Die Formel für den perfekten Film

500x_seriousequationEin Professor der US-Universität Cornell analysierte 150 der wirtschaftlich erfolgreichsten Filme der letzten siebzig Jahre. Er hat festgestellt, dass je jünger der Film, er umso mehr einer mathematischen Formel entsprach, die auf der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne basiert.

In den 90er Jahren erklärten Forscher der Unversität Texas in Austin, dass die menschliche Aufmerksamkeitsspanne mit der Formel 1/f Fluktuation beschrieben werden kann. Das ist ein Muster welches die Steigerung und Abschwächung unserer Konzentration über einen gewissen Zeitraum abbildet. In einer neuen Studie hat Professor James Cutting festgestellt, dass je jünger der Kassenschlager, umso mehr entsprach die Länge der Einstellungen genau dieser Konzentrationsfluktuation.
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Während die Einstellungen im Film Detour (deutscher Titel: Umleitung) aus dem Jahr 1945 nur vage der 1/f Fluktuation entsprechen, kommt dem Ordinary People (deutscher Titel: Eine ganz normale Familie) von 1980 schon näher. King Kong schließlich entspricht dem am meisten, sowie auch die Prequels von Krieg der Sterne.

Wie Cutting erklärt, bedeutet die zunehmende Entsprechung, dass die Filme in Resonanz zum Rhythmus der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne sind. Aber nur weil Filme unserem Unbewußten immer mehr entgegen kommen, heisst das noch lange nicht, dass sie uns auch automatisch besser gefallen. Aber da er nur erfolgreiche Filme analysiert hat, steht der Gegenbeweis noch aus. [Kyle VanHemert/Elisabeth Karsten]

[via PhysOrg via PopSci]

Montag, 22. Februar, 2010 - 12:27

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11 Kommentare zu “Die Formel für den perfekten Film”

  1. Levian sagt:

    Da es eine numerische Annäherung ist, wird es sowieso nicht bewiesen werden können. Es kann nur gezeigt werden, dass schlechte Filme deutlich von dieser Formel abweichen.

  2. epospecht sagt:

    Leider ein vollkommen falscher Ansatz wirtschaftlich erfolgreiche Filme zu beschreiben. Die haben nämlich nicht viel mit dem Film zu tun sondern mit Marketing, Thema, Zeitgeist und Schauspielern.

    Wenn gute Filme erfolgreiche Filme wären dann dürfte es 75% aller Blockbuster nicht geben…

  3. Tilman sagt:

    “Er stellte fest, dass je jünger der Film, umso mehr entsprach er einer mathematischen Formel, die die menschlichen Aufmerksamkeitsspanne beschreibt.”

    ???

  4. Lukas sagt:

    vestgestellt???

  5. Ragnar sagt:

    FESTGESTELLT

  6. Georg sagt:

    …da hatte Adorno mit seiner Kritik an der Kulturindustrie ja doch gar nicht so unrecht…

  7. robert sagt:

    Tut mir leid, aber wenn der gute Herr behauptet KingKong wäre ein “guter” Film liegt er falsch. King Kong ist einer der wenigen Filme bei dem ich vor Langeweile eingeschlafen bin.

    Hat wohl jeder ein anderes Verständnis von “Aufmerksamkeitsspanne” – imo steht die nämlich wenn sie entsprechend kurz ist im Gegensatz zu “dichter, packender Story”.

  8. Thomas Stil sagt:

    und was haben wir davon?!nur weil ein film erfolgreich ist heißt es ja nicht dass er gut ist!!

  9. [...] Die Formel für den perfekten Film: James Cutting von der Cornell Universität analysierte 150 der erfolgreichsten Spielfilme der letzten 70 Jahre. Fazit: Je jünger der Film, desto eher entsprach er einer mathematischen Formel, die auf der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne basiert. [via Gizmodo] [...]

  10. [...] ist also nicht nur die wichtigste Nacht der Filmindustrie und der Bewohner Hollywoods, sondern auch die der Computerfans und Bewohner des Silicon Valley: in [...]

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