roubintchik]
Die Komplette iPhone-4G-Geschichte
Das ist Apples nächstes iPhone
Apple will sein geheimes iPhone zurück
Wie Apple das neue iPhone verloren hat
Gray Powell hat sein eigenes Fan-T-Shirt
An alle iPhone-Fans: Gizmodo gibt es auch als kostenlose iPhone App.




Jaja, ein kleiner Nappel (a.h. 27 – dem Bild nach) darf den Prototypen des neuen iPhones mitnachhause nehmen und verliert es dann – der Finder, scheinbar eine selten dumme Person, bietet es einem Internetportal an (anstatt mal bei Nokia anzuklopfen – die hätten das 5fache bezahlt) nein er fragt Gizmodo, eine wie ihr selber sagt, Nieschenseite – ihr, bekommt es nictmal hin uns ein Bild des “Bitte mit iTunes verbinden” Bildschirms zuzeigen – Apple schreibt nur ein kleines nettes Briefchen in dem sie bitte sagen, obwohl sie vor Veröffentlichung des iPhone Classic Blogs mit Klagen überzogen haben !
Wers glaubt ;)
Sonnt euch da oben, der Fall wird kommen …
“Die entsprechenden Journalisten würden natürlich durchdrehen, wenn du ihnen das erzählst, weil du implizierst, dass sie manipulierbar und bereits von der Apple-Krankheit infiziert sind. Ein großes Problem. Und genau das gleiche Phänomen wie bei exklusiven Preiviews eines neuen Gadgets, Gratis-Testgeräte und so weiter. Wir tun unser Bestes, um nicht manipuliert zu werden, aber zu behaupten, dass so etwas keinen Einfluss auf uns hätte, wäre gelogen.” Soll das ein Witz sein? Hier ist mehr als jede zweite Nachricht über Apple und Ihr behauptet, ernsthaft zu versuchen, nicht manipulierbar zu sein? Selten so gelacht!
Pingback: Morning Briefing : digirati
das ist so geil, das könnte ne eigene Folge bei LOST bekommen….
PS:
das ganze iPhone-Getue nervt mich auch :-p
Mich würde ja mal interessieren (vielleicht stand das auch in einem der vielen Artikel), was mit dem Prototyp jetzt passiert ist. Hat Gizmodo den einfach an Apple zurückgegeben und as wars? War der Erwerb des eiFöns eigentlich nicht strafbar? Schließlich handelt es sich dabei doch wohl offensichtlich um einen unrechtmäßig (gestohlenen/unterschlagenen) Gegenstand und Gizmodo hat somit quasi Hehlerware gekauft. Gibt es da keine rechtlichen Folgen?
Hm, mich treiben ganz andere Dinge um:
1. Das iPhone, mein derzeitiges Lieblinghandy, sieht in seinem neuen Gewand aus, als hätte HTC und nicht John Ive die Finger im Spiel gehabt. Yuk!
2. Guter Scoop gizmodo – wenn es denn einer war, wovon ich immer noch nicht überzeugt bin. Nur hört auf Euch zu rechtfertigen. War die Story solide, lasst sie für sich sprechen. Die Nörgler verstummen spätestens, mit der Vorstellung des neuen Produkts. Und wenn Apple doch was anderes präsentiert, wirds auch weniger peinlich für Euch.
3. Zu jedem Eurer Argumente fällt mir ein Gegenargument ein. Quintessenz: wenn Apple von Gizmodo genervt ist, warum Euch (und andere Verräter) nicht entzaubern, in dem man Euch eine verdammt überzeugende Luftnummer unterjubelt? Eure Glaubwürdigkeit wäre weg, der Hype trotzdem gigantisch. Und die Schoßhundjournallie würde das wahrscheinlich schon aus Neid mit Festschriften begleiten. Eine top PR-Abteilung kann sicher so einen Coup durchziehen. Ich stelle mir gerade Stevil Jobs vor, wie er feixend das echte iPhone 4G aus der Hose zaubert und einen Nebensatz über die Fälschung verliert….
Dadurch das die Story, dass der Mitarbeiter das Iphone vom Firmengelände mitgenommen hat so unwahrscheinlich ist gehe ich davon aus, dass die gesamte Story FALSCH ist und es sich um ein gestohlenes iphone handelt. Es gerät sonst NIE ein Bild an die Öffentlichkeit, was unvermeidbar wäre, wenn jeder Entwickler das iphone mitnehmen darf oder in ne bar geht. Selbst wenn es sich um eine kurze Pause nach dem Außentest handelt dann ist es nicht möglich, dass er es liegen lässt und nichtmal bemerkt (Anfangs). Deswegen ist doch völlig klar das die ganze Sache nicht legal gelaufen ist.
