Puma und Yves Béhar stecken drei Jahre Arbeit in neuen Schuhkarton

Man kann’s kaum glauben, aber Puma und Fuseproject haben satte drei Jahre in etwas simplem wie einem Schuhkarton versenkt. Genauer gesagt: In dessen ökologisch und ökonomisch vertretbarer Neuauflage.

So ein Schuhkarton muss die in Fracht-Containern üblichen Temperaturen von über 40 Grad Celsius über Wochen hinweg aushalten. Im Lager soll er möglichst wenig Platz verbrauchen und dem Kunden einen anständigen Transport der Ware nach Hause gewährleisten. Puma versendet jährlich rund 80 Millionen Schuhkartons aus China, was dem Problem eine zusätzliche Dimension verleiht. Wenn man nur an den Müll denkt!

Statt weiter am vorhandenen Konzept zu feilen hat Fuseproject deshalb etwas ganz neues erfunden: Eine Kombination aus einem Pappgerüst und der zum Nachhausetragen der Schuhe ohnehin notwendigen Tragetasche. Das Pappgerüst gibt dem ganzen Gebilde seine Form, verbraucht aber 65% weniger Pappe als der bisherige Schuhkarton. Das zur Füllung von Schuhkartons verwendete Papier entfällt ebenfalls. Außerdem kommt der Pappträger ohne laminierten Karton aus, was das Recycling erleichtert.

Die Tasche besteht aus recycletem,  PET. Es wurde bei hoher Temperatur vernäht und nicht verwoben, denn das hätte die Materialdichte unnötig erhöht.

Puma schätzt, dass die neue Verpackung schon bei der Produktion rund 60% weniger Rohstoffe verschlingt als bisher. Das würde sich auf jährlich 8.500 Tonnen Papier, 20 Millionen Megajoule Elektrizität, 1 Million Liter Treibstoff und jede Menge Wasser summieren. Außerdem senkt das niedrigere Gewicht den zum Transport notwendigen Treibstoffbedarf um weitere 500.000 Liter Diesel. Und es entstehen 275 Tonnen weniger Plastikmüll.

Puma plant, den neuen Karton ab 2011 einzusetzen. Bleibt die Frage was man der Umwelt ersparen könnte, wenn man die Schuhe nicht am anderen Ende der Welt, sondern in der Nähe seiner Kunden produzieren würde. Aber trotzdem: Gut gemacht, Puma. [Gizmodo USA / Tim Kaufmann]

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11 Antworten auf Puma und Yves Béhar stecken drei Jahre Arbeit in neuen Schuhkarton

  1. Stephan
    14.Apr. 2010 10:47

    Also mir gefällt der Karton sehr gut =) das mit der Tasche finde ich super .. auch wenns auch so ne tasche im geschäfft dazu gibt^^ Aber der einwand mit dem hier produzieren sollte man ernst nehmen .. bei immer höher werdenen energiepreise lohnt es sich bald evtl nicht mehr in china zu produzieren … etwas gutes hätten die energiepreise dann ja

  2. Joe
    14.Apr. 2010 11:09

    Und was bitte hat die Meldung mit Apple zu tun?

  3. wurst
    14.Apr. 2010 12:10

    und was sollte diese news mit apple zu tuen haben ??

  4. HolzOnkel
    14.Apr. 2010 12:24

    @Joe xD
    Nix. Aber freu Dich doch mal, dass es hier auch mal um andere Themen geht… ;)

  5. Tze
    14.Apr. 2010 12:40

    best @ Joe =)

  6. Geist_
    14.Apr. 2010 13:34

    Dumme Idee, oder?

    Hülle zu weich, kein Schutz.
    Das öffnen/schliessen zu langsam. (Anprobieren im Laden, jedesmal wieder in die Tüte friemeln statt einfach Karton zu klappen)

  7. Pingback: Kreativlinks vom 14. April 2010 - farbwolke.de

  8. 14.Apr. 2010 22:47

    Ist schon richtig. Wenn man gutes Geld für Markenschuhe hinlegt muss auch alles stimmen. Daumen hoch!

  9. Lol
    15.Apr. 2010 04:24

    Im Spätkapitalismus war die Verpackung schon immer wichtiger als der Inhalt.

  10. rofl
    15.Apr. 2010 06:58

    ja ja die warenästhetik

  11. Pingback: zerfer.de – Linkdump #8 - zerfer.de - Aber sicher!

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