Das Auto der Zukunft stoppt automatisch bei Rotlicht

Automatische_Ampel_BremseDas hier ist eine Entwicklung, die mich gleichzeitig freut und schockiert. Schließlich ist es praktisch, wenn das Auto dich vor Unfällen schützt. Andererseits könnte man diese Technologie auch weiterspinnen und müsste in der Zukunft mit ziemlichen Einschnitten in seine Privatsphäre rechnen.

Mercedes-Benz hat eine Technologie entwickelt, die automatisch dafür sorgt, dass man mit seinem Auto keine roten Ampeln überfährt. Es gibt jedoch eine Voraussetzung damit diese neue Technologie funktioniert: Alle Ampeln müssen mit entsprechenden Sendeanlagen ausgerüstet werden. Die teilen dem Auto mit wo die nächste Kreuzung ist und ob man gefahrenlos durchfahren kann oder nicht.

Alles schön und gut, aber irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei wenn mein Auto für mich lenkt und bremst. Ein noch komischeres Gefühl habe ich allerdings, wenn mein Auto ständig dem Verkehrssystem der Stadt mitteilt wo es sich befindet. Aber vielleicht bin ich in dem Punkt auch einfach überempfindlich. [Maxim Roubintchik]

[via BBG, Merzedes Benz]

7 Responses to Das Auto der Zukunft stoppt automatisch bei Rotlicht

  1. Tze
    05 Okt 2009, 16:52

    Pfft, ich hätte ständig Angst, dass das Teil plötzlich irgendwo auf der Straße stehen bleibt, weil es irgendwo ne rote Ampel sieht^^ Wahrscheinlich sorgt das für mehr Unfälle durch Vollbremsungen und Auffahrunfälle, wie ohne…

  2. olli_g.
    05 Okt 2009, 17:10

    …wär doch nett, sich so einen Sender nach zu bauen und dann allen anderen für 1 Minute die Ampel auf Rot zu schalten – die private Grüne Welle :-)

  3. 05 Okt 2009, 20:05

    Wegen Datenschutz: Das System kann ja als “Einbahnstraße” funktionieren und einfach nur (gerichtet) ausstrahlen, wann die Ampel rot ist (bzw. wird damit das sportlich eingestellte Auto noch schnell rüberbrettert *g*)

  4. Pingback: Que tal o seu carro parar sozinho num sinal vermelho? | bugiganga.digital

  5. Peek
    05 Okt 2009, 23:01

    Mann, die Überschrift kann man mal wieder missverstehen. Aber die Idee mit dem eigenen Sender find ich tatsächlich genial. Wenn der Depp hinter mir mal wieder zu dicht auffährt, einfach ein Signal senden “in 50 metern is ne rote ampel” und schon geht sein Auto in die Eisen.

  6. 06 Okt 2009, 9:06

    In der Presse wird natürlich immer nur die Anwendung in den Vordergrund gerückt. Es gibt allerdings bei diesen so genannten “Car-2-X Communication” Technologien durchaus einige Projekte und Anstrengungen, die sich intensiv mit Security und Privacy beschäftigen. Ich möchte exemplarisch nur http://www.sevecom.org/ und http://www.preciosa-project.org nennen. Insgesamt ist bei den Automobilherstellern und auch auf politischer Seite eine große Sensitivität bzgl. der genannten Themen vorhanden und es fällt (zumindest in Europa) regelmäßig der Satz, dass ein solches System nur mit entsprechenden Sicherheits- und Privacymechanismen in Betrieb gehen kann. Entsprechende Konzepte gibt es, drücken wir die Daumen, dass diese dann auch in Produkten implementiert werden.

  7. Wilson
    07 Okt 2009, 23:47

    Bei BMW ist die gleiche Technik ohne die Sender nur über Kamerabilder in Entwicklung.
    Das Problem ist jedoch, dass damit das Auto ohne eine schwache Initialbremsung vom Fahrer selbstständig bremsen kann nach deutschem Recht das Erkennungszeug 3 Mal vorhanden sein muss, damit bei Fehlfunktion noch 2 funktionierende die Mehrheit haben und eine versehentliche Vollbremsung verhindert wird.

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