ODER: Es ist gar nicht der Prototyp sondern eine Fälschung oder ein alter Prototyp. Aber sicher dürfte sein dass man nicht eben in einer Bar (selbst wenn sie bei Cupertino ist) keine Iphone Prototypen findet, denn diese sind Millionen Wert. Geschweige denn wird man sie nach Hause nehmen dürfen. Ich glaube Apple sagt nichts gegen diese Gerüchte, da sie sonst zugeben müssen, dass ei Einbruch geglückt ist
Es gibt nunmal live test eines Prototypen und die hülle sah echt aus wie ein 3G S…
Und UND das 3G mit weiser hülle wurde auch bei Gizmodo am 26 April 2008 gesichtet.. zwar nciht so exlusiv aber ein spypic war da! und das 2 Monate vor der Präsentation genau wie jetzt..
Koriegiere am 4. April…
http://gizmodo.com/376207/is-this-the-back-of-the-3g-next+gen-iphone
Also es ist auch mal mit den 3G passiet.. fast drei monate vor der WWDC also wenn man keine AHnung hat besser …
Und bei engadget gab es doch auch bilder vonm 27 februar aus twitter.. da sah das innen leben nicht so “final” wie jetzt aus..
Komm Gizmodo zeig uns “connect to itnues” Oder dürft ihr das nciht wegen APPLE?
Oder Abble sagt nüscht weil se wollen das Gischmodo im Juni als die blöden dastehn – alle dachten is echt – und dann kommt Stevie und sagt “Tja, reingefallen ! Ätschbätsch”
Ich glaub mitlerweile, das Apple einfach nur mitspielt um für zukünftige Generationen, die Spekulationen zumindern, denn wenn dieser “Prototyp” und die Story ne Luftnummer sind, wird nie wieder jemand irgendwas über “Bilder vom neuen iPhone” – “Sieht so das neue iPhone aus?” – “Wird das neue iPhone meine Toilette putzen können?” Lesen geschweige denn Glauben. Was für Apple bedeutet das die Altgeräte trotzdem weiter weggehn & alle gespannt auf die Keynote gucken …
p.s.: sollte meine Theorie stimmen, wird Gizmodo untergehen – niemand wird diesem Blog jemals auch nur noch ein Wort glauben bzw alle werden diese Story im Hinterkopf haben …
So long …
Pingback: Wochenrückblick 16.04.-23.04.2010
Kann mir mal bitte jemand erklären weshalb hier alle so super-schlau daher reden. Ihr schein ja alle Marketing und PR Profis zu sein und Euch bestens mit Apples Internen Abläufen auszukennen. Apple Produkte werden außer-Haus getestet. Auch geheime Prototypen. Und der entsprechende Entwickler hat das Gerät auch nicht nur eine halbe Stunde in der Tasche, sondern testet es Tage-lang. Sowas nennt man Produkttest und realen Bedingungen. Mobilfunkzellenwechsel, um mal ein Stichwort zu nennen.
Und dass das Design jetzt schon bekannt ist, und nicht von Mr. Apple präsentiert werden konnte…Who the fuck cares bitte?
Tolle Story Gizmodo! Und wenns ein Fake ist auch egal. Passiert. Ich gehe mal davon aus, dass Ihr nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habt.
Es ist nur ein Handy!
An alle die über die ganzen IPhone News meckern:
Gizmodo hat 5.000 Dollar für ein funktionsloses Stück Technik hingeblättert, ist doch selbstverständlich, dass sie nun so viel wie möglich darüber berichten.
Zitat: “Apple ist schon seit knapp einer Dekade das Consumer-Unternehmen mit der höchsten Geheimhaltung.” – Wer das weiß, der glaubt natürlich auch daran, dass ein “absichtliches Verlieren” nie passieren würde.
Aber wir leben in einer Zeit, wo beim hochgejubelten iPad ständig neue Probleme auftauchen (Hitzeabschaltung, Empfang etc.). Was läge da näher, als diese für Apple tatsächlich schädlichen Meldung einfach durch sowas einfach zu übertönen?
Übersehe ich was? Wo ist hier der ‘Beweis’, dass Apple das iPhone nicht absichtlich an die Medien gespielt hat?
Es ist ein Vanity-Artikel, den Gizmodo nicht hötig hat.
Klar besteht die Option, dass Apple eine iPhone-Variante unters Volk wirft, um später mit dem realen Modell zu überraschen.
Warum nicht?
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Sieht sooo übelst krass aus
aber sagt mal hat es den prozessor (a4) vom ipad??????????ß
Lg George