Angetestet: Motorola Droid – der Terminator ist da

Motorola_Droid_KurztestWir hatten Gelegenheit Motorolas neues Killerhandy auszuprobieren. Es ist zwar nicht schön die ganzen Roboter-Metaphern durcheinander zu bringen, aber es ist wohl ein Handy, das Darth Vader benutzen würde. Zu Recht! Und nicht nur wegen Android 2.0.

Das Droid

Motorola_Droid_Kurztest

Es ist schwer. Und das Gerät fühlt sich an wie eines der echten Handys, das wir schon eine ganze Weile nicht benutzt haben. Es ist nichts, was man in der Tasche verstaut, wenn man gerade unterwegs ist. Das Gefühl mit dem der Bildschirm nach oben gleitet ist unglaublich – ebenso dessen Qualität. Dazu reicht lediglich ein Daumendruck – er bewegt sich fast wie von selbst. Auf der anderen Seite fühlt sich das Gerät aber nicht dick an oder irgendwie schwerfällig. Das Gesamtkonzept geht gut auf.

Das simple Design fühlt sich nicht so deplatziert an, wie bei manchen anderen Geräten. Es ist weder zu sexy noch zu sauber. Keines von beidem und trotzdem ansehnlich. Ein bisschen Retro vielleicht – aber auch nur ein wenig.

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Das 3,7-Zoll-Display ist voll von Pixeln und sieht einfach unglaublich aus. Der Text ist lachhaft scharf, dank einer Auflösung von 845 x 480 Bildpunkten. Das sorgt für 267 ppi. Ganz ehrlich: Beim Abrufen der Mailbox läuft einem der Sabber aus dem Mund. (Das iPhone hat 163 ppi). Der Touchscreen funktioniert ebenfalls fantastisch. Auch die Tastatur ist toll. Sie scheint zwar auf den ersten Blick flach zu sein, doch jede der Tasten hat eine leichte Anhebung und ist mit Gummi überzogen. Es funktioniert! Viel besser als das Palm-Keyboard. Das D-Pad muss allerdings nicht sein – keiner würde es vermissen, wenn es weg wäre. Die berührungsempfindlichen Buttons auf der Vorderseite müssen ebenfalls nicht sein. Warum sind sie überhaupt da? Platzgründe?

Das hier ist das beste Android-Handy, das wir je getestet haben. Lediglich die Batterielaufzeit ist ein wichtiges Kriterium, das wir noch nicht überprüft haben.

Android 2.0

Auf dem Gerät läuft das neue Android 2.0. Weitere Anwendungen wird man sich später im Shop herunterladen können. Von Haus aus ist das hier aber ein sauberes Handy. Frei von jeder unnötigen Software.
Das Handy ist schneller: Das hat es vor allem dem ARM Cortex A8 Prozessor zu verdanken. Das ist der gleiche, wie er im iPhone 3GS und Palm Pre eingesetzt wird. Es gibt kaum Hänger und der Wechsel zwischen den Anwendungen ist geschmeidig.

Android ist erwachsen geworden: Die ganzen Icons sehen jetzt sauberer und seriöser aus. Nicht mehr wie aus einem Cartoon entrissen. Es gibt eine Schnell-Kontakt-Funktion. Die Facebook-Funktion ist ebenfalls gut implementiert und man muss nicht alle Kontakte einzeln hinzufügen wie beim Hero, sondern kann sie direkt aus Google importieren.

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Das Nachtkästchen Interface ist toll. Wenn man das Droid in sein Dock einsteckt und den Bildschirm aufschiebt, verwandelt es sich in einen Wecker mit Uhr, Wetteranzeige und vielem mehr. Im Auto wird das Gerät zu einem Navi. Man kann Googles Sprachsuche benutzen und so auch Karten durchsuchen. Die Funktionen sind wohl Motorola exklusiv – bisher haben wir sowas noch in keinem anderen Android-Gerät gesehen.

Spracherkennung ist übrigens allgemein viel bedeutender in Android 2.0. Wenn man den Such-Button eine Sekunde lang gedrückt hält, kann man per Sprach-Kommando Google durchsuchen, zu einem Ort navigieren und vieles mehr. Eines wurde aber nicht in Version 2.0 verbessert: Die Software-Tastatur. Sie fühlt sich immer noch lausig an.

Die Universal-Suche ist endlich da. Eigentlich merkwürdig, dass das Betriebssystem eines Suchmaschinen-Betreibers diese Funktion erst nach Apple und Palm implementiert. Man kann jetzt Kontakte, Browser-History, Apps, Musik und YouTube durchsuchen. Warum man SMS und E-Mails einzeln durchsuchen muss, wissen wir nicht.

Der Browser ist schneller und das Interface wurde überarbeitet und wirkt besser. Fenster werden über eine einfache Textliste verwaltet und das Programm unterstützt jetzt auch HTML5.

Wir bringen in den nächsten Tagen mehr zum Droid. Soviel sei jetzt aber schon gesagt: Es könnte sehr gut sein, dass das hier das Android-Handy ist, worauf wir schon lange gewartet haben. [Matt Buchanan/Maxim Roubintchik]

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11 Antworten auf Angetestet: Motorola Droid – der Terminator ist da

  1. Christoph 29 Okt 2009, 11:26

    Wird das gezeigte Zubehör denn mitgeliefert? Wenn nein, habt ihr schon Preise für das Dock und die KFZ-Halterung gesehen?

  2. [...] Nun hat Gizmodo das Gerät unter die Lupe genommen und vor allem [...]

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  5. Sebastian 29 Okt 2009, 23:19

    Endlich… und jetzt schnell bis Weihnachten auf den deutschen Markt.
    Das Ding muss ich haben.

  6. R2 30 Okt 2009, 12:08

    Hmm, es ist ja ok, wenn in Foren mittlerweile die Kommatasetzung nicht mehr beachtet wird, weil man sich nur schnell mitteilen möchte…

    Allerdings muss ich doch sagen, dass ein Artikel, der ein Gerät bewerten und antesten möchte, wenigstens ansatzweise eine deutsche Grammatik beinhalten sollte.

    Also, den ansonsten schönen Artikel bitte noch einmal überarbeiten, sonst ist das einfach nur, und das ist nicht böse gemeint, peinlich.

    Danke

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